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Prof. Dr.-Ing. Bertram Kühn hat zusammen mit Tim Krieglstein M.Eng. (THM) und Dr. Tobias Lehnert (DILLINGER) zum Fachthema "Einsatz dicker Grobbleche im Brückenbau" in Stahlbau 2/19 einen Artikel veröffentlicht.

Leseprobe

"Moderne Stahl- bzw. Stahlverbundbrücken benötigen moderne Stahllösungen: Häufig spielen Dickbleche hier eine tragende Rolle, sei es im Einsatz als Gurtblech von schweren Brückenträgern oder als dickes Fahrbahnblech in einer Dickblechtrogbrücke. Je nach Einsatz erlauben Dickbleche eine effizientere Fertigung bzw. erhöhen die Nachhaltigkeit von Brückenbauwerken. Da heutzutage gerade Fertigungseffizienz und Dauerhaftigkeit zunehmend an Bedeutung gewinnen, führt dies bei Brücken zu einem Anstieg im Einsatz von Grobblechen mit größeren Blechdicken. Häufig jedoch stößt der Designer in der Planungsphase mit dicken Grobblechen an technische bzw. regulatorische Grenzen. Der vorliegende Aufsatz wird einige Lösungen für bestehende Hemmnisse im Einsatz dicker Grobbleche für den Brückenbau darstellen, z. B. verbesserte Machbarkeit dicker thermomechanisch gewalzter Stähle oder Erweiterung des vereinfachten Sprödbruchnachweises nach Tabelle 2.1 der DIN EN 1993-1-10. Die konsequente Ausnutzung dieser Möglichkeiten eröffnet eine Vielfalt neuer vorteilhafter Optionen in der Konstruktion von Straßen- und Eisenbahnbrücken." (...)

Weiterlesen: Publikation: "Einsatz dicker Grobbleche im Brückenbau"


mies im westen vorbereitung

Das so komplexe Oeuvre eines Architekten allgemeinverständlich zu vermitteln ist keine einfache Aufgabe. Innerhalb des Projektes ‚grenzWertig’ des M:AI Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW hat sich die THM Giessen mit der TH Köln (Prof. Lohmann) der Herausforderung gestellt. Wir wollen mit Aktionen, Ausstellungen, Veröffentlichungen und anderen Formaten bis 2019 versuchen, Bedeutung und Einfluss Mies van der Rohes in NRW allgemeinverständlich zu kommunizieren. Das Seminar wird als Auftakt für diese Reihe von Veranstaltungen fungieren. Das Seminar dient so der analytischen Auseinandersetzung mit der Entstehungsgeschichte und den architektonischen und strukturellen Qualitäten der ausgewählten Projekte unter folgenden Gesichtspunkten: historischer Zusammenhang, Entstehungsgeschichte, räumliche, gestalterische und funktionale Organisation, konstruktive Ansätze, städtebauliche Einbindung am jeweiligen Ort und vertieftes Sehen und Verstehen der Entwürfe. Wir wollen eine ausstellungsdidaktische Gesamtkonzeption entwickeln, die zum einen die untersuchten Projekte als wichtige Bauwerke einer modernen Architekturkonzeption fach- und publikumswirksam präsentiert und so zum anderen zum einem wesentlichen Ausstellungsbeitrag der Mies im Westen- Ausstellung im Sommer 2019 wird.

Weiterlesen: Ausstellungsreihe zum Modul "Sondergebiete des Städtebaus"


Ab Samstag, 11. Mai 2019 eröffnen gleich drei Ausstellungen zu Mies van der Rohe in Nordrhein-Westfalen. Mit der Reihe „Mies im Westen“ gehen die Kuratoren Daniel Lohmann und Norbert Hanenberg in Aachen, Krefeld und Essen auf Spurensuche und zeigen mit dem sozialistischen Volkshaus und der Krupp-Firmenzentrale auch wenig bekannte Projekte des Architekten.

Herr Lohmann, Herr Hanenberg, woher kam die Idee, eine Ausstellung über kaum diskutierte Gebäude von Mies van der Rohe zu machen?

Die Idee basiert auf der langjährigen wissenschaftlichen Arbeit zu Mies van der Rohes Spuren in NRW unter unserer Führung und Beteiligung in unterschiedlichen Forschungsverbünden. Auffällig wurde dabei, dass die Forschung viele Projekte in NRW bisher etwas stiefmütterlich behandelt hat. Wir wollen diese Lücke füllen. Die Kooperation mit dem M:AI - Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW gab uns die Möglichkeit, aus den Forschungsergebnissen eine Ausstellung zu entwickeln.

