Regenerative Energien

Als regenerativ bezeichnet man Energiequellen, deren Energieangebot nach menschlichen Maßstäben als unerschöpflich einzustufen ist. Hierzu zählt insbesondere unsere Sonne, deren Energie sowohl in Form solarer Strahlungsenergie als auch in Form von Wind, Niederschlag, Meeresströmungen und Biomasse durch den Menschen genutzt werden kann. Auch die Erdenergie (Geothermie) ist eine regenerative Energieform. Neben ihrem unerschöpflichen Potential zeichnen sich regenerative Energie durch ihre Klimafreundlichkeit aus, denn die konsequente Nutzung regenerativer Energien verursacht keine klimaschädlichen Treibhausgasemissionen. Regenerative Energien werden derzeit im Wesentlichen im Strom- und Wärmesektor eingesetzt, können aber auch mittels Umwandlungsverfahren im Mobilität- und Gassektor genutzt werden.

Die gängigsten Formen der Nutzung regenerativer Energien im Stromsektor sind neben der seit Jahrzehnten etablierten Wasserkraft die Photovoltaik und die Windkraft. Im Wärmesektor ist die Nutzung von Solarthermie, Geothermie und der Einsatz von Biomasse (z.B. Pelletsheizung) vorherrschend. Neben diesen Formen der sektoralen Nutzung regenerativer Energien gibt es auch noch eine Reihe an Technologien, welche die sektorenübergreifende Nutzung regenerativer Energien ermöglicht (z.B. Kraft-Wärme-Kopplung und Elektrolyse). Bereits heute hat jede zehnte Ingenieursstelle mit regenerativen Energien zu tun.

Im Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der Technischen Hochschule Mittelhessen sind regenerative Energien fester Bestandteil der Forschung und Lehre. Eine breite Einführung in das Thema „Regenerative Energien“ und deren Technologien gibt die gleichnamige Vorlesung, welche für Studierende des Bachelorstudiengangs „Elektrische Energietechnik für regenerative Energiesysteme“ (ERE) als Pflichtveranstaltung und für Studierende des Bachelorstudiengangs „Elektrotechnik und Informationstechnik“ als Wahlpflichtfach angeboten wird. In einem vorlesungsbegleitenden Labor können die Studierenden darüber hinaus erste Praxiserfahrungen mit dem Hardwareaufbau regenerativer Energieerzeugungsanlagen und deren Simulation sammeln. Zahlreiche Kontakte zur Industrie und Netzbetreibern können von den Studierenden zur Anfertigung von Projekt- und Abschlussarbeiten mit Bezug zu regenerativen Energien genutzt werden.

Regenerative Energien und deren Technologien sind zudem Bestandteil der nachfolgend aufgeführten Veranstaltungen am Fachbereich:

  • Regenerative Energien
  • Leistungselektronik für regenerative Energien
  • Smart Grids und Energiespeicher
  • Regelung und Netzintegration dezentraler Energieerzeugungsanlagen (Start 04/2017)
  • Energiewirtschaft (Start 10/2016)
  • Elektrische Maschinen
  • Elektrotechnik 3

Mit dem Institut für Leistungselektronik und Elektrische Anlagen ist der Fachbereich Teil eines hochschulübergreifenden wissenschaftlichen Zentrums, welches Lehre und Forschung auf dem Gebiet der Elektrischen Energietechnik bündelt. Im Fokus des Instituts stehen insbesondere die Themen Netzanbindung regenerativer Energiequellen, Wirkungsgradverbesserung der leistungselektronischen Umformer zur Netzeinspeisung, Verbesserung der Netzintegration durch Beiträge zur Netzregelung und Netzstabilisierung.