Medieninformatik

  • StudienmodellBachelor
  • StudienbeginnWintersemester
  • Regelstudienzeit6 Semester
  • ZulassungsmodusZulassungsfrei
  • StudienortFriedberg
  • Kosten/BesonderheitenSemesterbeitrag

Faszination interaktiver Welten: Medienproduktion, Web & Mobile, Programmierung

Ein Musikvideo, ein Werbeclip, in dem reale und virtuelle Welt verschmelzen, eine Smartphone-App, eine komplexe Webanwendung – all dies sind Beispiele für die Erzeugnisse der Medieninformatik. Was sind die Gemeinsamkeiten? An der Oberfläche sehen sie idealerweise elegant, makellos, bunt, ansprechend, interessant und unkompliziert aus. Hinter den Kulissen befindet sich aber oft die modernste und durchaus komplizierte Technik der Informatik. Dies charakterisiert die Medieninformatik – eine Verbindung von "Technik" und "Oberfläche", von Informatik und Medien.
Denn nur auf der Basis von modernster Computertechnik ist es möglich, Daten, Texte, Bilder und Sprache in digitaler Form aufzubereiten, zu übertragen und zu verarbeiten.

Absolventen/-innen der Medieninformatik sind Informatiker/-innen mit einer klaren Spezialisierung auf Anwendungen im weiten Feld der Medien. Dabei geht es sowohl um die Oberfläche – also um Aspekte wie Design und die ergonomische Gestaltung von Benutzerschnittstellen – als auch um die Technik hinter den Kulissen, durch die die Anwendungen der Medieninformatik überhaupt erst zum Leben erweckt werden. Solide technische Grundlagenkenntnisse wie zum Beispiel das Programmieren sind also wesentlicher Bestandteil des Studiengangs.

Studienziel

Medienproduktion – ohne Computer nicht denkbar

Keine Medienproduktion kommt heute ohne den Einsatz von Computern und der dazugehörigen Software aus. Die von technischen Geräten aufgenommenen Rohdaten etwa Sound- oder Videofiles müssen nachbereitet und auf die entsprechenden Abspiel- oder Sendemedien angepasst werden. Werbeclips, Computerspiele oder Spielfilme enthalten meistens aufwändige 2D- oder 3D-Animationen, die mit Hilfe spezieller Programme erstellt werden.

Web- und mobile Anwendungen – aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken

Webanwendungen sind allgegenwärtig. Ob es nun nur der kurze Blick auf den Wetterbericht ist oder das Verfolgen der Neuigkeiten in Social Networks bis hin zum gemeinsamen Arbeiten an Dokumenten über das Internet, wir erledigen heutzutage viele Dinge des privaten und beruflichen Alltags mit Hilfe von Webanwendungen. Diese zu entwerfen und zu entwickeln erfordert vielfältige Kenntnisse aus Bereichen wie Design, Programmierung, Datenbanken, Marketing, Internet-Sicherheit und Projektmanagement. Ein weiterer Aspekt, den man in der heutigen Zeit nicht mehr vernachlässigen darf, ist die Tatsache, dass die klassischen Webanwendungen für den herkömmlichen Desktop-Rechner nach und nach durch mobile Varianten – sogenannte Apps – für Smartphones und Tablet-PCs abgelöst oder ergänzt werden. Bei der Entwicklung solcher Apps muss man die speziellen Bedürfnisse der mobilen Nutzer kennen und beachten.

Die Praxis – Kommunikation zwischen Mensch und Maschine

Medieninformatiker/-innen sind das Bindeglied zwischen Mensch und Maschine. Was bedeutet das in der Praxis? Meistens erfolgt jede Art von Medienproduktion und Anwendungsentwicklung in einem Team. Ein einfaches Team besteht meistens aus Konzept-Designern, Grafikern und Technikern. Die Konzepter haben Vorstellungen von Design und Kundenwünschen. Die Grafiker sind Zeichner oder Gestalter. Beide Gruppen benötigen allerdings jemanden, der ihre Arbeit erst möglich macht. Hier sind Medieninformatiker/-innen gefragt. Sie leisten die nötigen (programmier-) technischen Arbeiten, bauen Tools, passen Programme an oder binden die Arbeiten der anderen in die Technik so ein, dass sie für den Endverbraucher nutzbar sind. Diese Arbeit ist sehr kreativ, denn es geht darum, für die Wünsche der anderen eine perfekte technische Lösung zu finden.

Perspektiven

Die Medienindustrie stellt die meisten Arbeitsplätze für Medieninformatiker/-innen. Möglichkeiten bieten etwa TV- und Rundfunk, Werbeindustrie, Web-Agenturen, Computerspielentwicklung oder der sich immer weiter entwickelnde E-Learning-Sektor. Auch können die erlernten Kenntnisse in einem Masterstudiengang vertieft werden oder in der Forschung und Lehre zum Einsatz kommen.

Absolventen/-innen sind Informatiker/-innen mit einem medientechnischen Hintergrund. Sie kennen sich hervorragend mit (programmier-)technischen Lösungen im Mediensektor aus.

Jede Medienproduktion und jede Entwicklung einer interaktiven Anwendung bietet Möglichkeiten für Medieninformatiker/-innen. Deshalb skizzieren die folgenden Beispiele mögliche Berufe. Auch kann davon ausgegangen werden, dass sich das eigene Berufsbild während des Studiums noch einmal durch die angebotenen Module und praktischen Phasen verschiebt. Häufig ändert sich das eigene Aufgabengebiet zudem während des Berufslebens.

