Die THM freut sich über die Förderung zweier Projekte, die eine nachhaltige Landwirtschaft und die ländliche Entwicklung in Hessen vorantreiben: Das Förderprogramm „Europäische Innovationspartnerschaft für Produktivität und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft“ (EIP-Agri) unterstützt AGRALGA und aimGrassland mit insgesamt knapp 1,2 Millionen Euro.
Für das Projekt AGRALGA nehmen Prof. Dr. Harald Weigand (v. l. n. r.) und Anna-Katharina Scheu (Umwelt-Dienste) den Bescheid von Staatssekretär Daniel Köfer entgegen. Das Projekt „AGRALGA: Mikroalgenbiomasse aus der kommunalen Abwasserreinigung als Düngemittel in der Landwirtschaft“ erhält eine Förderung in Höhe von rund 600.500 Euro. Es zielt darauf ab, Nährstoffkreisläufe auf regionaler Ebene zu schließen und gleichzeitig die Abwasserreinigung durch den Einsatz von Mikroalgen wirtschaftlicher zu gestalten. Über die Förderung des Projekts freut sich die THM-Projektleitung Prof. Dr. Harald Weigand vom Fachbereich Life Science Engineering und Prof. Dr.-Ing. Linda Knorr vom Fachbereich Bauwesen zusammen mit den Partnern der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und den beteiligten Landwirten. „In Abwasser kultivierte Mikroalgen binden wertvolle Stickstoff- und Phosphorverbindungen in ihrer Biomasse. Deren Verwertung in der Landwirtschaft bringt einen doppelten Vorteil: Erstens fördert sie den Humusaufbau, zweitens reduziert sie den Bedarf an mineralischen Düngemitteln“, so Weigand.
Das Projekt „aimGrassland: Artificial Intelligence for Maintenance of Grassland – KI für die Pflege von Grünland“ nutzt KI-Technologien, um unerwünschte und giftige Pflanzen gezielt und ohne chemische Mittel zu bekämpfen. Dadurch sollen Biodiversität, Boden- und Wasserschutz gestärkt und gleichzeitig die Landwirtschaft in Hessen bei einer ressourcenschonenden Bewirtschaftung unterstützt werden. Über die Bedeutung der Förderung in Höhe von gut 598.000 Euro sagt Prof. Dr.-Ing. Seyed Eghbal Ghobadi vom Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften und Informationstechnik: „aimGrassland wird Künstliche Intelligenz und Computer Vision einsetzen, um giftige Pflanzen wie das Jakobskreuzkraut in Dauergrünland präzise zu erkennen und gezielt zu bekämpfen. So wollen wir Umwelt, Natur und Gewässer schützen und gleichzeitig die Arbeit der Landwirte erleichtern.“ (...)
Den gesamten Bericht finden Sie unter: https://www.thm.de/site/hochschule/campus/aktuelles/aus-lehre-und-forschung/nachhaltige-landwirtschaft-thm-erhaelt-zwei-foerderbescheide.html
Quelle: THM Pressestelle, Gießen, 04. September 2025