Grabatin wiedergewählt
Prof. Dr. Günther Grabatin ist als Präsident der Technischen Hochschule Mittelhessen wiedergewählt worden. Er erhielt im ersten Wahlgang 25 Stimmen. Seine nächste Amtszeit beginnt am 1. März 2012 und dauert sechs Jahre. Einziger Gegenkandidat war Prof. Dr. Holger Senne von der Fachhochschule Dortmund, der 5 Stimmen bekam. 31 Wahlberechtigte waren anwesend. Eine Stimme war ungültig.
Dem derzeitigen Senat der TH gehören bei einer Wahl 33 stimmberechtigte Personen an – laut Hessischem Hochschulgesetz neben den regulären Mitgliedern auch deren Stellvertreter. In dem Gremium sind alle Gruppen der Hochschule vertreten, also Professoren (18), Studierende (9), wissenschaftliche (2) und administrativ-technische Mitarbeiter (4).
Der 61-jährige Grabatin leitet die Hochschule seit 2006. Als Professor am Friedberger Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen lehrte er zuvor Rechnungswesen und Controlling. Der Diplom-Wirtschaftsingenieur kam 1994 an die Hochschule und hat vor seinem Präsidentenamt als Mitglied des Fachbereichsrats und als Dekan Erfahrungen in der Selbstverwaltung gesammelt.
In seiner Bewerbungsrede hatte Grabatin eine positive Bilanz seiner ersten Amtszeit gezogen. Die Zahlen der Studierenden und der Beschäftigten seien seit 2006 jeweils um 30 Prozent gestiegen. Auch die Fläche, die der Hochschule zur Verfügung stehe, habe mit dieser Entwicklung schrittgehalten. Das Budget sei um 40 Prozent gewachsen, so dass die Unterfinanzierung in den vergangenen Jahren habe abgemildert werden können.
Auch in Zukunft, so der Präsident, bleibe die Lehre Kernaufgabe der Hochschule. An erster Stelle stehe die Sicherstellung einer qualitätvollen akademischen Ausbildung angesichts steigender Studierendenzahlen. Die THM müsse neben den Bachelorstudiengängen verstärkt Masterprogramme anbieten, und es gelte, gemeinsam mit den beiden mittelhessischen Universitäten institutionalisierte Promotionsmöglichkeiten für TH-Absolventen zu schaffen.
Eine übergeordnete Aufgabe sei die noch engere Vernetzung innerhalb der Region. Dazu müssten das Weiterbildungsprogramm ausgebaut und neue Zielgruppen erschlossen werden. Als weiteres Ziel nannte Grabatin die Stärkung der angewandten Forschung an seiner Hochschule. Die TH wolle mehr großvolumige Drittmittelprojekte akquirieren und neue Forschungsschwerpunkte aufbauen.
Günther Grabatin versprach, bei der Weiterentwicklung der Hochschule auch in Zukunft die Hochschulmitglieder einzubinden und bei grundlegenden Entscheidungen einen breiten Konsens zu suchen.


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