THM

Zulassungsvoraussetzungen

Zur Hochschulzugangsprüfung kann zugelassen werden, wer:

  1. Eine nach dem Berufsbildungsgesetz, der Handwerksordnung oder durch Landesrecht geregelte mindestens 2-jährige Berufsausbildung in einem zum angestrebten Studium fachlich verwandten Bereich abgeschlossen hat sowie
  2. eine anschließende mindestens zweijährige hauptberufliche Tätigkeit in einem zum angestrebten Studium fachlich verwandten Bereich ausgeübt hat. Nicht erforderlich ist, dass die Berufstätigkeit zum Zeitpunkt des Antrages ausgeübt wird.

Wenn ein Studium angestrebt wird, das fachlich nicht mit der absolvierten Ausbildung oder Berufstätigkeit verwandt ist, muss zusätzlich eine qualifizierte Weiterbildung im Umfang von mindestens 400 Unterrichtsstunden zu je 45 - 60 Minuten in einem fachlich verwandten Bereich nachgewiesen werden.

 Geeignete Weiterbildungsmaßnahmen sind insbesondere:

  • Fernlehrgänge und weiterbildende Studien an Hochschulen,
  • inner- und überbetriebliche Fortbildungsmaßnahmen und
  • Kurse der Volkshochschulen und anderer Träger der Erwachsenenbildung

Hochschulzgang im Rahmen eines Modellversuchs

Im Rahmen eines Modellversuchs an den Hochschulen des Landes zur Erprobung neuer Wege des Hochschulzugangs für beruflich Qualifizierte nach § 54 Abs. 2 Satz 1 Nr. 5 in Verbindung mit Abs. 6 Satz 2 des HHG besitzen Personen mit mittlerem Schulabschluss und qualifiziertem Abschluss einer mindestens dreijährigen anerkannten Berufsausbildung, die nach dem 01. Januar 2011 abgeschlossen wurde, eine Hochschulzugangsberechtigung entsprechend § 54 Abs. 2 Satz 2 in Verbindung mit satz 1 Nr. 3 des HHG.

Ein qualifizierter Abschluss liegt vor bei einer im Abschlusszeugnis der Berufsausbildung ausgewiesenen Durchschnitts-, Gesamt- oder Abschlussnote von 2,5 oder besser.

Eine Immatrikulation setzt allerdings den Abschluss einer Studienvereinbarung voraus, in der sich die Studierenden verpflichten, an den für die wissenschaftliche Begleitung und Evaluierung des Modellversuchs erforderlichen Datenerhebungen und Befragungen mitzuwirken und im ersten Semester mindestens 18 Leistungspunkte oder im ersten Studienjahr 30 Leistungspunkte nach dem ECTS zu erbringen. Bei wiederholter Nichteinhaltung ist die Exmatrikulation vorzunehmen, wenn nicht zu erwarten ist, dass das Studium erfolgreich abgeschlossen werden kann.

Hochschulzugang mit beruflicher Aufstiegsqualifikation

Einen direkten Zugang zur Hochschule in Hessen haben Personen mit einer abgeschlossenen Meisterprüfung und einer der Meisterprüfung gleichgestellten Qualifikationen, d.h. Sie können sich direkt bei der jeweiligen Hochschule bewerben bzw. immatrikulieren.

Folgende Personen haben nach § 1 Abs. 1 Satz 1 der Verordnung über den Zugang beruflich Qualifizierter zu den Hochschulen im Lande Hessen einen mit der Meisterprüfung vergleichbaren Abschluss der beruflichen Aufstiegsfortbildung: 

  • Personen mit Fortbildungsabschlüssen nach den §§ 53 und 54 des Berufsbildungsgesetzes oder nach §§ 42 und 42a der Handwerksordnung, sofern die Lehrgänge mindestens 400 Unterrichtsstunden zu je 45 oder 60 Minuten umfassen.  
  • Personen mit staatlichen Befähigungszeugnissen für den nautischen oder technischen Schiffsdienst.
  • Personen mit Abschlüssen an Fachschulen.
  • Personen mit Abschlüssen vergleichbarer landesrechtlicher Fort- und Weiterbildungsregelungen für Berufe im Gesundheitswesen und im Bereich sozialpflegerischer oder sozialpädagogischer Berufe.
  • Personen mit Abschlüssen vergleichbarer bundesrechtlicher Fort- und Weiterbildungsregelungen.

Absolventinnen und Absolventen von Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien, die eine abgeschlossene Berufsausbildung nachweisen, sowie Absolventinnen und Absolventen eines einjährigen Lehrgangs an der Europäischen Akademie der Arbeit in der Universität Frankfurt am Main, besitzen eine fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung nach § 54 Abs. 2 Satz 2 in Verbindung mit Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 des Hessischen Hochschulgesetzes.

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