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Naturwissenschaft und Spiritualität

Dokumentarfilmer Rüdiger Sünner (links) während der Podiumsdiskussion im Gespräch mit Prof. Michael Guckert„Das kreative Universum – Naturwissenschaft und Spiritualität im Dialog“ lautet der Titel eines Films, den die Technische Hochschule Mittelhessen im Rahmen ihrer Kulturfilmreihe in Friedberg zeigte.

Filmemacher Rüdiger Sünner (Berlin) thematisiert in seinem Werk das problematische Verhältnis zwischen der naturwissenschaftlichen Welterklärung und Weltbildern, die durch Religion, Esoterik und Mystik geprägt sind. Er fragt: „Leben wir in einer Art kultureller Schizophrenie, wo man sich öffentlich zur Evolutionstheorie bekennt, aber privat doch lieber an Engel, Schamanen, Götter und Geister glaubt?“

In Zeiten, so Sünner, in denen die Wissenschaft immer mehr Phänomene erklären kann, folgten immer mehr Menschen spirituellen Weltbildern und suchten dort nach Antworten auf Fragen nach dem Sinn der Welt und des Lebens. Wissenschaftler wie der Physiker Hans-Peter Dürr oder der Biologe Stuart Kauffmann kommen im Film „Das kreative Universum“ zu Wort und erklären ihren Begriff der Spiritualität und wie er zu ihrem Denken und Handeln als Wissenschaftler passt. Wissenschaftliche Erkenntnisse müssten überhaupt nicht im Gegensatz zur Spiritualität stehen, so der langjährige Direktor der vatikanischen Sternwarte George Coyne.

In einer Podiumsdiskussion im vollbesetzten Audimax erläuterte Dokumentarfilmer Rüdiger Sünner anschließend seine Ideen und berichtete über die Entstehung des Films. „Die Antworten der Wissenschaftler regen zum Weiterdenken an und können damit einen Weg zu einer neuen Sicht auf die Welt zeigen“, resümierte Moderator Prof. Dr. Michael Guckert.

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