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Keine Chance gegen den Weltmeister

Schachwettkampf gegen den Weltmeister„Matt in drei Zügen.“ Solche Schachaufgaben findet man auf den anspruchsvolleren Rätselseiten von Zeitschriften und Zeitungen. Dass es in dieser Disziplin auch Weltmeisterschaften gibt, ist nicht allgemein bekannt. Vierfacher Titelträger ist Piotr Murdzia. Der 35-jährige Pole, der auch die Weltrangliste anführt und für den hessischen SV Griesheim in der ersten Bundesliga Turnierschach spielt, besuchte jetzt für einen Schaukampf die Fachhochschule Gießen-Friedberg.

In einem trat der Internationale Meister gleichzeitig gegen vier Professoren an, die sich mit Englischer Eröffnung, Berliner Verteidigung oder Halbslawischer Verteidigung zu wehren versuchten. Als erster musste Prof. Stephan Euler vom Friedberger Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften und Datenverarbeitung nach zweieinhalb Stunden und 30 Zügen die Waffen strecken. Sein Friedberger Kollege Prof. Matthias Willems gab die Partie nach 34 Zügen verloren. Schachwettkampf gegen den WeltmeisterAls zäher erwies sich Prof. Klaus Wüst. Der Physiker war lange einem Remis nahe, musste sich aber nach fast vier Stunden doch geschlagen geben.

Hartnäckigster professoraler Widerpart des Weltmeisters war Joaquin Diaz. Der Bauinformatiker, der das Kräftemessen organisiert hatte, brachte Murdzia in Zeitnot, hatte den Sieg in greifbarer Nähe, musste sich schließlich aber doch den konzentrierten Attacken seines Gegners beugen.

Das Akademikerquartett, das die Fachhochschule schon mit viel Erfolg bei verschiedenen Firmenmeisterschaften vertreten hat und laut Willems auf einem guten Vereinsniveau spielt, war trotz des deutlichen Ergebnisses zufrieden. Schließlich habe man nicht gegen irgendwen verloren, sondern gegen einen Weltmeister.

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