Arbeitsorganisation

Im Rahmen des audit familiengerechte hochschule arbeitet die THM kontinuierlich an der Weiterentwicklung von Maßnahmen zur Erleichterung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Die THM verfügt über:

  • Gleitzeit ohne Kernzeiten (Flexibilität)
  • Familienbedingte alternierende Telearbeit (Mobilität)
  • Unterschiedliche Arbeitszeitmodelle aufgrund von Elternzeit oder Pflegezeit (Variabilität)
  • Informations- und Weiterbildungsveranstaltungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Informationen zu den einzelnen Themenbereichen finden Sie im Intranet unter "Personalangelegenheiten". Eine rechtsverbindliche Beratung zu den Möglichkeiten der Arbeitsorganisation erhalten Beschäftigte in der Personalabteilung.

Die zentralen Frauenbeauftragten und das Geichstellungsbüro / Familiengerechte Hochschule stehen Ihnen für grundsätzliche Informationen zum Thema Arbeitsorganisation sowie für Empfehlungen und die Weitergabe von Erfahrungswerten zur Verfügung.

Mutterschutz

Mutterschutzfristen (Beschäftigungsverbot)
Das Mutterschutzgesetz gilt für alle werdenden Mütter, die in einem Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis stehen. Die Mutterschutzfrist beginnt sechs Wochen vor der Entbindung (§ 3 MuSchG) und endet im Normalfall acht Wochen, bei medizinischen Frühgeburten oder Mehrlingsgeburten zwölf Wochen nach der Entbindung (§ 6 MuSchG).

Kündigungsschutz
Die Kündigung gegenüber einer Frau während der Schwangerschaft und bis zum Ablauf von vier Monaten nach der Entbindung ist unzulässig, wenn:

  • dem Arbeitgeber zum Zeitpunkt der Kündigung die Schwangerschaft oder Entbindung bekannt war;
  • dem Arbeitgeber die Schwangerschaft oder Entbindung innerhalb von zwei Wochen nach Zugang der Kündigung mitgeteilt wird (§ 9 MuSchG).

Freistellung für Untersuchungen
Laut § 16 MuSchG hat der Arbeitgeber die Frau für die Zeit freizustellen, die zur Durchführung der Untersuchungen im Rahmen der Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung bei Schwangerschaft und Mutterschaft erforderlich ist. Ein Entgeltausfall darf hierdurch nicht eintreten.

Urlaubsanspruch
Für den Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub und dessen Dauer gelten die Ausfallzeiten wegen mutterschutzrechtlicher Beschäftigungsverbote als Beschäftigungszeiten. Hat die Frau ihren Urlaub vor Beginn der Beschäftigungsverbote nicht oder nicht vollständig erhalten, so kann sie nach Ablauf der Fristen den Resturlaub im laufenden oder im nächsten Urlaubsjahr beanspruchen (§ 17 MuSchG).

Hier können Sie die Broschüre "Leitfaden zum Mutterschutz" des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend herunterladen.

Hier finden Sie das Mutterschutzgesetz.

Elternzeit, Elterngeld und ElterngeldPlus

Elternzeit

Sie haben als Beschäftigte/r Anspruch auf Elternzeit, wenn Sie ihr Kind selbst betreuen und erziehen möchten (§ 15 BEEG). Die Elternzeit muss für den Zeitraum bis zum vollendeten dritten Lebensjahr des Kindes spätestens sieben Wochen vor Beginn der Elternzeit schriftlich beim Arbeitgeber beantragt werden. Für den Zeitraum zwischen dem dritten Geburtstag und dem vollendeten achten Lebensjahr des Kindes spätestens 13 Wochen vorher (§ 16 BEEG). Während der Elternzeit besteht Kündigungsschutz. Er beginnt mit der Anmeldung der Elternzeit, frühestens jedoch acht Wochen vor deren Beginn. Eine Kündigung kann daher nur in besonderen Fällen erfolgen und auch nur dann, wenn  die zuständige Aufsichtsbehörde die Kündigung zuvor für zulässig erklärt hat.

Elterngeld

Sie müssen das Elterngeld schriftlich beantragen. Jeder Elternteil kann für sich einmal einen Antrag auf Elterngeld stellen. Wichtig ist nur, dass keine oder keine volle Erwerbstätigkeit vorliegt. Auf der Seite familien-wegweiser.de können Sie mit dem Elterngeldrechner bereits vor Antragsstellung Ihren Anspruch auf Elterngeld selbst ermitteln. Seit dem 01.06.2015 können Eltern das Elterngeld, ElterngeldPlus und einen Partnerschaftsbonus miteinander kombinieren.

