Wissen was geht!
Premiere in Friedberg: Tag der Hochschule
Mehr als 3000 Besucherinnen und Besucher lockte die TH Mittelhessen am „Tag der Hochschule“ auf ihren Campus nach Friedberg. Unter dem Motto „Wissen was geht!“ warteten Präsentationen, Vorträge, Experimente, Informationsstände und ein ganztägiges Bühnenprogramm auf die Gäste.
„Wir wollen einen Einblick geben, was hinter den TH-Mauern passiert“, erklärte Hochschulpräsident Prof. Dr. Günther Grabatin in seiner Eröffnungsansprache. „Wenn unsere Besucher hinterher ein wenig mehr begreifen, was wir tun und wollen, welche Rolle wir in der Stadt und Region haben oder wenn sie einfach nur Spaß haben und sich durch Experimente verblüffen lassen, dann ist unser Ziel erreicht.“
Auf dem Parkdeck flog der Quadrokopter, ein von den Mechatronikern entwickelter Flugroboter. Das Telekommunikationslabor zeigte, wie man mit einer internetfähigen Kaffemaschine via iPod von Ferne seinen Cappuccino zubereiten kann. Umlagert waren der Streamliner und der Bolide von THM Motorsport, zwei von Studenten entwickelte Rennwagen, die sich schon in internationalen Wettbewerben bewährt haben.
Studieninteressierte informierten sich in halbstündigen Vorträgen über das Programm der TH. Professoren stellten von Architektur bis Wirtschaftsingenieurwesen das komplette Angebot vor. Individuellen Rat gab es an Informationsständen der Fachbereiche oder der Zentralen Studienberatung. Insgesamt zwanzig Stände vom Asta bis zum Weiterbildungszentrum sorgten dafür, dass keine Fragen offen blieben.
Nicht alles hatte unmittelbar mit Studium und Forschung zu tun. Zu einem „Wasserlauf“ konnten die Besucher zum Beispiel beim Stand von „Ingenieure ohne Grenzen“ antreten. Sie mussten dabei einen 20-Liter-Eimer über eine längere Strecke tragen. So wollte der Verein, der sich für die Dritte Welt engagiert, zeigen, welche Mühen mit der Wasserknappheit in vielen Ländern verbunden sind. Auf der Open-Air-Bühne brachte eine Versteigerung, die Prof. Dr. Matthias Willems abwickelte, 400 Euro für ein Entwicklungsprojekt.
Drei Musikgruppen sorgten den ganzen Tag über für Unterhaltung. Das TH-Orchester applied sounds mit Weltmusik, Ruth & Friends mit Jazz, Soul und Discosound und die Big Band des Friedberger Burggymnasiums, die Rock und Pop bot, begeisterten das Publikum.
Gefragt war auch das kulinarische Angebot. Allein 600 verkaufte Bratwürste meldete das Team vom Studentenwerk lange vor Schluss der Veranstaltung. Das Auslandsreferat bot neben Tipps zum Auslandsstudium internationale Spezialitäten, und an der Cocktail-Bar konnten die Besucher sich bei Pina Colada, Caipirinha oder Cuba Libre entspannen.
Friedbergs Bürgermeister Michael Keller sprach von einer rundum gelungenen Veranstaltung. „Wir sehen heute die gesamte Leistungsfähigkeit und Vielfalt der TH. Dass Hochschule und Stadt sich einander öffnen, ist mir seit vielen Jahren ein Anliegen. Der Tag der Hochschule ist ein gutes Beispiel dafür, wie so etwas funktioniert. Und der Besucherandrang zeigt, dass die Friedberger wissen wollen, was an der größten Bildungseinrichtung ihrer Stadt los ist.“
Gießen, 25. Juni 2012
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