mike schwarz

Dr. Mike Schwarz ist ein Ingenieur mit Leib und Seele. Wenn er von Simulatoren und Sensoren erzählt spürt man, dass er ganz in seinem Element ist. Auch seine beruflichen Erfolge sind ein Beleg dafür, dass die Elektrotechnik ihn begeistert. Da ist der Gedanke naheliegend, dass er bestimmt schon als Kind gern technische Experimente gemacht hat und „irgendwas mit Technik machen wollte?“.
„Als Kind wollte ich Archäologe werden,“ ist die überraschende Antwort auf die Frage. „Ich hatte immer ein großes Interesse an meiner Heimat (Frankenberg/Eder - Viermünden). An der Geschichte, der Kultur, an der ganzen Gegend und habe mich intensiv damit beschäftigt,“ erklärt er. Im Laufe der Zeit traf er sich dann auch öfter mit einem Heimatforscher und zusammen brachten sie Chroniken heraus. Irgendwann kam der Zeitpunkt sich um die berufliche Zukunft Gedanken zu machen. „Ich erkannte recht schnell, dass man als Archäologe erstens kaum Chancen hat sich mit diesem Beruf finanziell über Wasser zu halten, und wenn doch, dass man dann zweitens die meiste Zeit am Schreibtisch / Archiven verbringt (nicht wie bei Indiana Jones). Beides waren keine Optionen für mich,“ erzählt Dr. Mike Schwarz.

So folgte nach dem Schulabschluss erst einmal der Zivildienst. Während dieser Zeit überlegt er, wie es weitergehen soll. Schließlich entschied er sich dafür eine Ausbildung zum Fachinformatiker mit Schwerpunkt Systemintegration zu machen. Kaum fertig mit der Ausbildung erfuhr er, dass man mit einem Ingenieurstudium bzw. in der Elektrotechnik bessere Berufschancen hat, also schrieben er und ein Freund sich für ein Studium der Elektrotechnik an der FH Darmstadt ein. Wegen der interessanteren Studienangebote an der THM entschieden sich die Freunde nach dem Grundstudium nach Gießen zu wechseln. „Zum Glück hat Professor Thüringer unsere Scheine aus Darmstadt anerkannt, so dass wir problemlos wechseln konnten,“ erinnert er sich.

Der Spaß an der Elektrotechnik, die Professoren die ihn durch sein Studium begleiteten und die Erfahrungen die er als Jugendlicher gemacht hat, als er Nachhilfeunterricht gab ließen ihn dann sein endgültiges Ziel erkennen. „Mir hat es schon damals Spaß gemacht Wissen zu vermitteln. Da wurde mir relativ schnell klar, dass ich an einer Hochschule lehren möchte,“ erzählt Dr. Mike Schwarz.
Eine Grundvoraussetzung um als Professor an einer Fachhochschule tätig zu sein ist die Berufserfahrung in der freien Wirtschaft. Mit Abschluss eines Masterprogramms in Spanien und seiner anschließenden Promotion im Jahr 2012 zum Dr. Ing. waren die ersten Hürden genommen. Während der folgenden mehrjährigen Anstellung als leitender Ingenieur bei der Robert Bosch GmbH im Halbleiterzentrum in Reutlingen, bei der er z.B. an der Entwicklung patentierter Sensorsysteme beteiligt war brachten ihm all die Erfahrungen die er benötigte um sich an der THM zu bewerben.

Jetzt ist er angekommen. Der Student der neugierig alles Wissen aufsog und der genauso wie seine Kommilitonen einen Spaß daran hatte zu zählen, wie oft ein bestimmter Professor ein bestimmtes Wort während der Vorlesung sagt, ist nun auf der anderen Seite. „Ich freue mich riesig darauf jungen neugierigen Menschen mein Wissen über Embedded Systems und Simulationen zu vermitteln. Ich glaube schon, dass die Erfahrungen die ich hier selber als Student gemacht habe mir jetzt dabei helfen werden,“ sagt. Dr. Mike Schwarz.