Wann muss ich den Antrag auf Elterngeld abgeben?
Der Antrag kann nach Geburt des Kindes eingereicht werden. Rückwirkend wird Elterngeld jedoch nur für die letzten drei Monate vor Beginn des Monats, in dem der Antrag auf Elterngeld bei der Elterngeldstelle eingegangen ist, geleistet.

Sie möchten herausfinden wo Sie Ihren Antrag auf Elterngeld abgeben?
Dann nutzen Sie die Hilfe des Familien-Wegweisers, um eine Elterngeldstelle in Ihrer Nähe zu finden.

Eine Beratung zur Elternzeit erhalten Sie in unserer Personalabteilung, zum Thema Elterngeld und ElterngeldPlus in unserer Personalabteilung bzw. bei Ihrer zuständigen Elterngeldstelle. Eine Kurzübersicht zu den aktuellen Bestimmungen erhalten Sie hier.

Ebenso können Sie die Broschüre "Elterngeld, ElterngeldPlus und Elternzeit" herunterladen.

Kindergeld

Beschäftigte der THM erhalten Anträge für das Kindergeld in der Personalabteilung.

Das Merkblatt zum Thema Kindergeld des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finden Sie online oder aber auch in Broschürenform in der Personalabteilung bzw. im Gleichstellungsbüro/Familiengerechte Hochschule.

Krankheit des Kindes

Ihr Kind ist krank und für Sie stellt sich die Frage der Betreuung? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wenn Sie als Mutter oder Vater die Betreuung Ihres Kindes übernehmen wollen!

Arbeitsbefreiung

Laut Tarifvertrag-Hessen (TV-H) § 29 "Arbeitsbefreiung" kann die/der Beschäftigte (nach § 616 BGB) unter Fortzahlung des Entgelts für eine schwere Erkrankung eines Kindes, das das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, von der Arbeit freigestellt werden.

Eine Freistellung kann nur erfolgen, soweit eine andere Person zur Pflege oder Betreuung nicht sofort zur Verfügung steht und die Ärztin/der Arzt die Notwendigkeit der Anwesenheit der/des Beschäftigten zur vorläufigen Pflege bescheinigt. Der/Die Beschäftigte kann bis zu vier Arbeitstage im Kalenderjahr befreit werden. Dies gilt nur, wenn im laufenden Kalenderjahr kein Anspruch nach § 45 SGB V (siehe unten "Krankengeld") besteht oder bestanden hat.

Krankengeld

Sie haben die Möglichkeit als Mitglied der gesetzlichen Krankenkasse sich unbezahlt vom Arbeitgeber freistellen zu lassen.
Laut § 45 SGB V zahlt die Krankenkasse während der Betreuung eines kranken Kindes Krankengeld.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um Krankengeld zu beziehen?

  • Ein ärztliches Attest muss die Notwendigkeit der Pflege des Kindes bestätigen,
  • keine andere im Haushalt lebende Person kann die Pflege übernehmen (sie ist ebenfalls berufstätig oder selbst erkrankt),
  • das Kind darf noch nicht 12 Jahre alt sein, es sei denn, es ist aus anderen Gründen (z.B. Behinderung) auf Hilfe angewiesen,
  • das Kind muss (über einen Elternteil) gesetzlich krankenversichert sein,
  • für die Auszahlung durch die Krankenkasse muss ein Antrag gestellt werden. Informieren Sie sich bei Ihrer Krankenkasse, welche Unterlagen benötigt werden.

Wie lange kann ich mich freistellen lassen?
Für jedes Kind dürfen sich Beschäftigte längstens 10 Tage pro Kalenderjahr freistellen lassen (Alleinerziehende: 20 Tage). Haben Sie mehrere Kinder, dann können Sie und das andere Elternteil jeweils bis zu 25 Arbeitstage im Jahr Kinderkrankengeld erhalten.
Insgesamt sind damit bis zu 50 Arbeitstage pro Familie abgesichert (Alleinerziehende: 50 Tage).
Sind sowohl Vater als auch Mutter berufstätig, können beide jeweils für jedes Kind die Höchstdauer beanspruchen (der Anspruch kann mit Zustimmung des Arbeitgebers auf das jeweils andere Elternteil übertragen werden, wenn ein Elternteil aus beruflichen oder persönlichen Gründen der Arbeit nicht fernbleiben kann).

Wie hoch ist mein Krankengeldanspruch?
Das Krankengeld beträgt maximal 90 Prozent des ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts. Das Kinderkrankengeld darf 70 Prozent der kalendertäglichen Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung nicht übersteigen (2016: 98,88 Euro pro Tag). Dieser Satz ist abhängig von der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze und wird jährlich angepasst.

Bitte beachten: Das ärztliche Attest muss bei Krankheit des Kindes bereits für den ersten Krankheitstag vorliegen.

Informationen finden Sie auf der Seite von ver.di Bildung + Beratung.