Weiterlesen: BauNetz berichtet über Mies im Westen


2019 05 AngelaDorn MatthiasWillems Promotioszentrum

Das gab es bisher noch nicht in Deutschlands Hochschullandschaft: Als erste Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) eröffnet die Technische Hochschule Mittelhessen ein eigenständiges Promotionszentrum für Ingenieurwissenschaften. Bisher war der „Dr.-Ing.“ nur an Universitäten möglich. Hessen ist das einzige Bundesland, das den Hochschulen für Angewandte Wissenschaften – den ehemaligen Fachhochschulen – für forschungsstarke Bereiche das Promotionsrecht verleiht.

Wissenschaftsministerin Angela Dorn: „Die Natur zu erforschen und daraus technische Verfahren und Produkte zu entwickeln, wird wichtiger denn je: Wir brauchen Ideen für neue nachhaltige Materialien oder medizinisch-technische Weiterentwicklungen. Mit dem neuen Promotionszentrum der Technischen Hochschule Mittelhessen nehmen wir bundesweit eine Vorreiterrolle ein. Gemeinsam stärken wir die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften darin, anwendungsbezogene Forschungsvorhaben anzugehen.“

Von dem neuen Promotionszentrum profitiert außerdem der gesamte Forschungscampus Mittelhessen. Der FCMH ist eine gemeinsame Einrichtung von Justus-Liebig-Universität Gießen, Philipps-Universität Marburg und Technischer Hochschule Mittelhessen und bündelt die Stärken der drei mittelhessischen Hochschulen, um gemeinsam in Forschung, Nachwuchsförderung und im Wissens- und Technologietransfer mehr zu erreichen. Mittelhessen soll so als Forschungs- und Bildungsregion noch attraktiver und international sichtbarer werden. Gleichzeitig werden durch den Aufbau zukunftsweisender Kooperationsstrukturen Synergien zwischen den Hochschulen geschaffen.

Das neue Promotionszentrum hat die Fachrichtung Life Science Engineering, vereint also naturwissenschaftliche Grundlagen mit technischen Anwendungen. Daraus ergeben sich Forschungen, die relevant für die Gesundheit des Menschen oder den Umweltschutz sind. Eine Forschungsgruppe, die bereits am Fachbereich Life Science Engineering arbeitet, beschäftigt sich beispielsweise mit der Produktion eines biotechnologischen Arzneimittels zur Beschichtung von Implantaten oder Forschungsvorhaben zum Strahlenschutz.

THM-Präsident Prof. Dr. Matthias Willems: „Im Promotionszentrum arbeiten ausgezeichnete Forscher verschiedener Fachbereiche zusammen. Wir haben den Schwerpunkt Life Science Engineering gezielt auf- und ausgebaut. Denn die Verknüpfung der Lebens- und Ingenieurwissenschaften eröffnet die Möglichkeit, neuartige Produkte und Verfahren für die pharmazeutische und chemische Industrie, die medizinische Physik oder die Umwelttechnik zu entwickeln. Wir forschen damit für Zukunftsmärkte. Und mit der Expertise im Promotionszentrum steigt die Attraktivität der THM für Studentinnen und Studenten, für Doktoranden, Wissenschaftler und auch für unsere Kooperationspartner in der Wirtschaft.“

Weiterlesen: Promotionszentrum für Ingenieurwissenschaften an der THM


2019 04 cen

Einheitliche Normen sind für das Alltagsleben und die Funktionsfähigkeit der Wirtschaft von großer Bedeutung. Im Bauwesen gibt es deshalb europaweit vereinheitlichte Regeln zur Bemessung - die „Eurocodes“. Sie sorgen für einen leichteren Austausch von Dienstleistungen und Produkten, einfachere europaweite Ausschreibungen von Bauleistungen und sind eine einheitliche Basis für Forschung und Entwicklung. In Deutschland sind sie seit 2012 für Bauvorhaben verbindlich. Die europäischen Regeln umfassen mehr als 8000 Seiten und werden ständig weiterentwickelt. Dazu gibt es eine Reihe internationaler Arbeitsgruppen, die sich einzelnen Themen widmen.

Weiterlesen: Europäische Stahlbauexperten an der THM