Aktuelles

Joaquín Díaz, Professor am Fachbereich Bauwesen der THM und Wissenschaftlicher Leiter des 5D Instituts, war im Interview mit dem Bundesanzeiger Verlag (Redaktion Konstruktiver Ingenieurbau) zum Thema Digitalisierung in der Baubranche.

"Joaquin Diaz wollte schon immer die Welten des Bauens und der Informatik miteinander verknüpfen. Leidenschaft, Neugier und der Drang nach neuen Technologien waren seine treibenden Kräfte, sich der Digitalisierung der Baubranche zu widmen. Für seine herausragenden Leistungen in der Informatik im Bauwesen erhielt er Ende 2016 die Konrad-Zuse-Medaille. Wie er den Rückstand der Baubranche hinsichtlich der Digitalisierung und der Produktivität bewertet, erfahren Sie im Interview.

Weiterlesen: Interview mit Digitalisierungsexperte der Baubranche Prof. Dr.-Ing. Joaquin Diaz (Bundesanzeiger Verlag)


2017 08 MaschineBauThiele

Eine „servohydraulische 4-Säulen-Universalprüfmaschine“ hat der Gießener Fachbereich Bauwesen der TH Mittelhessen angeschafft. Die 500.000 Euro teure Neuerwerbung ist für die Prüfung unterschiedlicher Materialien wie zum Beispiel Stahl, Holz oder Beton geeignet. Die Proben können dabei einem Druck oder Zug von bis zu 200 Tonnen ausgesetzt werden. Auch eine dynamische Belastung ist möglich. Die Maschine wird für Vorführungen in der Lehre eingesetzt. Studentinnen und Studenten können sie auch für Versuche in ihren Abschlussarbeiten nutzen.

Hauptsächlich ist sie aber für Projekte im Rahmen eines neuen Forschungsschwerpunkts gedacht. In einem aktuellen Vorhaben entwickelt Prof. Dr. Jens Minnert ein Hybridfachwerk für Türme von Windenergieanlagen, bei denen Betonkonstruktionen aus Fertigteilen zum Einsatz kommen. Die Bauteile werden außerordentlich stark beansprucht und müssen während ihrer zwanzigjährigen Einsatzdauer etwa 20 Millionen Lastwechsel aushalten. Mit der neuen Prüfmaschine untersuchen die Wissenschaftler in Versuchsserien Testkörper auf Spannungen, Rissbildung und Ermüdungsverhalten. Auch das Angebot von Dienstleistungen für Unternehmen ist geplant. Minnert will dafür mittelfristig eine Materialprüfungsanstalt gründen.

Weiterlesen: Spitzentechnologie für Spitzenforschung


holzbauarchitektur

Die Wanderausstellung „HOLZ.BAU.ARCHITEKTUR – Entwerfen, Konstruieren und Bauen mit Holz“ wird am Montag, den 28.08.2017 um 17.00 Uhr von Prof. Dr.-Ing. Achim Vogelsberg im Kreishaus in Wetzlar eröffnet. Dort ist sie bis zum 7. September zu besichtigen und wird im November dann zu uns in die Bismarckstraße 4 (Gebäude E15) kommen.

Adresse:

Kreishaus Wetzlar
Karl-Kellner-Ring 51
35576 Wetzlar

Weiterlesen: Eröffnung: HOLZ.BAU.ARCHITEKTUR on Tour


Stahlbau Kalender 2017

Zähigkeitsbasierte Stahlsortenwahl in DIN EN 1993 – Stand der Normung und neue Entwicklungen

Während im Tieflagenbereich bereits bruchmechanische Bemessungsansätze vorliegen, mit denen sprödes Versagen sicher ausgeschlossen werden kann, fehlt in den aktuellen europäischen Stahlbaunormen ein durchgängiges Konzept zur Bewertung der Zähigkeit in der Hochlage.

Zähigkeitsanforderungen werden üblicherweise durch bruchmechanische Ansätze erfasst, die allerdings bei ausgedehnten plastischen Verformungen an ihre Grenzen gelangen. Unlängst wurden schädigungsmechanische Ansätze entwickelt, die gegenüber der Bruchmechanik den wesentlichen Vorteil haben, keine Inititalschädigung unterstellen zu müssen und überdies duktiles Bauteilverhalten sowohl unter monotoner als auch unter niedrigzyklischen Beanspruchungen gut abzubilden.

Im folgenden Beitrag wird zunächst der Stand der europäischen Normung hinsichtlich der Zähigkeitsfrage sowohl für die Tieflage als auch für die Hochlage erläutert. Anschließend werden neue Entwicklungen insbesondere hinsichtlich der Anwendung schädigungsmechanischer Verfahren zur Quantifizierung von verbesserten Zähigkeitsanforderungen für die Hochlage vorgestellt.

Autoren: M. Feldmann, B. Kühn, B. Eichler, S. Schaffrath, S. Citarelli

Weiterlesen: Prof. Kühn als Autor im diesjährigen Stahlbau Kalender


Bruckenbau 2017 1Im diesjährigen Masterkurs "Brückenbau" bei Prof. Kühn, erarbeiteten die Studierenden wieder ein Konzept an einem echten, realen Projekt. Auftraggeber war die Gemeinde Lohra, die zwei Brücken über den Krebsbach nahe Altenvers und Rollshausen als Untersuchungsobjekte zur Verfügung stellte, die Abplatzungen, Auswaschungen und Risse aufweisen.

Hierbei stehen jeweils drei Optionen zur Untersuchung durch die Studiereden zur Auswahl:

  • Sanierung
  • Teilneubau (lediglich der obere Bereich soll erneuert werden)
  • Neubau

Mittels einer genauen Untersuchung vor Ort wurde eine Grundlage zur Diskussion der weiteren Vorgehensweise geschaffen. Ziel der Untersuchungen ist es, die Maße, Höhen und tatsächlichen Schadenszustände der Brücken festzustellen. Die Plangrundlagen, weiterführende Informationen sowie die Geräte für die Messungen, mussten von den Studierenden selbstständig beschafft werden. So war u.a. auch die Wasserbehörde Ansprechpartner zur Klärung offener Fragen.

Bruckenbau 2017 2Am Vortag der Untersuchungen, gab es von Prof. Kühn und seinem Kurs eine Vorbesichtigung an den Brücken, um Ablaufplan und Skizzen für die bevorstehenden Untersuchungen vorzubereiten. Die nahegelegene Kuckuckshütte wurde als Campingplatz für die Gruppe genutzt.

Vor Ort wurden folgende Untersuchungen durchgeführt:

  • Schadenskartierung mittels fotografischer und zeichnerischer Dokumentation
  • Vermessung mittels Nivelliergerät und Tachymeter
  • Probenentnahme mittels Kernbohrgerät
  • Baugrunduntersuchungen mittels Rammsondierungen
  • Analyse der umliegenden Infrastruktur

Die Auswertungen der Untersuchungen wurden in einem Anschlusstermin mit Herrn Gaul (Bürgermeister), Herrn Plitt (Bauamtsleiter) und Herrn Michel (Ortsvorsteher) besprochen und die weitere Vorgehensweise festgelegt.

Bruckenbau 2017 3