Kongress IDPUB 2023 Joaquin DiazTHM und 5D Institut feiern Jubiläum in Gießen: Teilnahmerekord beim Branchenevent in Mittelhessen

GIESSEN, 17-10-2023. Zur Jubiläumsveranstaltung begrüßte Professor Dr.-Ing. Joaquín Díaz, wissenschaftlicher Leiter des 5D Instituts, beim diesjährigen BIM Kongress am 27. und 28. September in Gießen 400 Besucherinnen und Besucher. Vertreterinnen und Vertreter der gesamten Wertschöpfungskette Bau aus Politik, Wirtschaft, Öffentlicher Hand sowie Lehre und Forschung, die im Infrastrukturbau tätig sind, waren in die Universitätsstadt gereist. Neben Interessierten aus der DACH-Region haben in diesem Jahr auch BIM-Begeisterte aus Spanien die Veranstaltung besucht. Komplettiert wurde das hochkarätige Branchenevent durch über 130 hybride Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die die Vorträge der Referierenden über den Livestream an den Bildschirmen verfolgten.

Seit zehn Jahren veranstalten das 5D Institut und die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) dieses Event zum Thema digitales Planen, Bauen und Betreiben im Infrastrukturbereich. Kooperationspartner war auch in diesem Jahr die Deutsche Bahn. Die Technologie- und Softwareanbieter Autodesk, RIB und Esri engagierten sich erneut als Hauptsponsoren.

Networking und gesunde Führung als Basis für digitale Prozesse

Neben den informativen Vorträgen aus den Bereichen Luft, Straße, Schiene und Wasserstraße zum Thema Building Information Modelling (BIM) steht das Event in jedem Jahr für einen intensiven Austausch der Teilnehmerinnen und Teilnehmer untereinander sowie mit den zahlreichen BIM-Profis. Dass Networking und gesunde Führung unerlässlich für einen erfolgreichen BIM-Prozess sind, betonte gleich zum Einstieg Kenneth Schulz Passarge vom Copenhagen Airport, Dänemark, in seiner Keynote. BIM kann nur dann optimal funktionieren, wenn die Mehrwerte von allen Partnern verstanden werden. Eine Aussage, die in vielen nachfolgenden Fachvorträgen erneut bestätigt wurde.

Nachhaltiges Bauen geht nur mit BIM-Modellen

Kongress IDPUB 2023 Nadine RabeWie wichtig einheitliche Datenstandards und deren Pflege für den BIM-Prozess sind, unterstrich eine Vielzahl der nationalen und internationalen Referierenden an beiden Kongresstagen. Während Planungs- und Bauphase sich teilweise schon sehr gut bis gut über einen durchgängigen BIM-Prozess abwickeln lassen, besteht insbesondere für den Betrieb noch Nachholbedarf. Genauso gilt es, bei Planfeststellungsverfahren Rückstände aufzuholen, mit dem Ziel, die Planung weiter zu beschleunigen. Der IFC-4.3-Standard soll die Digitalisierung von Infrastrukturprojekten auf Basis der Open-BIM-Methode signifikant vorantreiben. Gleichzeitig gibt es aber in Disziplinen, beispielsweise der Umweltplanung, deren Relevanz immer bedeutender wird, noch keine konkreten Anwendungsfälle oder Standardformate. Hier sind neben der Politik die IT- und Softwarehersteller gefragt sowie die Fachgruppen der Verbände und Initiativen, wie buildingSMART, BVBS oder planen-bauen 4.0. Denn: „Nachhaltigkeit wird ohne digitale BIM-Modelle nicht funktionieren“, wie Dr. Matthias Jacob von Implenia Deutschland bei der Podiumsdiskussion zur Ökobilanz im Infrastrukturbau hervorhob. Und: „Nachhaltigkeitskriterien sind entscheidend, um junge Menschen für ein Studium des Bauingenieurwesens zu begeistern“, wie Dr.-Ing. Karsten P. Gruber von der OBERMEYER Infrastruktur GmbH & Co. KG ergänzte.

Die Sponsoren haben in ihren Workshops demonstriert, dass Themen mit Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekten, wie zum Beispiel die CO2-Bilanzierung oder die Aufnahme von Bestandsdaten inklusive Umweltinformationen, in den Unternehmen bereits fokussiert werden und hier mit neuen Entwicklungen zu rechnen ist.

Von CDE über KI bis zu Predictive Maintenance: Digitalisierungstrends

Kongress IDPUB 2023 PodiumsdiskussionWeiter thematisierten die Referierenden die Wichtigkeit von Erfahrungswerten, der intensiven Zusammenarbeit in sogenannten Common Data Environments (CDE) sowie der kontinuierlichen Reflexion von Prozessen bei BIM-Projekten. BIM bedeutet außerdem, so die Vortragenden, stets in Lebenszyklen zu denken. Es gab interessante Einblicke zum Thema Digitale Zwillinge, zum optimalen geometrischen Detaillierungsgrad, künstliche Intelligenz, Predictive Maintenance und wie sich eine zielgerichtete Instandhaltung mit sensorgestützen Informationen bewerkstelligen lässt.

230 der Teilnehmerinnen und Teilnehmer genossen zusätzlich das Jubiläumsdinner am Abend des 27. September und nutzten auch in diesem Rahmen die Möglichkeit der Interaktion. Viele der Expertinnen und Experten, die auch 2023 wieder in Gießen vor Ort waren, halten dem Branchenevent bereits seit vielen Jahren die Treue. Die Erfolgsgeschichte geht selbstverständlich weiter: Im nächsten Jahr findet der BIM Kongress in Gießen am 4. und 5. September statt.

 

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