KiM in der 1. Förderphase

Allgemeine Informationen

„… das Leitbild der THM erlaubt kein selbstzufriedenes Bewahren des einmal erreichten Niveaus, sondern verpflichtet uns zur permanenten Weiterentwicklung. Das gilt auch und besonders für das Lehren und Lernen ...“ (Prof. Dr. G. Grabatin 2015)

Zahlreiche Hochschulangehörige, sind in das KiM-Projekt eingebunden und unterschiedlichsten Angebote wurden gemeinsam entwickelt und erfolgreich durchgeführt. Kompetenzorientierte und vor allem aktivierende Lehre ist nicht mehr nur auf Einzelprojekte beschränkt, sondern Maßnahmen wie HD-Coaching, Tutorenqualifikation und Tutoreneinsatz sowie das Mentoring stellen satzungsgestützt immer mehr den Regelfall dar.

KiM = Stärkung der Fachbereiche und zentralen Fachabteilungen

Durch KiM wurden nicht nur die beteiligten zentralen Fachabteilungen gestärkt, sondern 70% der BMBF-Förderung flossen zielgerichtet direkt in die Fachbereiche durch Tutorenmittel und die Finanzierung von HD- und Überlappungsprofessuren.

Die Fachbereiche nutzen zunehmend die Unterstützung durch die KiM-Mitarbeiter.innen bei der Umgestaltung der Studieneingangsphase, der Weiterentwicklung von Lehrveranstaltungen bis hin zu Studiengängen.

2011 Antragsplanung

Schon bei der Antragsplanung war es den Verantwortlichen wichtig, dass KiM in die beschriebenen zentralen Einheiten integriert ist und so unmittelbar im Rahmen der bestehenden Strukturen in der THM wirksam werden kann. Bis auf das Projektleitungsteam wurden alle Maßnahmen in bestehende Organisationseinheiten (IWW/ZQE/ZS) und einen neu gegründeten Maßnahmenbereich Studiengangsentwicklung (SGE) integriert. Da die Projektleitung und die Maßnahmenverantwortlichen bereits seit Jahren an der THM im Kontext Qualität für Studium und Lehre tätig waren, konnte an die vorhandene hochschuldidaktische Expertise und die Vernetzung mit wichtigen Akteur.innen, Gruppen und Einrichtungen angeknüpft werden. Eine derart gestaltete strukturelle und personelle Einbindung des KiM-Projekts in die THM führte zu einer sehr guten Einarbeitung der neuen Mitarbeiter.innen und zu einem zügigen Beginn der Maßnahmenumsetzung.

2012 Projektstart

Ab dem Sommersemester 2012 wurden die Hochschule und die Öffentlichkeit laufend über den Projektfortschritt informiert. Im ersten Projektjahr standen die Einarbeitung der neuen Mitarbeiter.innen und deren Integration in die Hochschule im Vordergrund. Erstmalig wurde ein ganzes Lehrteam bei der Weiterentwicklung der Lehrveranstaltung „Objektorientierte Programmierung“ im ersten Semester des Informatik-Bachelors beraten.

2013 Das Projekt entwickelt sich

2013 gelang es, alle Fachbereiche durch Tutoreneinsätze, Pilotvorhaben und Beratungsprozesse sowie Überlappungsprofessuren von der KiM-Förderung profitieren zu lassen. Thematisch rückte der Studieneinstieg in den Fokus.

Nach einer Vorstellung des Projektes auf einer StuPa-Sitzung und Treffen mit Studierendenvertretungen wurde eine regelmäßige Fortführung der von beiden Seiten als gewinnbringend eingeschätzten Kommunikation verabredet.

2014 Erste große Veränderungen

Die enge Zusammenarbeit mit den Fachbereichen der THM und die aktive Einbindung der Studierenden in das KiM-Projekt kennzeichnen auch das Projektjahr 2014. Insbesondere die Entwicklung einer Projektwoche in der Studieneingangsphase und das Angebot eines ersten Online-Self-Assessments im Fachbereich Bauwesen (BAU) sind als wesentliche Ergebnisse zu nennen.

