Energiesysteme

  • StudienmodellBachelor
  • StudienbeginnWinter- und Sommersemester
  • Regelstudienzeit7 Semester
  • ZulassungsmodusZulassungsfrei
  • StudienortGießen
  • Kosten/BesonderheitenSemesterbeitrag

Die nachhaltige Versorgung mit Wärme, Elektrizität und Kraftstoffen sowie die effiziente Anwendung von Energie beim Endanwender sind globale Schlüsselthemen dieses Jahrhunderts. Die Energiebranche steht weltweit vor der Herausforderung den Energiebedarf zu verringern, regenerative Energiequellen weiter zu erschließen und in der Übergangszeit erneuerbare und fossile Energiequellen intelligent zu kombinieren. Daher verzeichnet die Energiebranche einen steigenden Bedarf an fundiert ausgebildeten Ingenieurinnen und Ingenieuren der Energietechnik. Der Studiengang Energiesysteme bietet eine zukunftsorientierte Qualifikation, die es ermöglicht, Entwicklungs-, Planungs- und Führungsaufgaben in unterschiedlichsten Unternehmen der Energie- und Wärmetechnik zu übernehmen.

Studienziel

Der Studiengang Energiesysteme bietet ein grundständiges berufsqualifizierendes Bachelorstudium. Der interdisziplinär ausgerichtete Studiengang schließt mit dem akademischen Grad Bachelor of Engineering ab. Die Regelstudienzeit beträgt 7 Semester in denen 210 Creditpoints zu erwerben sind.

Der Studiengang Energiesysteme versetzt Absolventinnen und Absolventen in der Lage, ingenieurwissenschaftliche Aufgaben und Problemstellungen im Bereich der Energieversorgung zu erkennen und wissenschaftlich-methodisch zu lösen. Als Ingenieurinnen und Ingenieure tragen sie zukünftig die Verantwortung für die Entwicklung von nachhaltigen technischen Konzepten der Bereitstellung, Verteilung und Anwendung von Energie. Als Fachleute mischen sie sich in die gesellschaftliche Diskussion über die Zukunft der Energieversorgung ein und entwickeln tragfähige Lösungen.

Der Studiengang Energiesysteme bietet ein breit gefächertes Spektrum von ingenieur- und naturwissenschaftlichen Grundlagenfächern mit maschinenbaulichem Schwerpunkt. Ab dem vierten Semester beginnt die fachliche Vertiefung in einer der beiden Schwerpunktrichtungen Energiesystemtechnik oder Gebäudesystemtechnik. Beide Studienschwerpunkte sind anwendungsorientiert und interdisziplinär zwischen verschiedenen klassischen Ingenieurdisziplinen (Maschinenbau, Elektrotechnik, Verfahrenstechnik, Bauwesen) ausgerichtet.

Eine praxisnahe und berufsqualifizierende Ausbildung liegt als wesentliches Merkmal dem gesamten Studienprogramm zugrunde. Die Berufsfeldorientierung des Studiengangs wird z.B. unterstützt durch

  • Berufsfeldorientierte Prüfungsformen: Durchführung von Projektarbeiten in Teamarbeit, Abfassung von Projektberichten, Präsentationen/Vorträge, Kolloquien
  • Vielzahl an Laborpraktika und Exkursionen
  • Kooperationen der Institute des Fachbereichsmit Unternehmen in Forschungsprojekten
  • Möglichkeiten der studentischen Mitarbeit in den Projekten der Institute des Fachbereichs
  • Berufspraktische Phase in einem Unternehmen
  • ƒErstellung der Bachelorthesis in einem Unternehmen

Perspektiven

Ingenieurinnen und Ingenieure der Energietechnik werden heute und in der Zukunft regional und weltweit benötigt. Aufgrund schwindender Reserven fossiler Energieträger und dem Übergang zu erneuerbaren Energiequellen verzeichnet die Energiebranche einen steigenden Bedarf an fundiert ausgebildeten Ingenieurinnen und Ingenieuren der Energietechnik. Der Bachelor-Studiengang Energiesysteme trifft somit nicht nur bei Vertretern der Hochschule und Studierenden, sondern auch bei Branchenvertretern mit dem angebotenen Ausbildungsprofil auf große Zustimmung. Da die gesamte Versorgungskette bis hin zur Energieanwendung beim Endverbraucher behandelt wird, ist der berufliche Einsatzbereich für Absolventinnen und Absolventen sehr breit.

Beispielsweise planen sie effiziente Anlagensysteme für die Energie- und Medienversorgung, analysieren komplexe Anlagensysteme, entwickeln spezielle Komponenten energietechnischer Anlagen, begleiten den Bau, die Inbetriebnahme und den technischer Betrieb von Anlagen der Energie- und Medienversorgung oder arbeiten im Produktmanagement und Vertrieb von technisch anspruchsvollen Produkten der Energie- und Wärmetechnik.

Absolventinnen und Absolventen mit der Gesamtnote gut oder besser steht u.a. die Möglichkeit offen, das Masterstudium Maschinenbau und Energiesysteme, Studienschwerpunkt Energiesysteme am Fachbereich 03 ME anzuschließen.

