TEXBASE - neuartiges Schwerkraftfundament für Offshore-Windenergieanlagen mit textilen Komponenten

Das Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung eines Schwerkraftfundaments, das einerseits leicht transportabel ist, aber nach der der Aufstellung auf dem Meeresgrund den Windturbinen einen sicheren Stand gewährleist. Als Grundlage der Strukturausbildung dient dabei das von der Maritime Offshore Group und ThyssenKrupp entwickelte HEXABASE-Fundament. Im Zuge des Forschungsvorhabens wird untersucht, inwiefern die Struktur des HEXABASE mit einem neuen Standfußsystem kombiniert werden kann, an dem Ballasttanks aus Geotextil zur Aufnahme von mehreren tausend Tonnen Sandballast montiert werden können. Die Bearbeitung des Forschungsvorhabens erfolgt in Kooperation mit der Maritimen Offshore Group, der conferdo GmbH & Co.KG., dem Fransius-Institut der Leibniz Universität Hannover und der Technischen Hochschule Mittelhessen. Das Forschungsprojekt wird durch das Bundeswirtschaftsministerium über das Zentrale Innovationsprogramm (ZIM) bis Mitte 2017 gefödert.


Intelligente Gründungsstruktur für Offshore-Windenergieanlagen

OffshoreIm Energiekonzept der Bundesrepublik Deutschland spielt die Offshore-Windenergie eine wichtige Rolle. Die installierte Leistung deutscher Windkraftanlagen in Nord- und Ostsee beträgt aktuell etwa 200 Megawatt. Das Ausbauziel der Bundesregierung für das Jahr 2020 liegt bei zehn Gigawatt, dem 50-fachen des heutigen Werts. Ein großer Teil der Kosten der Anlagen entfällt auf die Fundamente, die für die Standsicherheit sorgen müssen. Ziel des Forschungsprojektes "Intelligente Gründungsstruktur für Offshore-Windenergieanlagen" ist es, kostengünstige und ökologisch verträgliche Alternativen zu herkömmlichen Techniken zu entwickeln. Da ein wesentlicher Anteil der Kosten auf Transport und Installation entfällt, ist die leichte Transpotierbarkeit und Errichtung ein wichtiges Entwicklungskriterium.

Um dieses Ziel zu erreichen, sollen als Vorbild für die Formgebung effiziente, aufgelöste Tragstrukturen in der Natur dienen, die bei minimalem Materialaufwand ein Maximum an Stabilität bieten. Der Gründungskörper soll modular so konstruiert werden, dass er beim Transport ein für die typischen logistischen Einsatzmittel verträgliches Gewicht aufweist, aber nach der Installation am Grund durch eine Beladung mit Ballast beschwert werden kann. 

Kooperationspartner ist die Bremer Maritime Offshore Group. Das Forschungsvorhaben wird im Rahmen des Programms "Forschung für die Praxis" der hessischen Landesregierung unterstützt.