Das KiM-Team beschäftigte im Jahr 2014 die Ausrichtung zweier großer hochschulweiter Veranstaltungen. In Zusammenarbeit mit der AG QLS wurde der „Tag des Lernens“ organisiert. Der DLR-Workshop zum Thema Tutoring/Mentoring bot die Möglichkeit, sich bundesweit über die konzeptionelle und operative Weiterentwicklung auf diesem Gebiet auszutauschen. Für den Bereich des Mentoring konnte ein eigenes Netzwerk im Rahmen dieser Veranstaltung auf den Weg gebracht werden.

Am Ende des Projektjahres erfolgte ein Wechsel in der KiM-Leitung. Die bisherige Projektleiterin besetzte die Professur für anwendungsorientierte Hochschuldidaktik und akademische Personalentwicklung im Fachbereich Management und Kommunikation (MuK). Neue Projektleiterin wurde die bisherige Projektkoordinatorin. Das Zentrum für kooperatives Lehren und Lernen (ZekoLL) wurde 2014 gegründet. Es verankert dauerhaft strukturell die Hochschuldidaktik mit ihren vielfältigen Berührungspunkten zum Personal-, Qualitäts- und Hochschulmanagement.

2015 Umsetzung und Vertiefung der Konzepte

Fachspezifische Tutorenschulungen und die didaktische Überarbeitung von Modulen waren die zentralen Arbeitsthemen 2015. Mit den Studiendekan/-innen und Fachschaftsvertretungen erfolgte die Verständigung über die Ausgestaltung des neuen Antrags. Das KiM-Team wurde durch eine zusätzliche Stelle in der Projektkommunikation verstärkt. 2015 fand in Gießen der zweite „Tag des Lernens“ statt.

Insgesamt kann resümiert werden, dass die kompetenzorientierte Ausrichtung der Lehre, wie sie im Antrag als Zielformulierung festgehalten wurde, durch die KiM-Maßnahmen deutlich ausgeweitet werden konnte. Verstärkt tauschen sich Lehrende mit den Mitarbeiter/-innen des Hochschuldidaktischen Coaching und des Mentorings aus, um Lernprozesse zu verbessern. Die Entwicklung eines Leitfadens zur Abbildung und Prüfung der Kompetenzen sowie die Verabschiedung einer Satzung zur Organisation der Studienberatung und des Mentoring an der THM sind weitere wichtige Entwicklungen des Jahres.

2016 Ende der 1. Förderphase

2016 entfalteten die projektierten Maßnahmen ihre Wirkung in die Breite und vielschichtige Prozesse konnten in eine Routinephase überführt werden. Auch konnte das im Verwertungsplan formulierte Ziel der „Etablierung einer Zentralstelle zur Beratung und Begleitung der einzelnen Fachbereiche bei der Entwicklung neuer/überarbeiteter Studiengänge“ mit der Einrichtung des Zentrums für Studiengangsentwicklung (SGE) entsprochen werden.

Während der ersten Förderphase gab es mehrfache Wechsel in der Besetzung des für das Projekt verantwortlichen Vizepräsidenten für Lehre und Studium. Daneben wurde im April 2016 ein neuer Präsident gewählt.

Wie im Antrag vorgesehen, wurde das HIS-Institut für Hochschulentwicklung e.V. (HIS-HE) damit beauftragt eine Projektevaluation durchzuführen. Das Ergebnis der Evaluation bestätigte die gewählte Vorgehensweise, Maßnahmen an bestehende Strukturen anzuknüpfen. Die Vorbereitungen zum Start der zweiten Projektphase wurden parallel zur Abschlussdokumentation im Comicstil von der Projektgruppe geleistet. Am 06.12.2016 fand die feierliche Abschlussveranstaltung zur ersten Förderphase des KiM-Projekts unter Beteiligung der zentralen Einrichtungen der Hochschule statt.

Abschlussdokumentation im Comicstil (pdf)

Abkürzungen: ZekoLL - Zentrum für kooperatives Lehren und Lernen | ZQE - Zentrum für Qualitätsentwicklung | ZS - Zentrale Studienberatung