
Volker Richter ist Absolvent des Studiengangs Bauingenieurwesen und lebt und arbeitet mittlerweile "Down under" in Brisbane
Am Online-Meeting nahm auch Katja Däumer vom Fachbereich Bauwesen teil. Die beiden konnten sich direkt über Veränderungen und Aktivitäten des Fachbereichs austauschen.
Lebenslauf
- Ursprünglich Ausbildung zum Buerokaufmann
- Ueber den 2. Bildungsweg das Fachabitur abgeschlossen
- Sommersemester 1990 Studium begonnen und Diplomprüfung war kurz vor Ostern 1995
- Drees & Sommer in Frankfurt
Aus dem konstruktiven Bereich ins Projektmanagement gewechselt. Sehr interessante Projekte (ICE Neubaustrecke Frankfurt – Köln und Fernbahnhof Frankfurt/Flughafen), viele Ueberstunden, gute Verguetung aber auch gute Schulungen, erstklassige Kollegen, starke Arbeitsmoral und Teamgeist (work hard - play hard). - Auf der Suche nach etwas neuem in Australien beworben und bei AECOM begonnen. Dort knapp 5 Jahre im Project Controlling gearbeitet. Anschließend fuer fast 10 Jahre bei Leighton Contractors (damals noch Tochterunternement von Hochtief) im Qualtitaets- und Risk-Management gearbeitet. Seit 9 Jahren beim jetzigen Arbeitgeber "Brisbane City Council" in der Infrastruktur Division as Risk Analyst/Senior Risk Specialist.
Fragenkatalog
Wie kam die Entscheidung nach Australien zu gehen?
Mein Frau ist Australierin. Sie habe ich in Deutschland kennengelernt.Das Ausland hat mich immer gereizt, leider hat das Auslandssemester hat zeitlich nicht mehr ins Studium reingepasst.. 5 Jahre habe ich in Deutschland gearbeitet aber dann haben wir gesagt wir versuchen es mal ein paar Jahre in Australien. Daraus sind nun schon 25 Jahre geworden.
Mein Studium an der FH Gießen-Friedberg in Gießen habe ich begonnen weil …
Ich bin ja eigentlich ein Spaetstarter und Gießen war eine Möglichkeit um ein bisschen selbstaendig zu sein. Es war weit genug weg von Hanau, aber immer noch nah genug um am Wochenende bei Freundin und Freunden zu sein. Hinzu kam, dass ich das Studium im Maerz beginnen konnte. Ich glaube die FH Frankfurt hatte das nicht angeboten.
Als ich das erste Mal an die Hochschule kam …
Das war schon etwas ungewohntes. Ich hatte vom Bauwesen null Ahnung. Das einzige was ich wusste kam vom 8-woechigen Praktikum, das damals die Vorraussetzung war. Ich kannte auch so gut wie niemanden in Gießen.
Denke ich an Gießen, denke ich sofort an...
Giessen hat mich ein bisschen an Hanau erinnert. Ein etwas missglückter Neuaufbau nach dem 2 WK und starke amerikanische Praesenz. Den Rest musste man dann erstmal entdecken.
Ein unvergessliches Erlebnis während der Studienzeit war …
Es war damals Tradition, dass der Abschlussjahrgang Freibier in der FH ausgeschenkt hat. Jeder war eingeladen und die Professoren haben auch mitgemacht. Es war nicht ungewoehnlich, dass man dann mit einem Bier in die Vorlesung gegangen ist – oder man das dann halt mal ausfallen lassen. Auch die Weihnachtsfeiern und das Sommerfest des Fachbereichs waren gut. Auch hier haben die Professoren gerne mitgemacht.
Mein Lieblingslokal / Lieblingsort in Gießen war …
Wir waren Stammkunden im Irish Pub oder in der Zwibbel. Spaetabends dann noch bei der Worscht Anna vorbei. Sonntag’s des oefteren zu den Amerikanern zum Brunch.
Unvergessen bleibt für mich Prof./Dozent …, weil ….) oder Besonders geprägt hat/haben mich Dozent/Professor/Mitarbeiter (oder Studienangebot) …
Professor Hagedorn in Statik war teilweise recht anspruchsvoll. Gut waren auch Wagenknecht (Stahlbau) und Gossla (Stahlbeton- und Massivbau) – darin habe ich dann auch meine Diplomarbeit gemacht.
Vom Lernen konnte man mich sehr gut abhalten mit …
allem moeglichen, z.B. auf dem Weg zur Vorlesung noch mal schell für das Minogolf-Turnier trainieren oder bei schönem Wetter an den See. Im Winter koennte is ja sein das auf der Wasserkuppe Schnee liegt...
Wenn ich heute noch einmal entscheiden könnte würde ich … studieren/oder … werden.
Ich würde Weinbau studieren. Erstens trinke ich gerne Wein und zweitens…..Hatte ich mir damals durchaus überlegt nach Geisenheim zu gehen. Fand ich aber dann doch etwas weltfremd. Bereuen tue ich es aber nicht.
Gerne wiedersehen würde ich …
Wäre schon irgendwie schön, wenn es so etwas wie ein Treffen geben könnte
Als Tipp für Studierende um die Studienzeit optimal zu erleben …
Work hard, play hard
Offen sein fuer Optionen. Bloss weil man sich auf Statik spezialisiert hat, heist nicht dass man damit eine Karriere macht.
Ein Hobby, das mich im Studium weitergebracht hat / sich dort entwickelte ist …
Ich habe damals Cricket gespielt. Dadurch hatte ich sehr viel Uebung mit Englisch. Das hat mir sicher geholfen – sprachlich und auch kulturell
Von meiner Hochschule bzw. dem Alumni-Management wünsche ich mir ..
Da habe ich mir noch keine richtigen Gedanken dazu gemacht. Kann mir aber durchaus vorstellen das ich mich da etwas mehr engagieren kann
Ein besonderes Buch (oder einen Film), das ich empfehlen kann ist …
Jeder der mal nach Australien kommt sollte unbedingt ‘The Castle’ gesehen haben. Als Fan von Kickers Offenbach, kann ich die Offenbach Krimis von Thorsten Fiedler empfehlen.
Haben Sie noch Kontakt mit Ihren Mitstudierenden aus Ihrer Zeit, und wenn ja, wie oft?
Ich habe noch Kontakt mit einem meiner Kommilitonen und mit einem aus meiner WG – auch Student in Giessen aber im FB Wärmetechnik
Haben Sie schon Mal nach Ihrem Abschluss die Hochschule als Gast besucht?
Leider nein, aber was nicht ist kann ja noch werden
Was für eine Veranstaltung sollte vom Alumni-Management organisiert werden?
Als erstes müsste ich mich damit etwas mehr beschaeftigen. Bin gerne bereit da aktiver zuwerden.
Kontakte zu anderen Alumni in Australien wären interessant und vielleicht Online-Aktionen wie eine Panel-Discussion
Anmerkung des Alumni-Managements
Wer sich mit Volker vernetzen möchte findet ihn auch im Alumni-Portal.
Dort ist Volker auch in der Gruppe "INTERNATIONAL".
Auf dem Foto oben ist Volker auf dem "Three Capes Track" in Tasmanien
- Vielleicht wäre das auch ein Ziel für eine Wanderexkursion der THM? ;-)
In 2026 aktivieren wir dann die Regionalgruppe "Down Under" und vielleicht sehen wir uns ja vor Ort.