Aktuelles

2018 10 InterdisziplinaeresDoktorandenkolloquium

Beim sechsten interdisziplinären Doktorandenkolloquium an der Technischen Hochschule Mittelhessen bekamen die rund 50 Teilnehmer einen Einblick in die vielfältige Forschungstätigkeit der rund 90 Nachwuchswissenschaftler der THM, die sich derzeit mit einer Promotion weiterqualifizieren. Vier Doktoranden präsentierten ihre Arbeiten in Kurzvorträgen und stellten sie zur Diskussion.

So befasst sich Robin Etzel in seiner Promotion mit „Array-Spulen für die beschleunigte Magnetresonanz-Bildgebung des Herzens“. Mit seiner Forschung möchte Etzel die Bildgebung beim MRT beschleunigen, um so Störungen, die bislang bei der Darstellung des bewegten Herzens auftreten, auf ein Minimum zu reduzieren. Die Promotion ist am Fachbereich Medizin der Philipps-Universität Marburg angesiedelt und wird von Professor Dr. Boris Keil vom Kompetenzzentrum für Biotechnologie und Biomedizinische Physik der THM betreut. Etzel ist derzeit Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Life Science Engineering an der THM.

Mit Papier als Bauwerkstoff beschäftigt sich Marcus Pfeiffer in seiner Doktorarbeit mit dem Titel „Materialmodellierung anisotroper Viskoplastizität zur Anwendung von Papier als Bauwerkstoff“. Er will den Baustoff der Zukunft berechenbar machen, damit tragfähige Simulationsmodelle, welche wichtige Bestandteile bei der baulichen Zulassung darstellen, möglich werden. Auch hier ist die Universität Marburg die kooperierende Hochschule, seine Promotion führt Pfeiffer am Promotionszentrum für Ingenieurwissenschaften des Forschungscampus Mittelhessen durch. Betreut wird er von Prof. Dr. Stefan Kolling vom Kompetenzzentrum für Automotive, Mobilität und Materialforschung.

Weiterlesen: Promotionsvorhaben vorgestellt


Um effizienter arbeiten zu können und die Baukosten zu senken, verwendete das 5D Institut der Technischen Hochschule Mittelhessen Autodesk Revit, Forge Reality Capture API und Dynamo, um Daten von autonomen Drohnen genau zu erfassen und zu bewerten. Hierbei wurden Baustellen, Brücken und vieles mehr untersucht. Die Inspektion konnte so viermal schneller durchgeführt und die Kosten für Bauüberwachung und Dokumentation somit um 30% gesenkt werden.

Der gesamte Bericht über die Herangehensweise von Jan-Friedrich Köhle (Senior Consultant, 5D Institut) sowie weitere Erläuterungen von Prof. Joaquín Díaz (Wissenschaftlicher Leiter, 5D Institut) unter: https://www.autodesk.com/solutions/bim/hub/drones-help-bim-designers-lower-costs-and-increase-work-efficiency


Entwurf Ricarda Pautz und Karen Lohaus

Das Oberhessische Museum in Gießen erfüllt derzeit nicht die Anforderungen, die an ein modernes Stadtmuseum gestellt werden: Die Räumlichkeiten sind zu klein, zu eng, die Zugänge nicht barrierefrei, es gibt keinen Raum für Sonderausstellungen. Viele gute Gründe für 24 THM-Studierende des Architektur-Masterkurses „Bauen im Bestand“ von Prof. Nikolaus Zieske, sich der bestehenden Museumsbauten anzunehmen und mutig zu planen. Das Ziel: aus dem Leib‘schen und dem Wallenfels‘schen Haus einen Ort zu schaffen, der Stadtidentität, Atmosphäre und Öffentlichkeit stiftet. Die Ergebnisse präsentierten sie im August in einer Ausstellung, die auf großes Interesse stieß.