Web-AgenturenBerufsfelder Collage Flyer

Bei der globalen Vernetzung durch das Internet arbeiten Medieninformatiker/-innen an den entscheidenden Schnittstellen; planen, aktualisieren und warten Kommunikations- und Informationsplattformen für das Web 2.0. Hierbei rücken mobile Plattformen immer mehr in den Vordergrund, so dass die Nachfrage nach App-Entwicklern für Smartphones stark steigt.

Medienagenturen

Je nach Schwerpunkt und Auftraggeber ist das Spektrum der Erzeugnisse einer Medienagentur sehr groß. Medieninformatiker/-innen können bei allen Phasen solcher Medienproduktionen entscheidende Beiträge leisten. Sie bereiten Audio- und Videomaterial auf oder programmieren 3D-Animationen und erstellen Illustrationsgrafiken.

Aus- und Weiterbildung

Aus- und Weiterbildung wird immer stärker durch elektronische Medien unterstützt. Medieninformatiker/-innen schaffen dabei die elektronische Basis für ein lebenslanges Lernen, entwickeln E-Learning-Systeme, erarbeiten Strukturen für Datenbanken zur Speicherung und Indizierung des ständig wachsenden Wissens.

Weitere Möglichkeiten

Eine breite Ausbildung macht Medieninformatiker/-innen branchenunabhängig einsetzbar. So finden sie ihren Arbeitsplatz auch in der Computerspieleindustrie, bei TV-Sendern und Rundfunkanstalten oder auch in größeren IT-Unternehmen.

Viele Absolventen/-innen nutzen das im Studium angesammelte Wissen auch, um sich mit einem eigenen Unternehmen selbstständig zu machen, sei es als Web- oder Softwareentwickler oder im Bereich IT-Services oder IT-Consulting.

Nicht wenige Absolventen/-innen bleiben darüber hinaus an der Hochschule, vertiefen in einem Masterstudium ihre Kenntnisse und Fertigkeiten, promovieren vielleicht und/oder gehen in die Forschung und Lehre.

Studienaufbau

Zu Beginn des Studiums stehen Grundlagen der Informatik und (Web-)Programmierung. Hinzu kommen mathematisch- naturwissenschaftliche Grund- und Fortgeschrittenenkenntnisse. Medientechnisches Wissen und Mediendesign runden das Studium ab. Ab dem 4. Semester nehmen Wahlpflichtmodule mehr Raum ein, in denen man sich zunehmend spezialisieren kann. Übergreifende Schlüsselkompetenzen werden aus den wirtschaftlichen und rechtlichen Bereichen angeboten.

Die Medieninformatik ist schnellen Innovationszyklen unterworfen. Um erfolgreich ins Berufsleben einsteigen zu können und um erfolgreich zu bleiben, benötigt man beides: aktuelles, praxisrelevantes Anwendungswissen und solide Grundlagen aus einem großen Bereich von der Medienpsychologie bis zur Physik. Das breite fachliche Grundlagenwissen ermöglicht es den Absolventen/-innen, sich schnell an neue technische Entwicklungen anzupassen und sich im Beruf immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen.

Demzufolge wird im Studiengang auch auf beides Wert gelegt:

Anwendungswissen und GrundlagenStudieninhalte Collage Flyer

Das Anwendungswissen konzentriert sich auf die Schwerpunkte:

  • Web- und mobile Anwendungen
  • Grafische Anwendungen und Animation
  • Audio- und Video

Grundlagen werden vermittelt in den folgenden Bereichen:

  • Informatik, insbesondere Softwareentwicklung
  • Mathematik, Physik und Signalverarbeitung
  • Medienpsychologie und Gestaltung

Hinzu kommen fächerübergreifende Fertigkeiten:

  • Rechtliche Grundlagen
  • Projektplanung
  • Kommunikation
  • Wirtschaftliche Schlüsselkompetenzen
  • Englisch

Viele Vorlesungen werden durch Übungen oder Praktika ergänzt. In Laboren mit der passenden technischen Ausstattung finden die Studierenden moderne Soft- und Hardware-Werkzeuge, die sie für Übungen, Praktika, Projekte und Abschlussarbeiten intensiv nutzen. Anhand einer Praxisphase, die typischerweise in einem Unternehmen in der Region absolviert wird, sammeln sie weitere praktische Erfahrungen. Durch die Bachelorarbeit, die auf die Praxisphase aufbauen kann, wird das Studium abgeschlossen.

Es sind insgesamt 180 Creditpoints zu erwerben.

Das detaillierte Studienprogramm entnehmen Sie bitte dem Studiengangsflyer und dem Modulhandbuch.

 

Formalia

Studienmodell

Grundständiges Studium mit erstem berufsqualifizierenden Abschluss.
Bachelor, Vollzeitstudium

Abschlussgrad

Das Studium schließt mit dem akademischen Grad Bachelor of Science (B. Sc.) ab.

Regelstudienzeit

Die Regelstudienzeit beträgt 6 Semester.

Studienort

Der Studiengang wird am Campus Friedberg angeboten.

Kosten

Semesterbeitrag (ggf. zuzüglich Studiengebühren bei Auslandssemester).

Akkreditierung

ASIIN Düsseldorf am 24.06.2005 (Erstakkreditierung)  tooltip

Hinweis

Der Studiengang wird gemeinsam von den Fachbereichen Informationstechnik-Elektrotechnik-Mechatronik (11 IEM), Mathematik, Naturwissenschaften und Datenverarbeitung (13 MND) und Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik (06 MNI) angeboten.

Aufbauender Masterstudiengang

Nach dem Bachelor kann der Master-Abschluss im Studiengang Medieninformatik erworben werden.