Nachhaltigkeit ist für die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) kein bloßes Schlagwort, sondern ein mit Leben gefüllter Begriff. Neben der Stabstelle Nachhaltigkeit hat die Hochschule mit dem Nachhaltigkeits-Board nun einen institutionsweiten Ideen-Raum und partizipativen Impulsgeber geschaffen, um das Thema zu demokratisieren. Grundlage ist die Nachhaltigkeitsstrategie der THM.
„Nachhaltigkeit ist ein Themenkomplex, den wir uns gemeinsam erarbeiten wollen“, sagte Prof. Dirk Metzger bei der konstituierenden Sitzung des Gremiums. Als Vizepräsident für strategische Bauplanung und Nachhaltigkeit sind entsprechende Initiativen bei ihm angesiedelt. Das Nachhaltigkeitsmanagement, dem Präsidium zugeordnet, dient als zentrale Stelle zur Implementierung und Steuerung dieser Aktivitäten. Das Green Office organisiert Vorträge und Veranstaltungen und gibt sowohl für Mitarbeitende wie Studierende praxisnahe Hinweise rund um die Nachhaltigkeit. Das neugeschaffene Board nun soll allen Ebenen der Hochschule als Diskussionsforum dienen. Mitglieder kommen folglich aus den Fachbereichen und der Verwaltung, aus dem AStA und dem Hochschulrat, dem Präsidium sowie Nachhaltigkeitsmanagement und Green Office.
Das Board hat beratende, keine beschließende Funktion. Es soll durch seine breite Verankerung in der Hochschulgesellschaft Bedürfnisse und Fragen aufnehmen, diskutieren, interne und externe Expertise einholen, Antworten finden. Die protokollierten Ergebnisse der Sitzungen werden laut dem Nachhaltigkeitsbeauftragen Prof. Holger Rohn im Intranet der THM zum Kommentieren und Diskutieren bereitgestellt. „Sie sollen in Ihre Bereiche kommunizieren, wo wir stehen und was wir tun“, sagte Vizepräsidentin Prof. Dr. Katja Specht zu den Mitgliedern des Boards. Viele von ihnen hatten bereits an der im Sommer veröffentlichten Nachhaltigkeitsstrategie der Hochschule mitgewirkt und gelten als Ansprechpersonen für ihre Fach- und Funktionsbereiche.
Der Charakter eines ideenschaffenden und meinungsbildenden Gremiums wurde in der Auftaktsitzung umgehend deutlich: Während vor allem aus dem Präsidium darauf hingewiesen wurde, dass partizipative Prozesse Zeit bräuchten, um auf breite Akzeptanz zu stoßen und individuelles Engagement zu aktivieren, baten die studentischen Vertreter um die rasche Umsetzung greifbarer Ideen, um noch während ihrer Studienzeit Ergebnisse spüren zu können. Das unterstützte Prof. Dr. Julian Conrads, der Nachhaltigkeitsmanagement am Fachbereich Wirtschaft lehrt: „Wir sollten die Schwarmintelligenz hier im Board nutzen, um konkrete Maßnahmen schnell und effizient umzusetzen“, sagte er. Eine Sammlung entsprechender Impulse reichte von der Regenwassernutzung oder der Mülltrennung über den Stromverbrauch bis zur Raumklimatisierung und den Hitzeschutz. Die An- und Rückreise war ebenso Thema wie beispielsweise ein „Nachhaltigkeits-Dashboard“, dass Ziele und deren Erfüllungsgrad niederschwellig aufzeigt. Die geäußerten Ideen wurden durch das Nachhaltigkeitsmanagement gesammelt, sie werden nun in Bezug zur Nachhaltigkeitsstrategie reflektiert und hinsichtlich einer Berücksichtigung oder möglichen direkten Umsetzung eingeordnet.
Quelle: THM Pressestelle, Gießen, 19. Dezember 2023