
Professor Reinhold Altensen ist geboren in Ulrichstein
und konnte bereits mit 14 Jahren eine Ausbildung
in Gießen beginnen und sein Berufsleben im
Angestelltenverhältnis beendet er auch in Gießen
- an der THM
Es gab eine Lehrzeitverkürzung aber mit 16 Jahren war es immer noch schwer die relativ weite Strecke nach Gießen zu bewältigen. So wurde er zeitweise zum Tramper.
Weiteres zum Lebenslauf
Zur Bundeswehr musste er bis nach Schleswig-Holstein - das ist dann von Mittelhessen aus betrachtet „die große weite Welt“. Professor Altensen sagt selbst, dass ihm die Zeit durchaus gut getan hat und er sportlich fit war.
Als er sich dann für ein Studium beworben hat wurde er von der ZVS (Zentralen Vergabe-Stelle) nach Friedberg geschickt. Dort hatte er allerdings kaum Kontakt zu Kommilitonen, da er als "Pendler" nicht in Friedberg wohnte sondern nach den Vorlesungen wieder nach Hause fuhr.
Stress: Herr Altensen war in der Fachschaft und im Fachbereichs-Rat als studentischer Vertreter. In einem Berufungsverfahren wurde ein Professor mittels Kampfabstimmung durchgesetzt. Allerdings war die Konsequenz für Professor Altensen der Wechsel mit 5 weiteren Kommilitonen nach Gießen, um das Studium dort fortzusetzen. Dort musste man sich zwar auch an den einen oder anderen Professor gewöhnen aber „dort lief es sehr gut“.
Neben dem Studium hat Professor Altensen bereits gearbeitet und 1978 sein Ingenieur-Studium erfolgreich abgeschlossen.
Nach dem Studium heiratete Herr Altensen und arbeitete als Entwicklungsleiter.
Bereits nach einem Jahr wurde er Konstruktionsleiter und führte einige weitreichende Veränderungen durch. So schaffte er 1987 die Zeichenbretter ab, schaffte HP-Rechner an und stellte die Konstruktion auf CAD um – gemeinsam mit der Firma Ordat wurden Softwareanpassungen durchgeführt. 350 m Datenleitung wurde verlegt um die Produktion wurde auf CNC (Computerized Numerical Control) umzustellen. 5 Mitarbeiter konnten nun die Arbeit von bisher 25 Mitarbeitern erledigen.
In den 80er Jahren setzte Herr Altensen ein Weterbildungs-Programm mit der IHK und der Firma Heyligenstaedt für gelernte Spitzendreher im Bereich CNC um.
Zwischenzeitlich stellvertretender Technischer Leiter mit einer 60 Stundenwoche und mit 150 Mitarbeitern und 30 Mio. Jahresumsatz bewarb sich Prof. Altensen bei Henkel (in Traunstein). Aus familiären Gründen bewirbt er sich aber auch an der Fachhochschule in Gießen … und wird genommen: 1989 beginnt er an der FH in Gießen im Fachbereich Energie- und Wärmetechnik die Arbeit.
Das erste halbe Jahr war wie Urlaub nach dem Stress vorher in der Industrie.
Professor Altensen suchte neue Dinge, forschte und entwickelte mit einigen Kollegen. Durch seinen regen Kontakt zu der Industrie und zu anderen Hochschulen und Universitäten war es ihm möglich ca. 150 Studierende bei ihren Abschlussarbeiten zu betreuen. Eine lange Reihe von Veröffentlichungen und Forschungsaktivitäten zeichnen seinen Weg an der THM und runden seine Vita ab.
Neben der engagierten Tätigkeit auch in verschiedenen Hochschulgremien, in denen er sich für die Interessen sowohl der Studierenden als die Weiterentwicklung des Fachbereichs einsetzte, meldete Professor Altensen mehrere Patenten an.
Alumni-Gespräch
Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium an der FH Gießen-Friedberg anzutreten?
Die ZVS (Zentrale Vergabestelle für Studienplätze)
Können Sie sich daran erinnern, als Sie das erste Mal an die Hochschule kamen?
50 Leute, die begrüßt wurden und man beschnupperte sich, wer woher kommt (z.B. für Fahr- und Lerngemeinschaften)
Denke ich an Friedberg, denke ich sofort an...
... die Kaiserstraße
Was war für Sie in dieser Zeit ein unvergessliches Erlebnis?
Nach einer durchzechten Nacht nicht mehr fahrtüchtig …
Was war Ihr Lieblingslokal oder Ihr Lieblingsort in Gießen/Friedberg? Ascort
In Gießen gehörten aber zu den favorisierten Lokalen: Ausweg, Haverkasten und die Zwibbel
Was hat Sie besonders geprägt: Welcher Dozent/Professor, welches Studienangebot?
Professor Messer in Friedberg.
Womit konnte man Sie immer vom Lernen abhalten? - wenig
Was würden Sie studieren, wenn Sie heute noch einmal entscheiden könnten?
Das Gleiche!
Haben Sie ein Lebensmotto und wenn ja verraten Sie uns dieses?
Man wird dann alt, wenn man nichts Neues beginnt
Welchen Tipp haben Sie für Studierende oder Studieninteressierte?
Eine gute Gemeinschaft bilden und leben, Freundschaft pflegen
Was wünschen Sie sich von Ihrer Hochschule bzw. dem Alumni-Management?
Versuchen, die Alumni so zusammen zu fassen vom Startsemester und nicht vom Abschlusssemester. -
Was sind Ihre nächsten Pläne (Beruflich, Reisen, ..…)
Ich bin privat stark gebunden in der Pflege, daher gibt es diesbezüglich keine Pläne.
Anmerkung der Redaktion
Professor Altensen hat sich immer für das Allgemeinwohl eingesetzt und war z.B. über 30 Jahre ehrenamtlich bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv und auch beim VDI ist er seit mehr als 20 Jahren tätig.
Professor Altensen habe ich kennengelernt als einen Menschen der klaren Worte.
Er fordert aber fördert ebenso Studierende und Kollegen.
Es war sehr schön, im Gespräch zu sehen, wie anerkennend Professor Altensen sowohl über die Leistungen seiner Absolventen als auch von den positiven Erfahrungen mit Kollegen sprach.
Der Alumni-Arbeit gegenüber ist Professr Altensen sehr aufgeschlossen und bei Alumni-Treffen an der THM stets bereit, Labor-Führungen durchzuführen. Auch bei der Anfrage eines Alumnus, der seine technische Entwicklung einer fachlichen Überprüfung unterziehen wollte bot sich Professor Altensen als kompetenter Ansprechpartner an. D A N K E
Wir freuen uns schon darauf, ein Alumni-Treffen mit seinen Kommilitonen zu organisieren.