Gemeinsam mit Jörg Wagner und Ingke Günther vom Stadtlabor eröffnete Prof. Zieske vom Fachbereich Bauwesen die Ausstellung. Er war sichtlich angetan von dem Enthusiasmus, mit dem die Studierenden ans Werk gegangen waren, und von der Vielfalt ihrer Lösungsvorschläge: „Es sind wirklich für Gießen provozierende Modelle erschaffen worden.“ Einige Vorgaben hatte er seinen Studierenden mit auf den Weg gegeben: Rund 300 Quadratmeter mehr Fläche, ein Raum für Museumspädagogik, ein Café, ausreichend Platz für besondere Exponate sollten untergebracht werden. „Der größte Knackpunkt für alle war sicherlich die Gewährleistung der Barrierefreiheit und die Definition des Haupteingangs“, so Zieske. Außerdem sollte das planerische Konzept den Platzcharakter des Kirchenplatzes besser unterstützen.

Ricarda Pautz und Karen Lohaus zum Beispiel haben einen Arkadengang vor die beiden Museumshäuser gesetzt. „Wir wollten damit das Museum als Museum erkennbar machen und außerdem die Arkadengänge der gegenüberliegenden Platzseite aufnehmen“, erläuterten die beiden Studentinnen. Das neue Portal diene dabei nicht nur als Eingang, sondern auch als Verbindung zum Stadtgeschehen durch das Café im Erdgeschoss. Das Wallenfels'sche und das Leib'sche Haus seien Rekonstruktionen aus den 70er, 80er Jahren. „Das hat es uns leichter gemacht, etwas davor zu setzen“, merkten sie an.

Weiterlesen: Stadtidentität neu verortet


Fortschritte im Stahlleichtbau will ein Forschungsteam des Fachbereichs Bauwesen der TH Mittelhessen durch ein Projekt erzielen, das vom Land Hessen gefördert wird. Die Ergebnisse des Vorhabens sollen auch dazu beitragen, die Normen zur Bemessung von Bauteilen für Dächer und Wände europaweit zu vereinheitlichen. Projektleiter Prof. Dr. Bertram Kühn verspricht sich davon Materialeinsparungen mit positiven ökologischen Effekten.

Im Stahlbau greift man seit einiger Zeit beim Dachdecken und bei Fassaden zunehmend auf sogenannte Sandwichelemente zurück, die eine Dämmung enthalten, heutige Anforderungen an Wärme-, Schall- sowie Brandschutz erfüllen und sich großflächig leicht montieren lassen. Nicht nur bei Lagerhallen, Fabriken, Büro- und Geschäftsgebäuden oder Einkaufszentren kommen sie zum Einsatz, sondern inzwischen auch schon bei Wohnhäusern. Um diese Elemente zu befestigen, benutzt man als Unterkonstruktion metallene Kantprofile. Die gültigen Bemessungsstandards sehen vor, dass solche Konstruktionen auch stärkste Druck- und Sogeinwirkungen des Windes aushalten können. Deshalb müssen die Kantprofile, sofern diese allein allen Kräften standhalten sollen, massiv ausgebildet werden. Stabilisierende Halterungen (Drehfedern), die abhebende Windkräfte mit aufnehmen könnten, dürfen dabei in die Berechnung nicht einbezogen werden.

Weiterlesen: Forschungsvorhaben. Leicht, federnd, windbeständig


Vergangene Woche besuchte Prof. Joaquín Díaz mit einer Studierendengruppe der THM die Intergeo (16. bis 18. Oktober 2018) in Frankfurt am Main. Hierbei standen die Anwendungswelten und Zukunftstrends der GEO-IT-Branche im Fokus.

Intergeo - Die Messe

  • mehr als 18.000 Fachbesucher aus über 100 Ländern
  • mehr als 560 Aussteller aus über 35 Ländern

Intergeo - Der Kongress

  • etwa 1.400 Teilnehmer/innen
  • 200 Referentinnen und Referenten

Themenschwerpunkte

  • Smart City
  • Entwicklungen und Anwendungen mit Drohnen (UAV)
  • Projekte im digitalen Planen und Bauen (Building Information Modeling)
  • Virtual und Augmented Reality

Die Gruppe besuchte unter anderem die Ständen der BVBS Mitgliedsunternehmen Trimble Germany GmbH, G & W Software AG, RIB Software SE und IB&T Software GmbH, an denen ihnen aktuelle Entwicklungen aus der Bausoftwarebranche vorgestellt wurden.

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