THESA

Thermodynamik, Energieverfahrenstechnik und Systemanalyse 

Das Institut für Thermodynamik, Energieverfahrenstechnik und SystemAnalyse (THESA) ist ein Institut des Fachbereichs Maschinenbau und Energietechnik (ME) am Campus Gießen. Es umfasst derzeit sechs Professorinnen und Professoren sowie neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. THESA betreut mehrere Labore des Fachbereiches ME. Dies sind im Einzelnen: das Labor für Verfahrenstechnik, das Labor für Energiewandlung sowie das Labor für Wärmeübertrager. Das Institut THESA umfasst drei Schwerpunkte in Forschung und Lehre:

 

Thermodynamik:

Die Thermodynamik behandelt die Gesetzmäßigkeiten und Grenzen der Energiewandlung sowie die technischen Möglichkeiten energetischer Prozesse und Verfahren. In der Lehre vermittelt das Institut THESA dieses Wissen in den Fächern Technische Thermodynamik, Prozessthermodynamik, Energiewandlung I und Energiewandlung II. Im Bereich der anwendungsorientierten Forschung untersuchen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts technische Möglichkeiten zur Weiterentwicklung von Energiewandlungsverfahren.

Energieverfahrenstechnik:

Der Arbeitsgegenstand der Energieverfahrenstechnik sind die peripheren Verfahren der Energie- und Stoffwandlung, wie Brennstoffversorgung und Schadstoffentsorgung. Hervorzuheben sind Verfahren zur Bereitstellung und Konditionierung von festen, flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen sowie zur nachhaltigen Aufbereitung von Verbrennungsprodukten und Abwässern. In der Lehre vermittelt das Institut THESA dieses Wissen in den Fächern Brennstofftechnik, Wärmeübertragung, Thermische Stofftrennung und Thermische Verfahrenstechnik. Der Forschungsschwerpunkt im Bereich Energieverfahrenstechnik liegt auf der Analyse und Charakterisierung von fossilen, biogenen sowie synthetischen Brennstoffen, sowie auf der umweltkonformen Behandlung von Abgasen und Abwässern von Energieprozessen. Hierfür steht am Institut eine umfangreiche Laborausstattung zur Verfügung.

Systemanalyse:

Moderne Energie- und Stoffwandlungssysteme bestehen in der Regel aus mehreren synergetisch gekoppelten Prozessen und den dazu erforderlichen Apparaten und Maschinen. Die Projektierung und vor allem die Bewirtschaftung derartig komplexer technischer Systeme erfordert die Kenntnis und Berücksichtigung derer inneren Wechselwirkungsbeziehungen. Eine Analyse und Optimierung solcher komplexer technischer Systeme ist nur durch Einsatz mathematischer Modelle möglich. Im Institut THESA wird dieses Wissensgebiet in den Fächern Allgemeine Prozesssimulation und Thermische Energiesysteme vermittelt. Die Forschung in diesem Bereich umfasst Analysen von industriellen und kommunalen Energiesystemen, die Entwicklung kostenoptimaler Wärmerückgewinnungssysteme nach dem Maximalprinzip der Temperaturkaskaden sowie die Entwicklung maßgeschneiderter Simulationssoftware zur optimalen Steuerung stofflich und energetischer gekoppelter Systeme.