2018 02 mothesfeier

Zum Ende des Wintersemesters 1952/53 schloss Hans Mothes am Polytechnikum Gießen, damals städtische Ingenieurschule, sein Studium als „Ingenieur für Hochbau“ ab. Anlässlich des 65. Jahrestags der bestandenen Prüfung überreichte ihm Prof. Dr. Matthias Willems, Präsident der TH Mittelhessen, jetzt eine Urkunde zum „Eisernes Diplom“.

Hans Mothes wurde 1927 im sächsischen Lauta geboren. Er kam 1946 nach Mittelhessen und absolvierte zunächst eine Maurerlehre. Nach seinem Examen am Gießener Polytechnikum, das zu den Vorgängereinrichtungen der THM gehört, blieb der heute 91-Jährige der Stadt verbunden. Lange Zeit war er beim Staatlichen Hochschulbauamt beschäftigt. Als Bauleiter trug er in den Jahren 1960 bis 1963 die Verantwortung für den Neubau der Staatlichen Ingenieurschule in der Wiesenstraße. Auch an verschiedenen Bauten für die beiden mittelhessischen Universitäten war Mothes beteiligt, so zum Beispiel am Bau eines Studentenhauses mit Mensa in Gießen und Ende der siebziger Jahre am Neubau des Marburger Universitätsklinikums auf den Lahnbergen.

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Weiterer Meilenstein für die an der Technischen Hochschule Mittelhessen entwickelten Bewehrungselemente für den Stahlbetonbau

Gießen, 1. Februar 2018 – Aufgrund der zunehmenden internationalen Nachfrage hat die TransMIT Gesellschaft für Technologietransfer mbH im Auftrag der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) das Lizenzgebiet für das neuartige Durchstanz- und Verbundbewehrungssystem CLIXS zusätzlich auf Australien inklusive Tasmanien und Neuguinea sowie Neuseeland ausgedehnt. Damit ist das an der THM entwickelte System für den Stahlbetonbau sowohl in Europa als auch in Australien und Neuseeland verfügbar. Die entsprechende Änderungsvereinbarung zum Lizenzvertrag wurde nun von der TransMIT Gesellschaft für Technologietransfer mbH als Lizenzgeberin und der BETOMAX systems GmbH als Lizenznehmerin unterzeichnet. Neben den Lizenzschutzrechten beziehen sich die Vertragsrechte auch auf das darauf bezogene Know-how.

Das Durchstanz- und Verbundbewehrungssystem CLIXS umfasst einteilige (Z-Bleche) und zweiteilige (L-Bleche) Bewehrungselemente und stellt einen neuartigen Weg zur Verstärkung von Stahlbetondecken dar. Diese Bewehrungselemente sind sowohl in Ortbeton als auch in Halbfertigteilen einsetzbar und können überdies für Fundamente und Bodenplatten verwendet werden. Im Vergleich zu herkömmlichen Systemen ermöglicht die Verwendung der zweiteiligen Bewehrungselemente in Halbfertigteilen eine sehr viel schnellere und damit kostengünstigere Installation. Darüber hinaus zeichnen sie sich durch ihre hohe Tragfähigkeit aus. Das Bewehrungssystem wurde von Prof. Dr.-Ing. Gerd Günther im Labor für Baustoffkunde und Massivbau an der Technischen Hochschule Mittelhessen entworfen und dort über einen längeren Zeitraum weiterentwickelt.

Weiterlesen: TransMIT erweitert Lizenzgebiet für innovatives Bewehrungssystem CLIXS auf zwei Kontinente


2018 01 Ringphosphor

„Verantwortung Zukunft“ lautet der Titel einer Ringvorlesung an der TH Mittelhessen. In der dritten Veranstaltung referierten in Gießen die THM-Professoren Dr. Harald Weigand und Dr. Ulf Theilen vom Kompetenzzentrum für Energie- und Umweltsystemtechnik. Ihr Thema lautete „Phosphor – der verborgene Schatz im Klärschlamm“.

