Städtebauliche Neuordnung Kloster Kreuzberg in der Rhön

Thema der Bachelorthesis in diesem Semester war die städtebauliche Restrukturierung der historischen Klosteranlage auf dem Kreuzberg in der Rhön. Ziel der Aufgabenstellung war eine Neustrukturierung der Klosteranlage durch Abbruch von nicht mehr benötigten Gebäudefunktionen, sowie ein daraus resultierendes städtebauliches Konzept zu entwickeln. Als Vertiefung haben die Studierenden einen Baukörper aus dem zuvor entwickelten Masterplan bearbeitet. Bei diesem handelt es sich je nach Konzept um eine Brauerei, oder ein Gästehaus / Hotel für Wallfahrer.

Weiterlesen: Ausstellung der Bachelorthesen am 17.01.2019


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AlgA - Algenbiotechnologie in Abwasserreinigungsanlagen - Phosphorrecycling und Energiegewinnung

  • Förderkennzeichen 13FH736IX6
  • Projektlaufzeit: 01.11.2018 – 31.10.2022

Phosphor ist für jegliches Biomassewachstum – auch zur Produktion von Nahrungsmitteln – essentiell erforderlich, jedoch aufgrund begrenzter nutzbarer Vorkommen ein endliches Gut. Daher ist es erforderlich, Phosphorverbindungen möglichst in Kreisläufen zu nutzen und auch aus Abwasser- und Abfallströmen weitestgehend zurückzugewinnen. Damit können Recycling-Phosphate zu Düngezwecken wieder zur Verfügung gestellt werden. Zudem ist in den meisten Gewässern eine Reduzierung der Nährstoffeinträge - vor allem von Phosphor – erforderlich.

In diesem FuEuI-Projekt wird untersucht, inwieweit der Einsatz von Algen als alternatives Verfahren zur Rückgewinnung von Phosphor sowie zur Nährstoffelimination im Kläranlagenbetrieb umsetzbar ist. Somit gliedert sich das Forschungsprojekt in zwei Schwerpunkte: „Nährstoffelimination und Bioakkumulation“ sowie „Nutzung der Algenbiomasse, Phosphorrückgewinnung“.

Weiterlesen: Aktuelles Forschungsvorhaben AlgA der AG von Prof. Ulf Theilen


2018 10 InterdisziplinaeresDoktorandenkolloquium

Beim sechsten interdisziplinären Doktorandenkolloquium an der Technischen Hochschule Mittelhessen bekamen die rund 50 Teilnehmer einen Einblick in die vielfältige Forschungstätigkeit der rund 90 Nachwuchswissenschaftler der THM, die sich derzeit mit einer Promotion weiterqualifizieren. Vier Doktoranden präsentierten ihre Arbeiten in Kurzvorträgen und stellten sie zur Diskussion.

So befasst sich Robin Etzel in seiner Promotion mit „Array-Spulen für die beschleunigte Magnetresonanz-Bildgebung des Herzens“. Mit seiner Forschung möchte Etzel die Bildgebung beim MRT beschleunigen, um so Störungen, die bislang bei der Darstellung des bewegten Herzens auftreten, auf ein Minimum zu reduzieren. Die Promotion ist am Fachbereich Medizin der Philipps-Universität Marburg angesiedelt und wird von Professor Dr. Boris Keil vom Kompetenzzentrum für Biotechnologie und Biomedizinische Physik der THM betreut. Etzel ist derzeit Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Life Science Engineering an der THM.

Mit Papier als Bauwerkstoff beschäftigt sich Marcus Pfeiffer in seiner Doktorarbeit mit dem Titel „Materialmodellierung anisotroper Viskoplastizität zur Anwendung von Papier als Bauwerkstoff“. Er will den Baustoff der Zukunft berechenbar machen, damit tragfähige Simulationsmodelle, welche wichtige Bestandteile bei der baulichen Zulassung darstellen, möglich werden. Auch hier ist die Universität Marburg die kooperierende Hochschule, seine Promotion führt Pfeiffer am Promotionszentrum für Ingenieurwissenschaften des Forschungscampus Mittelhessen durch. Betreut wird er von Prof. Dr. Stefan Kolling vom Kompetenzzentrum für Automotive, Mobilität und Materialforschung.

