Studiengang Maschinenbau Bachelor
Die Technik, die uns heute umgibt, ist im Wesentlichen von Maschinenbauingenieuren gemacht. So vielschichtig wie diese Technik ist, sind auch die Einsatzmöglichkeiten von Nachwuchsingenieuren dieser Fachrichtung. Zudem besteht selbst in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein kontinuierlicher Mangel an Maschinenbauingenieuren. So schreibt der VDI auch während der Wirtschaftskrise in seinem „Ingenieurmonitor 09/10“: „Sowohl regionale als auch berufsgruppenspezifische Betrachtungen zeigen, dass Ingenieure – gerade im Maschinenbau – nach wie vor gesucht werden.“ und „Wir können davon ausgehen, dass in Zukunft wieder vermehrt Ingenieure gesucht werden“.
Nicht nur im mittelhessischen Raum treffen unsere Absolventen auf viele Unternehmen, die im Bereich des Maschinen- und Anlagenbaus, der Automobilindustrie, der Automatisierungstechnik als auch in der Werkstoffherstellung und –verarbeitung tätig sind. In den meisten dieser Unternehmen wird nicht nur produziert und verkauft, sondern auch geforscht und entwickelt.Das Studium des Maschinenbaus an der Fachhochschule in Friedberg mit seiner über 100-jährigen Tradition bereitet gezielt auf diese Vielfalt der möglichen Berufsausrichtungen vor.
Das Wissen wird in kleinen Gruppen durch seminaristische Vorlesungen, Übungen und Praktika sowie durch Werksbesichtigungen auf Exkursionen und in individuell betreuten Projekten und Abschlussarbeiten vermittelt.
Zudem werden mit den Vertiefungsrichtungen
- Konstruktion und Leichtbau
- Energie- und Antriebstechnik sowie
- Material- und Fertigungstechnik
Die erste Phase des Studiums (1. bis 3. Semester):
Zunächst steht ein solides Grundlagenwissen im Vordergrund, welches die Basis für eine den Neigungen entsprechende Vertiefung darstellt. Zu den Grundlagenfächern gehören Mathematik, Naturwissenschaften wie Physik und Chemie, Technische Mechanik, Thermodynamik, Material- und Fertigungstechnologie, Elektrotechnik und Informatik, sowie die Fächer Maschinenelemente und Konstruktionslehre/CAD. Diese technisch orientierten Grundlagen werden durch Vorlesungen zu Themen der Volkswirtschafts- und Rechtslehre ergänzt.
An der Fachhochschule in Friedberg legen wir auch viel Wert auf die Förderung sozialer Kompetenzen. Schon im ersten Semester wird die Gruppenarbeit als Methode eingeführt. Ziel studentischen Arbeitsgruppen ist unter anderem die Entwicklung der Kommunikations- und Teamfähigkeiten.
Die Vertiefungs-Phase (4. bis 6. Semester):
In den drei anschließenden Semestern werden die erlernten Grundkenntnisse anwendungsbezogen erweitert und vertieft. Je nach gewählter Vertiefungsrichtung sind abgestimmte Fächerkombinationen vorgesehen, die durch Auswahl von so genannten Wahlmodulen nach individuellen Interessen ergänzt werden können. Typische Fächer aus den jeweiligen Schwerpunkten sind z.B.:
- Konstruktion und Leichtbau: Leichtbau, Finite-Elemete-Berechnung, Betriebsfestigkeit, Konstruktionsmethodik, Maschinendynamik
- Energie- und Antriebstechnik: Verbrennungsmotoren, Strömungsmaschinen, Energie- und Wärmetechnik, Automobiltechnik, Elektromotorische Antriebe
- Material- und Fertigungstechnik: Metallkunde, Metallographie, Keramische Werkstoffe, Schadenskunde und Betriebsfestigkeit, Oberflächentechnik
Zudem werden weiterführende Kenntnisse aus dem Bereich der Betriebswirtschaft und der industriellen Kostenrechnung vermittelt sowie der Ausbau der im internationalen Umfeld immer wichtigeren Sprachkenntnisse gefördert, speziell im technischen Englisch.
Typische Wahlfächer sind z.B.: Qualitätsmanagement, Präsentation und Kommunikation, Hydraulik, Pneumatik und Getriebetechnik.
In allen drei Vertiefungsrichtungen wird sehr viel Wert auf die Praxisorientierung der Ausbildung durch eine Vielzahl unterschiedlicher Laborübungen und –praktika, das Anfertigen einer Projektarbeit sowie Exkursionen zu namhaften Industrieunternehmen gelegt.
Das Abschluss-Semester (7. Semester):
Das siebte Semester dient ausschließlich der Umsetzung der bisherigen Fähigkeiten im Rahmen einer 14-wöchigen Praxisphase in der Industrie sowie der Anfertigung der abschließenden Bachelorarbeit.
Die Industriepraxis gibt den Studierenden die Möglichkeit einen späteren Einsatzbereich durch eigene Tätigkeiten kennen zu lernen und unter Betreuung durch die Hochschuldozenten die erlernten Fähigkeiten umzusetzen. In der Abschlussarbeit, die auch in der Industrie oder in unseren oft in Forschungs- und Entwicklungsprojekten eingebundenen Hochschullaboren absolviert werden kann, stellen sie dann ihre Kompetenzen nochmals ganzheitlich unter Beweis.
Der Abschlussgrad ist der „Bachelor of Engineering, Maschinenbau“, der nochmals deutlich den anwendungsbezogenen Charakter unseres Studienganges unterstreicht.



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