Tobias Hach studiert aktuell noch Elektrotechnik und Informationstechnik in Gießen, aber er ist uns mit seiner super Projektarbeit "direkt vor die Füße gefahren".

Da wollten wir mehr von ihm erfahren:
Tobias Hach stammt aus Fronhausen in der Nähe von Marburg.
Vorteil des Wohnorts ist dabei, dass er mit der Bahn gut nach Gießen pendeln kann und durch die Nähe zur Hochschule kann er noch seiner ehrenamtlichen Aktivität bei der Freiwilligen Feuerwehr intensiv nachgehen.
Die Studienrichtung war wohl immer schon klar – auch durch die Prägung des Familienbetriebs:
Herr Hach studiert in Gießen Elektrotechnik und Informationstechnik mit Schwerpunkt Elektronik, das Fahrzeug ist das Ergebnis einer Projektarbeit über das Wintersemester hinweg.
Nach der berufspraktischen Phase und Bachelor-Arbeit geht es vermutlich in den elterlichen Betrieb um dort die Fachkenntnisse weiterhin praktisch anzuwenden aber erstmal Studium abschließen und dann schauen.
Alumni-Gespräch
Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium an der THM in Gießen anzutreten?
- Die Nähe zum Wohnort
- Die Fachrichtung
- Die HIT (Hochschul-Informations-Tage)
Können Sie sich daran erinnern, als Sie das erste Mal an die Hochschule kamen?
Die Einführungsveranstaltung war sehr feierlich und schön im großen Rahmen gestaltet. Obwohl alles neu und unbekannt war, fühlte man sich doch willkommen. Die zahlreichen Tipps und Hilfen während der Einführungswoche halfen einem, sich schnell an der THM einzuleben.
Denke ich an Gießen, denke ich sofort an...
An die Fußgängerzone
Was war für Sie in dieser Zeit ein unvergessliches Erlebnis?
Meine Projektarbeit.
Die anfänglichen Entwicklungsschritte des Fahrzeugs konnte noch Zuhause im Garten durchgeführt werden, dann war aber eine „Verlagerung“ in die Innenräume notwendig und beim Transport von drinnen nach draußen ist Hilfe notwendig, nicht nur wegen des Gewichts sondern auch muss das Kettcar seitlich durch die Türen gehoben werden.
Was war/ist Ihr Lieblingslokal oder Ihr Lieblingsort in Gießen?
Chevy
Was hat Sie besonders geprägt: Welcher Dozent/Professor, welches Studienangebot?
Das Modul Transformationen gehalten von Prof. Dr. Klös
Womit konnte man Sie immer vom Lernen abhalten?
Direkt fällt mir da nichts ein, wenn ich lerne, ziehe ich mich eigentlich zurück, so dass man mich nicht stören kann und ich lasse mich dann auch nicht ablenken, bis ich mein Ziel erreicht habe. Höchstens ein Feuerwehreinsatz konnte das Lernen unterbrechen.
Was würden Sie studieren, wenn Sie heute noch einmal entscheiden könnten?
Denselben Studiengang wieder, alternativ Physik
Haben Sie ein Lebensmotto und wenn ja verraten Sie uns dieses?
Allgemein nicht, man kann mich aber immer um Rat fragen und wird nach Möglichkeit auch immer Hilfe bekommen.
Welchen Tipp haben Sie für Studierende um die Studienzeit optimal zu erleben?
- Höhere Semester um Tipps und Rat fragen
- Aufgaben zeitlich planen/ im Auge zu behalten (Praktikumsberichte, Projektarbeit …)