Weiterlesen: Promotionsvorhaben vorgestellt


Um effizienter arbeiten zu können und die Baukosten zu senken, verwendete das 5D Institut der Technischen Hochschule Mittelhessen Autodesk Revit, Forge Reality Capture API und Dynamo, um Daten von autonomen Drohnen genau zu erfassen und zu bewerten. Hierbei wurden Baustellen, Brücken und vieles mehr untersucht. Die Inspektion konnte so viermal schneller durchgeführt und die Kosten für Bauüberwachung und Dokumentation somit um 30% gesenkt werden.

Der gesamte Bericht über die Herangehensweise von Jan-Friedrich Köhle (Senior Consultant, 5D Institut) sowie weitere Erläuterungen von Prof. Joaquín Díaz (Wissenschaftlicher Leiter, 5D Institut) unter: https://www.autodesk.com/solutions/bim/hub/drones-help-bim-designers-lower-costs-and-increase-work-efficiency


Entwurf Ricarda Pautz und Karen Lohaus

Das Oberhessische Museum in Gießen erfüllt derzeit nicht die Anforderungen, die an ein modernes Stadtmuseum gestellt werden: Die Räumlichkeiten sind zu klein, zu eng, die Zugänge nicht barrierefrei, es gibt keinen Raum für Sonderausstellungen. Viele gute Gründe für 24 THM-Studierende des Architektur-Masterkurses „Bauen im Bestand“ von Prof. Nikolaus Zieske, sich der bestehenden Museumsbauten anzunehmen und mutig zu planen. Das Ziel: aus dem Leib‘schen und dem Wallenfels‘schen Haus einen Ort zu schaffen, der Stadtidentität, Atmosphäre und Öffentlichkeit stiftet. Die Ergebnisse präsentierten sie im August in einer Ausstellung, die auf großes Interesse stieß.

Gemeinsam mit Jörg Wagner und Ingke Günther vom Stadtlabor eröffnete Prof. Zieske vom Fachbereich Bauwesen die Ausstellung. Er war sichtlich angetan von dem Enthusiasmus, mit dem die Studierenden ans Werk gegangen waren, und von der Vielfalt ihrer Lösungsvorschläge: „Es sind wirklich für Gießen provozierende Modelle erschaffen worden.“ Einige Vorgaben hatte er seinen Studierenden mit auf den Weg gegeben: Rund 300 Quadratmeter mehr Fläche, ein Raum für Museumspädagogik, ein Café, ausreichend Platz für besondere Exponate sollten untergebracht werden. „Der größte Knackpunkt für alle war sicherlich die Gewährleistung der Barrierefreiheit und die Definition des Haupteingangs“, so Zieske. Außerdem sollte das planerische Konzept den Platzcharakter des Kirchenplatzes besser unterstützen.

Ricarda Pautz und Karen Lohaus zum Beispiel haben einen Arkadengang vor die beiden Museumshäuser gesetzt. „Wir wollten damit das Museum als Museum erkennbar machen und außerdem die Arkadengänge der gegenüberliegenden Platzseite aufnehmen“, erläuterten die beiden Studentinnen. Das neue Portal diene dabei nicht nur als Eingang, sondern auch als Verbindung zum Stadtgeschehen durch das Café im Erdgeschoss. Das Wallenfels'sche und das Leib'sche Haus seien Rekonstruktionen aus den 70er, 80er Jahren. „Das hat es uns leichter gemacht, etwas davor zu setzen“, merkten sie an.

Weiterlesen: Stadtidentität neu verortet