Für welche konkreten Berufsfelder qualifiziert der Bachelorstudiengang Energiesysteme?

  • Planung von Anlagen und Anlagensystemen für Energie- und Medienversorgung
  • Planung von komplexen Systemen der Energie- und Stoffwandlung
  • Analyse von bestehenden Anlagensystemen, Energiemonitoring und „Troubleshooting“
  • Entwicklung von Komponenten energietechnischer Anlagen
  • Bau, Inbetriebnahme und technischer Betrieb von Anlagen der Energie- und Medienversorgung
  • Produktmanagement von technisch anspruchsvollen Produkten oder Dienstleistungen der Energie- und Wärmetechnik
  • Vertrieb von technisch anspruchsvollen Produkten der Energie- und Wärmetechnik
  • Schulungsaufgaben bei Herstellern von anspruchsvollen Komponenten und Systemlösungen der Energie- und Wärmetechnik
  • Teamführung und Managementaufgaben in unten genannten Branchen

In welchen Branchen arbeiten Absolventinnen und Absolventen der Energiesysteme typischerweise?

  • Unternehmen im Bereich Maschinen- und Anlagenbau
  • Abteilungen der technischen Infrastruktur in großen Industrie- oder Gewerbebetrieben
  • Betreiber von Energiewandlungsanlagen (Kraftwerke, Heizwerke, EE-Anlagen)
  • Kommunale und überregionale Versorgungunternehmen (Gas, Wasser, Fernwärme, Elektrizität)
  • Hersteller von Komponenten und Systemlösungen der Energie- und Wärmetechnik
  • Energiedienstleister
  • Ingenieurdienstleister (Berechnung, Simulation, Anlagenplanung)
  • Behörden (TÜV, technische Beschaffung)

Studienaufbau

Der Studiengang Energiesysteme baut auf einem breit gefächerten Spektrum von ingenieur- und naturwissenschaftlichen Grundlagenfächern mit maschinenbaulichem Schwerpunkt auf.

In den höheren Semestern bietet er die Möglichkeit sich in einer von den beiden Schwerpunktrichtungen Energiesystemtechnik oder Gebäudesystemtechnik fachlich zu vertiefen. Beide Studienschwerpunkte sind anwendungsorientiert und interdisziplinär zwischen verschiedenen klassischen Ingenieurdisziplinen (Maschinenbau, Elektrotechnik, Verfahrenstechnik, Bauwesen) ausgerichtet.

Diagramm Energiesysteme

Die Studienschwerpunktrichtungen Energiesystemtechnik und Gebäudesystemtechnik behandeln die Versorgung unterschiedlicher Anwendungsfelder mit Energie. Daher gibt es einerseits Module, die sich in beiden Schwerpunkten finden (wie z.B. Wärmeübertragung, Brennstofftechnik, Kältetechnik, Regenerative Energiesysteme) und andererseits vertiefende Module, die auf das gewählte Anwendungsfeld zugeschnitten sind. Hierzu gehören im Studienschwerpunkt Gebäudesystemtechnik Module wie Heiz- und Klimatechnik oder die Gebäudeautomation oder im Studienschwerpunkt Energiesystemtechnik Module wie Kraftwerkstechnik, Kolbenmaschinen oder Thermische Stofftrennung.

Da die Module hin zu der fachlichen Schwerpunktsetzung aufeinander aufbauen, wird das erworbene Wissen immer wieder aufgegriffen, auf neue Fragestellungen angewandt und dabei erweitert.

Das Angebot des Studiengangs wird darüber hinaus durch einen abwechslungsreichen Wahlpflichtbereich ergänzt. Neben fachbezogenen Veranstaltungen werden ebenfalls fächerübergreifende Soft Skills (Teamfähigkeit, soziale Kompetenz, etc.) vermittelt, die im Berufsalltag verstärkt verlangt werden. Durch die Wahl entsprechender Themenstellungen für Projektarbeiten, in der Praxisphase und für die Bachelor-Thesis können sich Studierende innerhalb der Studienschwerpunktrichtungen weiter spezialisieren.

Auf diesem Weg deckt der Studiengang alle wesentlichen Themenbereiche der modernen Energietechnik ab und ermöglicht Ihnen zugleich eine individuelle Gestaltung des Studienablaufs unter Berücksichtigung persönlichen Interessen und Zielsetzungen.

Berufspraktische Phase

Nach dem Besuch aller Lehrveranstaltungen schließt sich in der Regel im 7. Semester eine dreimonatige sogenannte Berufspraktische Phase an. In dieser Zeit haben die fast fertigen Ingenieurinnen und Ingenieure die Möglichkeit selbstständig ein Thema nach technisch-wissenschaftlichen Gesichtspunkten in einem betrieblichen Umfeld zu bearbeiten und ihr im Studium erworbenes Wissen in der Praxis anzuwenden. Wir am Fachbereich ME stehen bei der Auswahl sowie bei der Vermittlung geeigneter Praxisstellen jederzeit unterstützend zur Seite.