Phosphor ist ein essenzieller Nährstoff für die Landwirtschaft. Deutschland ist mangels eigener Vorkommen zur Sicherung der konventionellen landwirtschaftlichen Produktion auf Importe angewiesen. Knapp die Hälfte der deutschen Phosphoreinfuhren, so Weigand, könnte durch eine konsequente Rückgewinnung des Phosphors aus Klärschlämmen ersetzt werden. Umweltschäden, zum Beispiel beim Erzabbau, ließen sich so verringern.

Allein in Gießen, erläuterte Theilen, fallen pro Jahr etwa 14.000 Tonnen Klärschlamm an. Er wird heute als Düngemittel in der Landwirtschaft verwendet. Aufgrund einer bundesweiten Verordnung wird dies nach einer Übergangsfrist nur noch sehr eingeschränkt möglich sein. Die Kommunen werden verpflichtet, Phosphor und andere Nährstoffe zurückzugewinnen. An diesen Aufgaben arbeiten Wissenschaftler der THM bereits seit einigen Jahren.

Weiterlesen: Der Schatz im Klärschlamm


2018 01 chatberatung

„Bei Fragen zum Studium oder zum Leben und Wohnen in Mittelhessen hast du hier die Möglichkeit, mit Studierenden der THM zu chatten. Wie können wir dir weiterhelfen?“

So begrüßt die TH Mittelhessen auf ihren Internetseiten Studieninteressierte zum Livechat. Seit kurzem beantworten Studentinnen und Studenten aus Gießen und Friedberg montags bis freitags zwischen 14.00 und 18.00 Uhr Fragen rund ums Studium. Unter der Überschrift „studis4you“ kann sich jeder mit einem beliebigen Nutzernamen anmelden und im Dialog seine Fragen klären.

„Der Grundgedanke besteht darin, eine Schnittstelle zwischen der selbständigen Informationsbeschaffung auf der Website und der persönlichen Beratung zu schließen“, sagt Malte Hübner von der Zentralen Studienberatung der THM. Mit dem Livechat reagiere man darauf, dass die Kommunikationspraxis der Studieninteressierten sich verändert habe und biete die Möglichkeit des schnellen und unkomplizierten Austauschs mit aktuell Studierenden. Die THM, so Hübner, sei in Deutschland die erste staatliche Hochschule mit einem solchen Angebot.
Die studentischen „Chatagenten“ sind für ihre Arbeit geschult, das Angebot soll jedoch eine professionelle Studienberatung nicht ersetzen. Bei Fragen, die über die allgemeine Studienorientierung hinausgehen, vermitteln sie an professionelle Berater.

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Weg frei für die europaweite Vermarktung der richtungweisenden Innovation aus der Technischen Hochschule Mittelhessen

Gießen, 21. November 2017 – Das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBT) hat für das neuartige Durchstanz- und Verbundbewehrungssystem CLIXS nach einer umfassenden Prüfung die Europäische Technische Bewertung (ETA) erteilt. Damit erfolgt zugleich die Aufnahme in die Liste der gültigen ETAs durch die Europäische Organisation für Technische Bewertung (EOTA). Die patentierten Systeme kommen im Stahlbetonbau zum Einsatz und wurden über einen längeren Zeitraum an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) im Labor für Baustoffkunde und Massivbau entwickelt. Das von der TransMIT Gesellschaft für Technologietransfer mbH betreute Durchstanz- und Verbundbewehrungssystem verfügt bereits seit mehreren Jahren über die nationale Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung sowohl für Deckenplatten als auch für Fundamente und Bodenplatten.

Die Europäische Technische Bewertung (European Technical Assessment, ETA) gilt als allgemein anerkannter Nachweis zur technischen Zuverlässigkeit eines Bauproduktes im Sinne der Bauproduktenrichtlinie in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Sie wird auf der Grundlage umfangreicher Tests der Produkteigenschaften wie Standfestigkeit, Wärmeschutz, Stabilität und Langlebigkeit sowie entsprechender Qualitätssicherungsmaßnahmen erteilt. Eine Zulassung umfasst dabei alle wichtigen Produktmerkmale, welche für die Erfüllung der baurechtlichen Anforderungen in den Mitgliedsstaaten bedeutsam sind. Damit bietet die ETA eine europarechtskonforme, unabhängige und auf das Produkt zugeschnittene Möglichkeit, die Erfüllung der Bauwerksanforderungen nachzuweisen.

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