2019 05 AngelaDorn MatthiasWillems Promotioszentrum

Das gab es bisher noch nicht in Deutschlands Hochschullandschaft: Als erste Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) eröffnet die Technische Hochschule Mittelhessen ein eigenständiges Promotionszentrum für Ingenieurwissenschaften. Bisher war der „Dr.-Ing.“ nur an Universitäten möglich. Hessen ist das einzige Bundesland, das den Hochschulen für Angewandte Wissenschaften – den ehemaligen Fachhochschulen – für forschungsstarke Bereiche das Promotionsrecht verleiht.

Wissenschaftsministerin Angela Dorn: „Die Natur zu erforschen und daraus technische Verfahren und Produkte zu entwickeln, wird wichtiger denn je: Wir brauchen Ideen für neue nachhaltige Materialien oder medizinisch-technische Weiterentwicklungen. Mit dem neuen Promotionszentrum der Technischen Hochschule Mittelhessen nehmen wir bundesweit eine Vorreiterrolle ein. Gemeinsam stärken wir die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften darin, anwendungsbezogene Forschungsvorhaben anzugehen.“

Von dem neuen Promotionszentrum profitiert außerdem der gesamte Forschungscampus Mittelhessen. Der FCMH ist eine gemeinsame Einrichtung von Justus-Liebig-Universität Gießen, Philipps-Universität Marburg und Technischer Hochschule Mittelhessen und bündelt die Stärken der drei mittelhessischen Hochschulen, um gemeinsam in Forschung, Nachwuchsförderung und im Wissens- und Technologietransfer mehr zu erreichen. Mittelhessen soll so als Forschungs- und Bildungsregion noch attraktiver und international sichtbarer werden. Gleichzeitig werden durch den Aufbau zukunftsweisender Kooperationsstrukturen Synergien zwischen den Hochschulen geschaffen.

Das neue Promotionszentrum hat die Fachrichtung Life Science Engineering, vereint also naturwissenschaftliche Grundlagen mit technischen Anwendungen. Daraus ergeben sich Forschungen, die relevant für die Gesundheit des Menschen oder den Umweltschutz sind. Eine Forschungsgruppe, die bereits am Fachbereich Life Science Engineering arbeitet, beschäftigt sich beispielsweise mit der Produktion eines biotechnologischen Arzneimittels zur Beschichtung von Implantaten oder Forschungsvorhaben zum Strahlenschutz.

THM-Präsident Prof. Dr. Matthias Willems: „Im Promotionszentrum arbeiten ausgezeichnete Forscher verschiedener Fachbereiche zusammen. Wir haben den Schwerpunkt Life Science Engineering gezielt auf- und ausgebaut. Denn die Verknüpfung der Lebens- und Ingenieurwissenschaften eröffnet die Möglichkeit, neuartige Produkte und Verfahren für die pharmazeutische und chemische Industrie, die medizinische Physik oder die Umwelttechnik zu entwickeln. Wir forschen damit für Zukunftsmärkte. Und mit der Expertise im Promotionszentrum steigt die Attraktivität der THM für Studentinnen und Studenten, für Doktoranden, Wissenschaftler und auch für unsere Kooperationspartner in der Wirtschaft.“

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2019 04 cen

Einheitliche Normen sind für das Alltagsleben und die Funktionsfähigkeit der Wirtschaft von großer Bedeutung. Im Bauwesen gibt es deshalb europaweit vereinheitlichte Regeln zur Bemessung - die „Eurocodes“. Sie sorgen für einen leichteren Austausch von Dienstleistungen und Produkten, einfachere europaweite Ausschreibungen von Bauleistungen und sind eine einheitliche Basis für Forschung und Entwicklung. In Deutschland sind sie seit 2012 für Bauvorhaben verbindlich. Die europäischen Regeln umfassen mehr als 8000 Seiten und werden ständig weiterentwickelt. Dazu gibt es eine Reihe internationaler Arbeitsgruppen, die sich einzelnen Themen widmen.

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2019 04 vinson

Thomas Vinson ist neuer Honorarprofessor an der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen. Am Fachbereich Bauwesen hält er als Lehrbeauftragter seit 2014 Vorlesungen in den Fächern Plastisches Gestalten und Freies Zeichnen. Von 2013 bis 2018 hat er an der Justus-Liebig-Universität Bildhauerei gelehrt.

Nach juristischen und betriebswirtschaftlichen Staatsexamina in Paris und Metz studierte Vinson von 1997 bis 1999 Bildhauerei an der Rice University in Houston, USA. Die Werke des 48-jährigen Künstlers sind seit mehr als zehn Jahren in einer großen Zahl von Einzel- und Gruppenausstellungen in internationalen Galerien, auf Festivals und Messen wie dem Artist Space in New York oder der Art Basel zu sehen. „Die Kunst von Thomas Vinson setzt sich mit zahlreichen Themen auseinander, die unmittelbar auch die Architektur und den Städtebau betreffen. Zahlreiche Arbeiten sind dabei durch die Verbindung einer elementaren, meist linearen Geometrie mit einer handwerklichen Präzision gekennzeichnet“, heißt es in einem Gutachten des Fachbereichs. In der Lehre habe er gezeigt, dass er den Studentinnen und Studenten die Begeisterung für das künstlerische Schaffen vermitteln könne.

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2019 04 schallemission

Wissenschaftler, Praktiker und Gerätehersteller trafen sich zum 22. Kolloquium Schallemission in Karlsruhe, um sich über aktuelle Arbeitsergebnisse und neueste Entwicklungen auszutauschen. Die Schallemissionsanalyse ist ein zerstörungsfreies Prüfverfahren. Dabei lässt die Messung der Schallemission Rückschlüsse auf Schäden oder sonstige Veränderungen eines Werkstoffs zu.

Unter den Forschern, die ihre Arbeitsergebnisse auf der Tagung vorstellten, waren auch Hochschullehrer der TH Mittelhessen. Die Professoren Dr. Gerd Manthei, Dr. Jörg Subke, Dr. Burkhard Ziegler und der Wissenschaftliche Mitarbeiter Marcel Walther hielten dort Vorträge, leiteten Arbeitsgruppen und nahmen an Workshops teil. Dabei ging es vor allem um die Anwendung des Verfahrens im Bauwesen und in der Medizin.

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Joachim Kilian ist neuer Honorarprofessor an der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen. Am Fachbereich Bauwesen hält er seit 2014 als Lehrbeauftragter Vorlesungen im Masterstudiengang Infrastrukturmanagement zu den Themen Strategisches Management und Projektmanagement. Der Bauingenieur hat seitdem auch verschiedenen Bachelor- und Masterarbeiten betreut. Ein Gutachten des Fachbereichs bescheinigt ihm die Fähigkeit, „wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis zu übertragen und Anforderungen der Praxis in die Lehre und Forschung der THM einzubringen“.

Sein Studium des Bauingenieurwesens mit dem Schwerpunkt Wasserwirtschaft schloss Kilian 1987 an der Technischen Hochschule Darmstadt ab. Anschließend arbeitete er in verschiedenen Ingenieurbüros. Seit 1998 ist er Geschäftsführer, seit 2001 auch Gesellschafter des Unternehmens Unger Ingenieure.

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