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Arzneimittel im Alter

Welche Arten von Arzneimitteln gibt es? In welcher Form werden sie verabreicht? Wie kommt ein Arzneistoff in den Körper, und wie wird er dort abgebaut? Welche Besonder­heiten müssen ältere Menschen beachten? Antworten auf diese Fragen gab Prof. Dr. Frank Runkel bei einem Altennachmittag im Bürgerhaus Buseck-Oppenrod. Mehr als 40 Gäste waren der Einladung der stellvertretenden Ortsvorsteherin Renate Renger ge­folgt.

Runkel, Professor für Biopharmazeutische Technologie an der Technischen Hoch­schule Mittelhessen in Gießen, war lange in der Arzneimittelindustrie tätig. Am Beispiel von Antibiotika und von Medikamenten gegen Demenz- und Herz-Kreislauferkrankun­gen erläuterte er Wirkungen und Nebenwirkungen und ging auch auf Kontraindikationen ein. Das sind Umstände, die die Anwendung eines grundsätzlich angezeigten Medika­ments verbieten, etwa weil der Patient dagegen allergisch ist oder es sich mit einer anderen Arznei nicht verträgt. Wer zum Arzt oder in die Apotheke geht, sollte gerade als älterer Mensch immer eine Liste mit Namen und Dosis der benutzten Medikamente bei sich tragen. Auf diese Liste, so Runkel, gehörten auch Medikamente, die nicht rezeptpflichtig sind. Ärzte und Apotheker können so im Zweifel Wechselwirkungen zwischen Medikamenten erkennen und bei Neuverordnungen berücksichtigen.

Runkel kritisierte in seinem Vortrag, dass in unserem Gesundheitssystem heute oft einfach nur Krankheiten behandelt würden und nicht der Patient. Der individuelle Gesund­heitszustand des Menschen werde dabei viel zu wenig berücksichtigt.

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