Genderkompetenz

Das Gleichstellungsmonitoring unterstützt die Frauenbeauftragten u. a. bei der Integration von Gender- und Diversitykompetenz in Studium & Lehre (Hochschuldidaktik, TutorInnenqualifizierung, THM-Mentoring) sowie bei Antragsstellung für Drittmittelprojekte und im Rahmen von Studiengangsakkreditierungen.

Hochschuldidaktik

In 2014 erarbeiteten alle hessischen Hochschulen unter der Schirmherrschaft des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst (HMWK) eine gemeinsame Broschüre zur Integration von Genderkompetenz in die Lehre. Vorangegangen war eine gemeinsame hessenweite Workshopreihe "GENDERkompetent" mit den Schwerpunkten Hochschuldidaktik, MINT, Lehrerbildung/Frühe Bildung, Qualitätsmanagement sowie Gender Studies.

Darüber hinaus empfehlen wir die Nutzung des Online-Tools „DiVers“, das von der Universität Köln und der RWTH Aachen zur Reflektion und Weiterentwicklung der Gender- und Diversity-Kompetenzen von Hochschullehrenden entwickelt wurde. http://divers.uni-koeln.de/

Ein weiteres Online-Tool der Universität Fribourg/Schweiz zur Selbstevaluation und Weiterbildung für eine geschlechtergerechte Hochschullehre finden Sie unter: http://unifr.ch/didactic/eval/index.php

Curriculumsentwicklung

Ein gemeinsamer Projektantrag der hessischen Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften und des HMWK verfolgt das Ziel der Erstellung eines Handbuches zum Thema "Gender in der MINT-Lehre", das bis 2018 sogenannte Best Practices für Genderkompetenz in verschiedenen Fächer-Clustern zusammentragen soll.

Vorschläge zur Integration von Lehrinhalten der Genderforschung in die Curricula von Studienfächern (Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW) finden Sie außerdem unter: www.gender-curricula.com

Studiengangsakkreditierungen


Bei Studiengangsakkreditierungen werden häufig gleichstellungsrelevante Aspekte abgefragt. Die Handreichung zur geschlechtergerechten Akkreditierung und Qualitätssicherung von Studiengängen bietet nach Fächerclustern eine hilfreiche Orientierung.

Gendergerechter Sprachgebrauch


Die sprachliche Gleichbehandlung der Geschlechter folgt dem Erlass des Hessischen Landtags zur "Richtlinie der Gleichbehandlung von Frauen und Männern in der Vorschriftensprache" (2003). Dieser Erlass ist auch im Intranet unter der Rubrik "Personalangelegenheiten" einsehbar.

Trotz entsprechender gesetzlicher Vorgaben sind nach wie vor viele Texte im generischen Maskulinum (Verwendung der maskulinen Form für weibliche und männliche Personen) gehalten, d. h. Frauen seien "mitgemeint". Ziel ist es, Frauen und Männer gleichermaßen anzusprechen und grundsätzlich sprachlich sichtbar zu machen. Eine geschlechtergerechte  Sprache ist dabei weder umständlich noch unnötig lang, wenn die richtigen sprachlichen Strategien verfolgt und eingeübt werden. Denken, sprechen und schreiben Sie ganz selbstverständlich für alle Geschlechter.

Hilfestellungen und Tipps für gendergerechte Schreibweisen: