Innenhof am Campus BAU mit GUT BuchstabenEine Warteliste von interessierten Ausstellern belegt: Der Gießener Unternehmenstag (GUT) des Fachbereich Bauwesen an der THM ist als regionaler Branchentreff ein fester Termin im Kalender von Baufirmen und Planungsbüros, Verbänden und Behörden. Die diesjährige Ausgabe brachte mehr als 400 Studierende sowie Oberstufenschülerinnen und -schüler mit potenziellen Arbeitgebern an 40 Ständen zusammen.

Begrüßt wurden sie vom gastgebenden Dekan des Fachbereichs, Prof. Dr. Joaquín Díaz, der sich über 15 Jahre stetiges Wachstum der „Hausmesse“ hinter dem Ritgenhaus in der Südanlage freute. Er sprach von einer „Win-Win-Win-Situation“ für alle, die auf der Suche nach einem Studiengang, einem Arbeitgeber oder motivierten und gut ausgebildeten Mitarbeitenden sind.

Ihm pflichteten der Bund Deutscher Baumeister (BDB) und die Ingenieurkammer Hessen bei: Die Messe sei ein unschätzbar wertvolles Netzwerkevent für die Region. BDB-Landesvorsitzender Gerhard Volk motivierte dazu, die Chance zum Kennenlernen zu nutzen. Karin Riegelhuth für die BDB Young Professionals hob hervor, dass die THM mit ihrem Angebot von sowohl Architektur wie auch Bauingenieurwesen die besten Voraussetzungen für den Einstieg in anspruchsvolle Jobs biete: „Für erfolgreiche Projekte braucht es den Blick über den Tellerrand des eigenen Fachs und der eigenen Hochschule.“ Diesen Blick böte der GUT.

Peter Starfinger, Geschäftsführer der Ingenieurkammer Hessen, freute sich über die „vielen bekannten Gesichter“ auf der von Prof. Dr. Christian Baier mit Unterstützung von Studierenden und Mitarbeitenden organisierten Veranstaltung, der Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich als Schirmherr attestierte: „Hier findet der direkte Austausch statt mit denen, die die Zukunft gestalten.“ Die Baubranche sei unverzichtbar für die Gestaltung einer lebenswerten Umwelt. Um die anstehenden Herausforderungen zu meistern, brauche es gut ausgebildete Menschen.

Ebenso benötige es eine „Hands-On-Mentalität“, ergänzte für das Präsidium Vizepräsident Prof. Dirk Metzger, der an der THM die strategische Bauplanung und die Nachhaltigkeit verantwortet. Aus eben dieser Mentalität sei der GUT ursprünglich entstanden: aus dem Wunsch, etwas für die Studierenden und ihre Berufsorientierung, aber auch für die regionalen Arbeitgeber zu schaffen, das einen fachlichen Mehrwert biete.

Dieser Mehrwert zeigte sich in mehr als 25 Firmenpräsentationen auf dem gesamten Campus Bauwesen und dem gut besuchten Fachvortrag „Digital Planen & Bauen: Vision oder Realität?“. Als „Eisbrecher“ zwischen Studierenden und Ausstellern fungierten die Lehrenden, die Gruppen über die Messe führten und Schwerpunkte der Firmen erläuterten, bevor die Studierende selbst ins Gespräch kamen. Ein Aussteller gab das Feedback, direkt zwei Werkstudierende gefunden und zwei Plätze für Praktika vergeben zu haben. Eine Gruppe der Theodor-Litt-Schule erhielt eine Probevorlesung und eine anschließende Führung durch das Material- und Bauteilforschungszentrum der THM. Die Jugendlichen konnten sich an Ständen der Studienberatung und des International Office auch über Studienvoraussetzungen, weitere Studienangebote und die Möglichkeit von Auslandsaufenthalten informieren.

Für eine entspannte Atmosphäre sorgte der eigens umgestaltete Innenhof des Campus mit Sitzgelegenheiten, Essens- und Getränkeständen und einer Bühne. Zusätzliches Palmen-Grün und einiges Baustellen-Equipment waren Hingucker. Zum Ausklang legte DJ Ralf Richter zu einem italienischen Catering sommerliche Klänge auf.

Quelle: THM Pressestelle, Gießen, 12. Juni 2026