Während dieser berufspraktischen Phase gewinnen sie wertvolle Einblicke in die organisatorischen Strukturen, die praktische Projektabwicklung und die betriebswirtschaftlichen Abläufe Ihres zukünftigen Berufsfeldes und werden auf die Anforderungen der Bachelorarbeit vorbereitet. Häufig ergibt sich im Rahmen ihres Praktikums auch die Option eine Bachelorarbeit im Unternehmen anzuschließen und somit auch eine gute Möglichkeit auf diesem Wege den ersten Arbeitgeber zu finden.

Das detaillierte Studienprogramm entnehmen Sie bitte dem Studiengangsflyer und dem Modulhandbuch. Der THM Organizer bietet Ihnen direkten Zugriff auf die Stundenpläne des aktuellen Semesters.

Schwerpunkte / Wahlmöglichkeiten

Der Studiengang Energiesysteme ermöglicht die Vertiefung in zwei Studienschwerpunkten.

Energiesystemtechnik

Der Studienschwerpunkt Energiesystemtechnik vermittelt die Kompetenzen technische Energiesysteme als Ganzes zu begreifen, diese zu planen und zu betreiben. Die Energiesystemtechnik konzentriert sich dabei auf Technologien und Verfahren für die Energieversorgung unterschiedlicher technischer Systeme.

Ein solches System kann eine einzelne Maschine der Energiewandlung (wie ein Blockheizkraftwerk, eine Wärmepumpe oder ein Solarthermisches Kraftwerk) sein, ein einzelner Industrie- oder Gewerbebetrieb oder auch ein Verbund aus den genannten Systemen (z.B. Verbund aus Blockheizkraftwerken und Biomassefeuerungen versorgt ein Gewerbebetrieb mit Wärme, Kälte und Strom).

Die Lösung einer solchen Energieversorgungsaufgabe erfordert es, systemisch zu denken, Synergien zu erschließen und stets die technischen, ökonomischen und ökologischen Aspekte gegeneinander abzuwägen.

Gebäudesystemtechnik

Der Studienschwerpunkt Gebäudesystemtechnik vermittelt die Kompetenzen, Gebäude ganzheitlich in Bezug auf Energie- und Informationsflüsse zu planen, zu analysieren, die Anlagentechnik zu optimieren und ökonomisch wie ökologisch zu bewerten.

Eines der größten energetischen Einsparpotenziale liegt in der Steigerung der Energieeffizienz von Gebäuden. Hier trifft der Wunsch nach geringen laufenden Kosten auf den nach thermischer Behaglichkeit im Wohn- und Arbeitsumfeld.

Das Wohnzimmer soll zur richtigen Zeit angenehm warm sein, das Schlafzimmer schön kühl, die Jalousien sollen sich passend zum Wetter oder zur Uhrzeit bewegen und die Heizung nach Möglichkeit solare Gewinne nutzen, die eingesetzte Heizungstechnik vielleicht auch zugleich Strom liefern. Immobilien aller Art müssen beheizt bzw. klimatisiert und Schadstoffe aus der Raumluft abtransportiert werden. Dabei spielt die richtige Anlagentechnik mit dem Nutzerverhalten und den saisonalen Einflüssen der Umwelt immer zusammen.

Bilder und Videos zum Studiengang

In dieser Videoplaylist können Sie Interviewfilme von Studierenden, Lehrenden und Absolventen des Studiengangs Energiesysteme ansehen.

Eindrücke aus dem Studienalltag im Studiengang Energiesysteme können Sie im Bilderslider sammeln. Wir stellen Ihnen typische Situationen aus Vorlesungen, Laboren und Übungen vor.

ES Studienablauf1
ES Studienablauf2
ES Studienschwerpunktrichtungen1
ES Studienschwerpunktrichtungen2

 

Formalia

Studienmodell

Grundständiges Studium mit erstem berufsqualifizierenden Abschluss.
Bachelor, Vollzeitstudium

Abschlussgrad

Das Studium schließt mit dem akademischen Grad Bachelor of Engineering (B. Eng.) ab.

Regelstudienzeit

Die Regelstudienzeit beträgt 7 Semester.

Studienort

Der Studiengang wird am Campus Gießen angeboten.

Kosten

Semesterbeitrag (ggf. zuzüglich Studiengebühren bei Auslandssemester).

Akkreditierung

AQAS Bonn am 18.05.2010 (Erstakkreditierung)  tooltip

Hinweis

Bis zum Abschluss des 3. Semesters müssen 10 Wochen Grundpraktikum nachgewiesen werden. Es wird empfohlen, das Praktikum vor Aufnahme des Studiums zu absolvieren. Genauere Bedingungen sind in der Praktikumsordnung (siehe Anlage der jeweiligen Prüfungsordnung) festgelegt.

Aufbauender Masterstudiengang

Nach dem Bachelor kann der Master-Abschluss im Studiengang Maschinenbau und Energiesysteme erworben werden.