Aktuelles

2018 01 Ringphosphor

„Verantwortung Zukunft“ lautet der Titel einer Ringvorlesung an der TH Mittelhessen. In der dritten Veranstaltung referierten in Gießen die THM-Professoren Dr. Harald Weigand und Dr. Ulf Theilen vom Kompetenzzentrum für Energie- und Umweltsystemtechnik. Ihr Thema lautete „Phosphor – der verborgene Schatz im Klärschlamm“.

Phosphor ist ein essenzieller Nährstoff für die Landwirtschaft. Deutschland ist mangels eigener Vorkommen zur Sicherung der konventionellen landwirtschaftlichen Produktion auf Importe angewiesen. Knapp die Hälfte der deutschen Phosphoreinfuhren, so Weigand, könnte durch eine konsequente Rückgewinnung des Phosphors aus Klärschlämmen ersetzt werden. Umweltschäden, zum Beispiel beim Erzabbau, ließen sich so verringern.

Allein in Gießen, erläuterte Theilen, fallen pro Jahr etwa 14.000 Tonnen Klärschlamm an. Er wird heute als Düngemittel in der Landwirtschaft verwendet. Aufgrund einer bundesweiten Verordnung wird dies nach einer Übergangsfrist nur noch sehr eingeschränkt möglich sein. Die Kommunen werden verpflichtet, Phosphor und andere Nährstoffe zurückzugewinnen. An diesen Aufgaben arbeiten Wissenschaftler der THM bereits seit einigen Jahren.

Weiterlesen: Der Schatz im Klärschlamm


2018 01 chatberatung

„Bei Fragen zum Studium oder zum Leben und Wohnen in Mittelhessen hast du hier die Möglichkeit, mit Studierenden der THM zu chatten. Wie können wir dir weiterhelfen?“

So begrüßt die TH Mittelhessen auf ihren Internetseiten Studieninteressierte zum Livechat. Seit kurzem beantworten Studentinnen und Studenten aus Gießen und Friedberg montags bis freitags zwischen 14.00 und 18.00 Uhr Fragen rund ums Studium. Unter der Überschrift „studis4you“ kann sich jeder mit einem beliebigen Nutzernamen anmelden und im Dialog seine Fragen klären.

„Der Grundgedanke besteht darin, eine Schnittstelle zwischen der selbständigen Informationsbeschaffung auf der Website und der persönlichen Beratung zu schließen“, sagt Malte Hübner von der Zentralen Studienberatung der THM. Mit dem Livechat reagiere man darauf, dass die Kommunikationspraxis der Studieninteressierten sich verändert habe und biete die Möglichkeit des schnellen und unkomplizierten Austauschs mit aktuell Studierenden. Die THM, so Hübner, sei in Deutschland die erste staatliche Hochschule mit einem solchen Angebot.
Die studentischen „Chatagenten“ sind für ihre Arbeit geschult, das Angebot soll jedoch eine professionelle Studienberatung nicht ersetzen. Bei Fragen, die über die allgemeine Studienorientierung hinausgehen, vermitteln sie an professionelle Berater.

Weiterlesen: Online-Dialog mit Studieninteressierten


Weg frei für die europaweite Vermarktung der richtungweisenden Innovation aus der Technischen Hochschule Mittelhessen

Gießen, 21. November 2017 – Das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBT) hat für das neuartige Durchstanz- und Verbundbewehrungssystem CLIXS nach einer umfassenden Prüfung die Europäische Technische Bewertung (ETA) erteilt. Damit erfolgt zugleich die Aufnahme in die Liste der gültigen ETAs durch die Europäische Organisation für Technische Bewertung (EOTA). Die patentierten Systeme kommen im Stahlbetonbau zum Einsatz und wurden über einen längeren Zeitraum an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) im Labor für Baustoffkunde und Massivbau entwickelt. Das von der TransMIT Gesellschaft für Technologietransfer mbH betreute Durchstanz- und Verbundbewehrungssystem verfügt bereits seit mehreren Jahren über die nationale Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung sowohl für Deckenplatten als auch für Fundamente und Bodenplatten.

