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Zehn Millionen Transaktionen täglich

Über das Thema „Open Source im Business Process Management“ sprachen Carsten Scheunemann und Sebastian Schmidbauer von der Cirquent GmbH an der Fachhochschule Gießen-Friedberg. Im Gegensatz zu kommerziellen Computerprogrammen ist Open-Source-Software eine freie Software, deren Quelltext öffentlich zugänglich ist und die beliebig verbreitet und verändert werden darf.

Im Rahmen der Reihe „Aktuelle Themen der Wirtschaftsinformatik", die von Prof. Dr. Matthias Willems (Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften und Datenverarbeitung) in Friedberg organisiert wird, stellte Scheunemann zunächst das Unternehmen vor, das seit 2008 zum japanischen IT-Konzern NTT-Data gehört. Sebastian Schmidbauer, der an der FH in Gießen Informatik studiert hat, berichtete anschließend von einem Projekt, in dem bei einem großen Finanzdienstleister kommerzielle Software durch eine neue Architektur mit Open-Source-Produkten abgelöst wurde. In der Datenverarbeitung des Unternehmens werden über 500 Schnittstellen täglich zehn Millionen Transaktionen abgewickelt. Da der Ausfall eines solchen Systems gravierende Folgen hat, muss seine Ablösung schrittweise und mit hohem Testaufwand erfolgen.

Die Fachhochschule kooperiert in der Ausbildung von Wirtschaftsinformatikern mit der Firma Cirquent. Zwei Absolventen haben dort kürzlich ihre Bachelorarbeit geschrieben. Einer von ihnen ist als Berater bei dem Unternehmen eingestiegen, der andere hat ein Masterstudium begonnen und arbeitet dort als Werkstudent.

Im nächsten Vortrag der Reihe spricht am Dienstag, 8. Dezember, Dr. Klaus Föchler über die „Industrialisierung der IT am Beispiel des IT-Servicemanagements“. Die Veranstaltung beginnt um 17.20 Uhr im Raum H01.02 der Fachhochschule in Friedberg (Wilhelm-Leuschner-Straße 10). Alle Interessierten sind willkommen.

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