2019 07 baugrube

Tiefbauunternehmen, Planer oder kommunale Betriebe wissen oft nicht, was sie beim Ausheben einer Baugrube erwartet. Zwar gibt es verschiedene Vorschriften, nach denen einzelne Versorgungsunternehmen den Verlauf ihrer Leitungen dokumentieren müssen. Ein Standard, der regelt, wie weitere zukünftig nützliche Informationen dokumentiert werden, fehlt aber bisher. Ein Konsortium, an dem Hochschulen, Unternehmen und kommunale Einrichtungen beteiligt sind, will das nun ändern. Vom Fachbereich Bauwesen der TH Mittelhessen sind Prof. Dr. Joaquín Díaz als stellvertretender Leiter und der Wissenschaftliche Mitarbeiter Jan-Friedrich Köhle dabei, der die Arbeitsgruppe Informationstechnik leitet.

Manche wertvollen Informationen, die im Bauprozess anfallen, werden bisher nicht systematisch erhoben und gespeichert. Dabei geht es zum Beispiel um Daten über Betonummantelungen oder Verdämmungen von Altleitungen, Betonfundamente, Ablagerungen von Siedlungsabfällen oder Grundwasserstände. Auch persönliche Bewertungen von Tiefbauexperten, Videos oder Fotos gehören zu den Informationen, die möglicherweise in einer Firma vorhanden sind, anderen Akteuren aber nicht zur Verfügung stehen.

Weiterlesen: Datenbank für den Untergrund


Konsortium zur DIN SPEC 91419

Die DIN SPEC 91419 - Standardformat für die Dokumentation und den Austausch von Grunddaten zu unterirdischen Situationen soll ein Standarddatenformat für die Dokumentation von unterirdischen Situationen definieren sowie die Weitergabe und gemeinsame Nutzung dieser Informationen gewährleisten. Dabei werden auch Anforderungen an die Zugriffsrechte gestellt. Sie richtet sich an Tiefbauexperten aller Art.

Trotz aller Leitungsdokumentationen ist man nie gewiss, was sich tatsächlich im Untergrund befindet. Auch historisch bedingt sind vielfältige technische Sachverhalte häufig erst nach Öffnen der Baugrube erkennbar. Wenn die technische Aufgabe dann durchgeführt wird, entstehen eine Vielzahl von wertvollen Informationen, die nicht regelhaft dokumentiert wurden oder werden (z.B. Betonummantelungen oder Verdämmungen von Altleitungen, undokumentierte Betonfundamente, Ablagerungen von Siedlungsabfällen, Grundwasserstände, Baugrundverhältnisse, etc.).

Diese von lokalen Tiefbauexperten als wichtig eingestuften Informationen über die unterirdischen Situationen werden zwar oft vom Veranlasser der Tiefbaumaßnahme verwertet, stehen jedoch anderen Stakeholdern mit Interessenlagen am selben Ort nicht zur Verfügung. Die DIN SPEC gewährleistet, dass das Wissen auf Plattformen gebündelt und zur Verfügung gestellt werden kann.

Weiterlesen: THM FB Bau begleitet als wissenschaftlicher Partner die Erstellung der DIN SPEC 91419


Interview mit Norbert Hanenberg und Daniel Lohmann, Kuratoren der Ausstellungen

Drei Orte

  • Aachen
  • Essen
  • Krefeld

Drei Lebensabschnitte

  • Lehrling (1900-05)
  • Avantgarde/ Bauhaus (1927-38)
  • Weltarchitekt (1950er/60er Jahre)

Drei Werkgruppen

  • Ungebaut
  • Gebaut
  • Zerstört

Weiterlesen: „Mies im Westen” 2019 | Projekt: grenzWertig


2019 05 matchbox 2

23 Studierende des Masterstudiengangs Bauingenieurwesen besuchten am 31. Mai 2019 zusammen mit Prof. Julian Kümmel, Thomas Reinold und Jan Kisslinger die matchboxGarage des Brandschutzingenieurbüros hhpberlin in Gelnhausen.

Seit dem Jahr 2000 entwickelt hhpberlin innovative und maßgeschneiderte Brandschutzlösungen für Projekte jeder Größenordnung. In verschiedenen Lern- und Event-Formaten (hier: matchbox) wird demonstriert, wie die Welt des Brandschutzes zusammenhängt. Anhand von interaktiven Experimenten werden komplexe Sachverhalte und gesetzliche Zusammenhänge verständlich, die universelle Sprache der Mathematik und Physik erfahrbar und für jeden anwendbar.

Weiterlesen: Brandschutzveranstaltung in Gelnhausen in der matchboxGarage


2019 05 MAI Mies im Westen Eroeffnung Krefeld Foto Claudia DreysseRebeccaRon06b

Vor 100 Jahren wurde in Weimar das Bauhaus gegründet. Gefeiert wird das Jubiläum der einflussreichen Schule der klassischen Moderne vielerorts. Architekturstudentinnen und -studenten der TH Mittelhessen machten sich auf Spurensuche in Nordrhein-Westfalen. Dort – in Aachen – ist Bauhaus-Architekt Ludwig Mies van der Rohe geboren, einer der profiliertesten Vertreter der Moderne.

„Mies im Westen“ ist der Titel dreier Ausstellungen, die fast 40 angehende Architekten des Gießener Fachbereichs Bauwesen gemeinsam mit Studenten der TH Köln und der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft „konzipiert, bestückt, beworben und aufgebaut“ haben, wie die „Aachener Nachrichten“ anerkennend bemerken. Kooperationspartner ist das Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW. Kuratoren der Ausstellungen sind Norbert Hanenberg, Professor für Entwerfen und Konstruieren an der THM, und sein Kölner Kollege Daniel Lohmann.

Drei Semester lang arbeiteten die Studenten an der Ausstellung. Elf Kleingruppen widmeten sich einzelnen Bauprojekten, die zum Teil ungebaut geblieben sind, zum Teil im zweiten Weltkrieg zerstört wurden. „Faszinierend am Seminar war das geradezu detektivische Forschen an begrenztem Material, was immer wieder neue Entdeckungen und Begeisterung hervorbrachte“, fasst Rebecca Lara Storck ihre Erfahrungen zusammen.

Weiterlesen: Dem Bauhaus auf der Spur