Die Europäische Technische Bewertung (European Technical Assessment, ETA) gilt als allgemein anerkannter Nachweis zur technischen Zuverlässigkeit eines Bauproduktes im Sinne der Bauproduktenrichtlinie in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Sie wird auf der Grundlage umfangreicher Tests der Produkteigenschaften wie Standfestigkeit, Wärmeschutz, Stabilität und Langlebigkeit sowie entsprechender Qualitätssicherungsmaßnahmen erteilt. Eine Zulassung umfasst dabei alle wichtigen Produktmerkmale, welche für die Erfüllung der baurechtlichen Anforderungen in den Mitgliedsstaaten bedeutsam sind. Damit bietet die ETA eine europarechtskonforme, unabhängige und auf das Produkt zugeschnittene Möglichkeit, die Erfüllung der Bauwerksanforderungen nachzuweisen.

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2018 01 ringsmartcitiesa

„Verantwortung Zukunft“ lautet der Titel einer Ringvorlesung an der TH Mittelhessen. In der zweiten Veranstaltung referierten in Friedberg Dr. Bernhard Albert (Foresight Solutions, Frankfurt) und Prof. Dr. Joaquín Díaz.

Vor knapp 80 Interessierten sprach Albert über den „Megatrend Urbanisierung“. Bis 2035 werde in Deutschland die Stadtbevölkerung zulasten der ländlichen Regionen wachsen. Weltweit würden im Jahr 2030 mehr als 60 Prozent der Menschen in Städten wohnen. Politisch stabil und sozial akzeptabel sei das nur möglich, wenn man intelligente Konzepte für das städtische Zusammenleben nutze.

Die „intelligente Entwicklung eines Hochschulstandortes“ am Beispiel Friedbergs war Thema von Joaquín Díaz, der am Fachbereich Bauwesen der THM lehrt. Sein besonderes Augenmerk galt der Wechselwirkung von Stadt- und Hochschulentwicklung. Dabei ging er auch auf die THM-Erweiterung auf dem ehemaligen Kasernengelände ein. Bei der Entwicklung der „Ray Barracks“ werde die Hochschule neben dem „Friedberger Anwender- und Technologiezentrum“ auch Wohnen, Arbeiten und Freizeit nach ihren Möglichkeiten mitgestalten.

Weiterlesen: Stadt der Zukunft


2017 11 AbsolvBau

Insgesamt 2231 Studierende haben im Wintersemester 2016/17 und Sommersemester 2017 an der TH Mittelhessen ihr Studium abgeschlossen. Das geht aus einer aktuellen Statistik des Akademischen Prüfungsamtes der Hochschule hervor. Die Zahl der Qualifizierten, die von der THM in die Berufspraxis wechseln, bleibt damit auf dem hohen Niveau der Vorjahre. 

„Dieser Transfer von Kompetenz in die Arbeitswelt macht deutlich, was unser Anspruch meint, als THM die Zukunft der Region mitzugestalten. In großer Zahl übernehmen die Betriebswirte, Ingenieure und Informatiker, die wir akademisch ausbilden, berufliche Aufgaben in Mittelhessen, der Wetterau und dem Vogelsbergkreis. Als innovativ orientierte Fachkräfte wirken sie maßgeblich an der regionalen Weiterentwicklung mit.“ So bewertet THM-Präsident Prof. Dr. Matthias Willems die Rolle der Hochschule als Qualifikationsanbieter im Zentrum Hessens.

Im Sommersemester 2017 erhielten 1406, im vorherigen Wintersemester 825 Absolventinnen und Absolventen an der THM ihr Zeugnis. Auf den Standort Gießen entfielen 1187, auf Friedberg 538 und auf Wetzlar 422 Abschlüsse. Hinzu kommen 84 Studierende, die sich per Fernstudium qualifiziert haben. Insgesamt erwarben im genannten Zeitraum an der Technischen Hochschule Mittelhessen 1534 Studentinnen und Studenten einen Bachelor- und 697 einen Mastergrad.

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