Gibt es ein Hobby, das Sie im Studium weitergebracht hat oder das sich aufgrund des Studiums entwickelte?
Das große Interesse an Elektronik, der Entwicklung von Schaltungen, Bau von Prototypen.
Anmerkung der Redaktion: Bei der Feuerwehr ist Tobias Hach Jugendwart (regelmäßig 1 bis 2 x Woche, plus Vorbereitungen, Sitzungen, Fortbildungen, Ausflüge, Aktionen …) und Fachgebietsleiter des Fachgebiets Ausbildung.
Wie stehen Sie zum Thema Elektromobilität?
Ich stehe der Elektromobilität sehr offen gegenüber. Elektromotoren haben großes Potenzial und sind schon sehr fortgeschritten. Die Technik zur Steuerung/ Regelung ist auch schon sehr ausgereift und bietet eine gute Grundlage. Als Energiequelle sind bestimmte Lithium-Akkus nicht die beste Wahl. Die Lebensdauer und Nachhaltigkeit der Akkus lassen noch stark zu wünschen übrig. Wasserstoff und Brennstoffzellen stellen eine interessante Alternative da, sind aber leider nicht so ausgereift/ fortgeschritten. Allerdings kommt es dann auch darauf an welcher bzw. wie der Wasserstoff gewonnen wird.
Was wünschen Sie sich (von der Hochschule)?
Wieder zurück in den Präsenzunterricht. Wieder so wie es vor Corona war.
„Erstis“ können sich gar nicht vorstellen, dass es ein Platz-Problem in einem Hörsaal gibt und man bei Mathe I zum Beispiel frühzeitig da sein musste um einen Sitzplatz zu bekommen.
Erfahrung im Studium während der Pandemie
Sehr viele Online-Veranstaltungen, teilweise in schlechter Qualität. Ein Austausch unter Kommilitonen nahm immer weiter ab, die Möglichkeit neue Kommilitonen kennen zu lernen war sehr beschränkt. Der soziale Kontakt zu Kommilitonen viel praktisch nach und nach weg. Auch der Austausch mit Profs ist weggebrochen. Per E-Mail geht, aber es ist anders als nach der Vorlesung oder in der Mensa nochmal anzusprechen. Hybride Veranstaltungen fanden in Vorlesungsräumen statt in denen lächerlich wenig Sitzplätze freigegeben waren. Vor jedem Termin einer Veranstaltung musste man sich zudem einzeln einbuchen / reservieren. Viele Studierende hatten auf diese Form nach kurzer Zeit keine Lust mehr. Praktika fanden auch fast ausschließlich über Zoom statt. Die Serverkapazität der THM / die Anbindung lies dabei auch oft sehr zu wünschen übrig. Zu den guten Erfahrungen während der Pandemie gehörten die Fächer, in denen der Schwerpunkt in der Programmierung lag. Prof. Dr. Probst hat die Veranstaltung Softwareentwicklung sehr engagiert online durchgeführt. Die Studis wurden im zugehörigen Praktikum in Break-Out-Rooms eingeteilt und Professor Probst ist dann von Raum zu Raum gewechselt und stand bei Fragen und Problemen zur Verfügung. Auch die Veranstaltung IoT von Prof Birkel wurde über Zoom sehr engagiert veranstaltet und so umgesetzt, dass man an dieser Veranstaltung am eigenen Pc gut teilnehmen und aktiv werden konnte.
Von Kommilitonen bekommt man mit, dass Erst-Semester es oft sehr schwer haben, an Informationen und Tipps von anderen zu kommen. Man trifft nicht einfach Studis aus höheren Semestern, die man fragen kann.
Anmerkung der Redaktion
Auf die Frage was im Studium nicht gut lief meinte Herr Hach nur, dass eigentlich alles ganz gut lief allerdings hat ihn das Fach Regelungstechnik nicht wirklich interessiert. Für die Projektarbeit bzw. das Kettcar war es aber sehr hilfreich.
Besonders interessant dagegen findet er die Nano-Elektronik und er überlegt ob er die Vorlesung Festkörper-Elektronik aus dem Masterstudiengang nicht schon mal anhört.
Es machte Spaß, Herrn Hach zu beobachten bei der Vorstellung seiner Projektarbeit.

Auch wie er klar von seinen Vorstellungen, Plänen, dem Studium und dem Engagement bei der Feuerwehr berichtet, hat mich beeindruckt, denn es scheint als wäre diesfür ihn alles ganz normal und nichts Besonderes. Aber genau das, ist etwas Besonderes!
Schön, dass Sie hier studieren und vielen Danke für das Gespräch.
Wr wünschen weiterhin viel Erfolg und sind gespannt was noch kommt.