2019 04 schallemission

Wissenschaftler, Praktiker und Gerätehersteller trafen sich zum 22. Kolloquium Schallemission in Karlsruhe, um sich über aktuelle Arbeitsergebnisse und neueste Entwicklungen auszutauschen. Die Schallemissionsanalyse ist ein zerstörungsfreies Prüfverfahren. Dabei lässt die Messung der Schallemission Rückschlüsse auf Schäden oder sonstige Veränderungen eines Werkstoffs zu.

Unter den Forschern, die ihre Arbeitsergebnisse auf der Tagung vorstellten, waren auch Hochschullehrer der TH Mittelhessen. Die Professoren Dr. Gerd Manthei, Dr. Jörg Subke, Dr. Burkhard Ziegler und der Wissenschaftliche Mitarbeiter Marcel Walther hielten dort Vorträge, leiteten Arbeitsgruppen und nahmen an Workshops teil. Dabei ging es vor allem um die Anwendung des Verfahrens im Bauwesen und in der Medizin.

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Joachim Kilian ist neuer Honorarprofessor an der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen. Am Fachbereich Bauwesen hält er seit 2014 als Lehrbeauftragter Vorlesungen im Masterstudiengang Infrastrukturmanagement zu den Themen Strategisches Management und Projektmanagement. Der Bauingenieur hat seitdem auch verschiedenen Bachelor- und Masterarbeiten betreut. Ein Gutachten des Fachbereichs bescheinigt ihm die Fähigkeit, „wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis zu übertragen und Anforderungen der Praxis in die Lehre und Forschung der THM einzubringen“.

Sein Studium des Bauingenieurwesens mit dem Schwerpunkt Wasserwirtschaft schloss Kilian 1987 an der Technischen Hochschule Darmstadt ab. Anschließend arbeitete er in verschiedenen Ingenieurbüros. Seit 1998 ist er Geschäftsführer, seit 2001 auch Gesellschafter des Unternehmens Unger Ingenieure.

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2019 02 Czempiel

Prof. Bartosz Czempiel hat seine Arbeit an der TH Mittelhessen aufgenommen. Er lehrt am Fachbereich Bauwesen in Gießen. Sein Fachgebiet ist Visualisierung und Entwurf.

Von 2000 bis 2006 studierte Czempiel Architektur an der RWTH Aachen und am Politechnika Krakowska in Polen. Sein Studium schloss er als Diplom-Ingenieur ab.

Von 2006 bis 2010 arbeitete er in verschiedenen Architekturbüros. Anschließend gründete er gemeinsam mit einem Partner sein eigenes Büro „archequipe“. Parallel war er seit 2010 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Siegen mit dem Lehrgebiet Planen und Bauen im Bestand.

Als Arbeits- und Interessensschwerpunkte nennt Czempiel unter anderem die „Bauten der Boomjahre“ aus den 1960er und 1970er Jahren und die „Bauten des Wissens“ - Universitäts- und Forschungsgebäude. In einem laufenden Projekt an der Universität Siegen arbeitet der Architekt an seiner Promotion. Darin befasst er sich mit der Bewertung baulich-räumlicher Synergiepotentiale der Zwischenräume der Campusuniversitäten aus den siebziger Jahren.

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Ein Konzept zur Gewinnung von Phosphor und Energie aus Klärschlamm ist der Gegenstand eines Projekts der TH Mittelhessen. Die Professoren Dr. Ulf Theilen, Dr. Harald Weigand und Dr. Harald Platen vom Kompetenzzentrum für Energie- und Umweltsystemtechnik arbeiten dabei mit verschiedenen Partnern zusammen. Zu ihnen gehören die Stadtwerke Gießen, die Mittelhessischen Wasserbetriebe und das Institut für Pflanzenernährung der Justus-Liebig-Universität. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Vorhaben mit 125.000 Euro.

Der im Klärschlamm enthaltene Phosphor ist ein wertvoller Stoff, der in vielerlei Verbindungen für das biologische Wachstum und damit auch zur Produktion von Nahrungsmitteln gebraucht wird. Sein Vorkommen ist begrenzt. Bisher werden in Deutschland noch etwa 50 Prozent des Klärschlamms zur Düngung von Ackerflächen genutzt. Er kann allerdings eine Reihe bedenklicher Stoffe wie zum Beispiel Schwermetalle oder Arzneimittelrückstände enthalten. Verschiedene Verordnungen haben deren zulässige Grenzwerte für die landwirtschaftliche Verwertung deutlich verschärft. Außerdem werden in absehbarer Zeit viele größere Kläranlagen verpflichtet sein, Phosphor aus Klärschlamm zurückzugewinnen.

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Wenn es nach den Architekturstudentinnen und -studenten der THM ginge, wäre der Brandplatz längst kein Parkplatz mehr, sondern ein schmucker, belebter Stadtraum vor einem völlig neu konzipierten Stadtmuseum. Das Alte Schloss und der Platz davor standen diesmal im Fokus der angehenden Architekten, die sich an der THM mit dem „Bauen im Bestand“ befassen. Die 20 Master-Studierenden stellten im Rahmen einer Ausstellung im Alten Schloss ihre ambitionierten Entwürfe für ein solches Stadtmuseum vor. Im vergangenen August hatte sich der vorherige Kurs schon mit dem Leib´schen und dem Wallenfels´schen Haus auseinandergesetzt.

„Obwohl wir der Präsentation den Titel ´Architektonische Visionen´ gegeben haben, sehen wir doch glücklicherweise keine utopischen Visionen“, sagte Museumsleiterin Dr. Katharina Weick-Joch bei der Begrüßung. Visionen so sage die Definition, seien ja zunächst innere Erscheinungen, erdachte Bilder einer möglichen Zukunft. „Hier ist es zum Glück nicht beim Phantasieren geblieben, es sind keine abstrakten Vorstellungen zu Papier gebracht worden, sondern wir sehen tatsächliche Möglichkeiten für ein Oberhessisches Museum der nahen Zukunft“, freute sich Weick-Joch.

Weiterlesen: Selbstbewusstes Statement: Die Entwürfe für das Stadtmuseum