2022 12 AdobeStock 29101675Die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) sieht sich beim Energiesparen auf dem richtigen Weg: „Besonders bei der Wärme setzen wir ein starkes Signal“, sagt Prof. Dirk Metzger, Vizepräsident für Strategische Bauplanung und Nachhaltigkeit. Beim Strom sei die Verbrauchsreduktion nur gering – das sei aber mit der besonderen Corona-Situation im Vorjahr zu begründen.

Für ein erstes Zwischenfazit hat die Hochschule die Verbräuche von September bis einschließlich November ausgewertet. In diesem Zeitraum betrug der Energieverbrauch witterungsbereinigt zirka 1650 Megawattstunden (MWh) gegenüber 2400 MWh im Vorjahreszeitraum – eine Einsparung von rund 31 Prozent. „Hier wurden Faktoren wie etwa der überdurchschnittlich warme Oktober bereits herausgerechnet, ohne dies wäre die Einsparung rechnerisch noch deutlich höher“, so Metzger. „Ohne das Engagement aller Mitarbeitenden und das Verständnis der Studierenden wäre diese sehr hohe Einsparung nie möglich gewesen.“

Die THM informiert unter go.thm.de/energie über ihre Energiesparmaßnahmen. Dort gibt sie auch Tipps, wie in den Büros weniger Energie verbraucht werden kann – Hinweise, von denen sich viele auch auf die heimische Wohnung übertragen lassen. Sie reichen vom Ausschalten von Standby-Geräten über das Freistellen von Heizkörpern bis hin zum sinnvollen Einsatz von Beleuchtung.

Nach der Verordnung des Bundes dürfen etwa Büroräume nur bis 19 Grad beheizt werden. Dies geschieht in der Regel durch individuelle Einstellungen des Heizkörperthermostats durch die Beschäftigte. Wo durch Steuerung möglich, können die Temperaturen auch zentral geregelt werden. Nach Dienstschluss oder an Wochenenden können in einigen Bereichen die Heizungen automatisch heruntergeregelt werden. Beleuchtung wird – wo möglich, sicher und sinnvoll – reduziert.

Der Erfolg beim Stromsparen hält sich dabei allerdings noch in Grenzen: Um 0,7 Prozent ist dessen Nutzung im Vergleichszeitraum gesunken, von 1458,7 MWh auf 1448,8 MWh. „Dabei ist natürlich zu berücksichtigen, dass wir im Vorjahr kaum Präsenz hatten und ab Mitte November 2021 auch wieder Homeoffice-Pflicht galt“, so Prof. Metzger. Wenn nun im „Normalbetrieb“ dennoch weniger Strom benötigt werde, sei das eigentlich eine beträchtliche Einsparung und Anerkennung wert.

Das Land Hessen hat sich zum Ziel gesetzt, in der Heizperiode von Oktober bis April mindestens 15 Prozent Energie einzusparen. Die THM möchte, zusätzlich zu den bestehenden Bemühungen, rund um Weihnachten mit einem weiteren Schritt dazu beitragen: Ab dem 17. Dezember werden die Temperaturen in den Gebäuden bis einschließlich 8. Januar abgesenkt. Die Hochschulbibliothek, Mensen, Caféterien und das Fitness-Studio bleiben in diesem Zeitraum geschlossen. Weitere Services und Einrichtungen sind, außer zwischen Heiligabend und Neujahr, telefonisch oder per Mail erreichbar. Für Studierende, die zum Lernen und Arbeiten auf geheizte Hochschulräumlichkeiten angewiesen sind, stehen drei Wärmeräume an den Standorten Gießen und Friedberg zur Verfügung.

Quelle: THM Pressestelle, Gießen, 15. Dezember 2022