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Virtuelle Fabrik in Friedberg

Virtuelle FabrikFür die Einrichtung eines Virtual-Reality-Labors erhält die Fachhochschule Gießen-Friedberg aus Bundesmitteln 186.000 Euro. Kernstück des Labors am Friedberger Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen ist ein System, das aus einer Rückprojektionswand besteht, auf der zwei Projektoren eine stereoskopische Darstellung abbilden. Damit ist es möglich, Objekte dreidimensional im Originalmaßstab zu visualisieren und mithilfe eines Interaktionsgeräts zu bewegen. Unternehmen nutzen solche Systeme vermehrt, um ihren Produktionsprozess zu beschleunigen und zu optimieren. In Friedberg soll es überwiegend in der Lehre für die Studiengänge Wirtschaftsingenieurwesen und Facility Management eingesetzt werden.

„Praktisch bauen wir damit eine virtuelle Fabrik an unserer Hochschule“, erläutert Dekan Prof. Dr. Klaus Schuchard. Durch den Einsatz von Techniken der virtuellen Realität würden Darstellung, Erklärung, Manipulation und Simulation von komplexen Anlagen, Maschinen, Bauteilen und Baugruppen für die Studierenden erlebbar und damit leichter nachvollziehbar. Das Virtual-Reality-Labor ermögliche eine anschauliche Darstellung von Entscheidungsprozessen während des gesamten Lebenszyklusses eines Produkts. Vernetztes interdisziplinäres Denken werde so im Studium gefördert. Das sei für angehende Wirtschaftsingenieure und Facility Manager besonders wichtig, da in ihrer Ausbildung Produkt- und Produktionsmanagement sowie die Kooperation mit Experten unterschiedlicher Fachrichtungen eine zentrale Rolle spiele, so Schuchard.

Das neue Labor ist nahezu universell einsetzbar – von der Produktentwicklung über die Produktion bis zur Vermarktung. Es soll im Oktober in Betrieb genommen werden und auch für Forschungs- und Entwicklungsprojekte in Zusammenarbeit mit mittelständischen Unternehmen zum Einsatz kommen.

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