THM

Studiengang Physikalische Technik

Das Berufsbild von Ingenieurinnen und Ingenieuren für Physikalische Technik ist geprägt durch die Brückenfunktion, die sie zwischen physikalischer Forschung und technischer Entwicklung und Anwendung ausüben.
Durch die sehr breite fächerübergreifende naturwissenschaftlich-technische Ausbildung sind sie flexibel und universell einsetzbare Generalisten unter allen Ingenieurinnen und Ingenieuren.
Aufgrund dieser interdisziplinären Ausbildung finden Physik-Ingenieurinnen und -Ingenieure ihren beruflichen Einsatz überall dort, wo Spezialisten sich schwer tun.

Das breite Spektrum der Arbeitsfelder umfasst:
  • Auslegung, Berechnung, Konstruktion und Inbetriebnahme von physikalisch-technischen Geräten
  • Entwicklung neuer Mess-, Prüf- und FertigungsverfahrenAnalyse und Simulation von technischen Systemen mit Hilfe mathematischer Modelle
  • Durchführung von physikalischen Experimenten in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen
  • Überwachung und Prüfung von Teil- und Fertigprodukten in der Industrie (Qualitätskontrolle)
  • Vertrieb und Kundenberatung
  • rechnergestützte Auswertung und Analyse von Messergebnissen
  • Umsetzung von physikalischen Forschungsergebnissen in die betriebliche und industrielle Praxis.

Im Studium der Physikalischen Technik in Friedberg gibt es die beiden Studienschwerpunkte "Lasertechnik" und "Materialwissenschaft", die den Studierenden eine Vertiefung in zukunftsweisende Schlüsseltechnologien ermöglicht.

Die Lasertechnik, die heute schon einen erheblichen Anteil in der Konsumelektronik ausmacht (z.B. bei CD-Playern), findet eine Vielzahl industrieller Anwendungen u.a. in der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung und in der Qualitätskontrolle, im hochpräzisen berührungslosen Messen mechanischer Größen, in der Umweltanalytik, der Verfahrenstechnik, der Kommunikationstechnik sowie der Materialbearbeitung. Hierzu gehört z.B. die qualitative Prüfung von Flugzeugspoilern in der Produktion ebenso wie die Verformungs- und Schwingungsanalyse belasteter Bauteile, die Messung von Strömungen und Immissionen, die optische Speicherung, Verwertung und Übertragung von Daten, das Veredeln von Oberflächen sowie das Schneiden, Löten oder Schweißen unterschiedlichster Materialien.

Der Name des Studienschwerpunktes Materialwissenschaft ist aus dem neuen Forschungsgebiet "Material Science" im angelsächsischen Sprachraum entstanden. Zunächst dem Maschinenbau unter dem Namen Werkstoffkunde als Ingenieurfach oder der Festkörperphysik und -chemie als angewandte Spezialisierung zugeordnet, hat sich die Materialwissenschaft auch in Deutschland als eigenes Fachgebiet etabliert.

In der industriellen Anwendung wird heute eine große Anzahl verschiedener Materialien (z.B. auch Gase und Flüssigkeiten) eingesetzt, die jeweils definierte Eigenschaften aufweisen und z.B. als Hochleistungswerkstoffe für ihren Verwendungszweck optimiert wurden. Da die Bereiche Verkehrstechnik, Energietechnik, Informationstechnik, Umwelttechnik, Recycling, Medizin- und Biotechnik sowie die Freizeitindustrie neue oder weiterentwickelte Materialien fordern, die nur mit entsprechenden Spezialkenntnissen hergestellt und sinnvoll eingesetzt werden können, ist die Palette der Arbeitsfelder sehr vielfältig. Eine sich rasch weiterentwickelnde Industriegesellschaft braucht tendenziell mehr Ingenieurinnen und Ingenieure. Gerade die Physik hat besonders viele innovative Technologien geprägt. Bei einer solchen Ausgangslage kann man erwarten, dass Physik-Ingenieurinnen und -Ingenieure auch zukünftig immer interessante Betätigungsfelder finden werden.
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