Die Veränderungen des Weltklimas in den letzten Jahren und Jahrzehnten zeigen, dass deutlich größere Anstrengungen nötig sind um die Folgen des Klimawandels auf ein Minimum zu begrenzen. Bereits 2010 beschloss die Friedberger Stadtverordnetenversammlung in diesem Sinne den Beitritt zur Charta „100 Kommunen für den Klimaschutz“, welche am 21.06.2010 durch Bürgermeister Michael Keller unterzeichnet wurde.

Die Stadt Friedberg hält es für unerlässlich, durch die Einführung eines ganzheitlichen Klimaschutzkonzeptes, sowie die Definition zielgerichteter Projekte die Energiewende in Deutschland auch auf kommunaler Ebene zu unterstützen. Strategisch gute, bürgernahe Konzepte haben in der Stadt einen hohen Stellenwert und werden parteiübergreifend gefordert. Der Einsatz von regenerativen Energien ist dringend geboten, um den CO2-Ausstoß weiter zu reduzieren, die Energiekosten langfristig in den Griff zu bekommen und den Klimawandel zu beherrschen. Klimaschutz, Regenerative Energien und Energiesparmaßnahmen sind in Friedberg weiter auszubauen. Die Errichtung von vereinzelten Anlagen (z.B. Photovoltaikanlagen) ist da ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Den stadteigenen Energieverbrauch bis zum Jahre 2020 nachhaltig zu gestalten, ist das Ziel, welches sich die Stadt Friedberg gesetzt hat. Zu diesem Zwecke wurde die Technische Hochschule Mittelhessen mit der Moderierung eines Energiekonzeptes 2020 beauftragt. Als erster Schritt wurde in diesem Sinne eine CO2-Startbilanz mittels des EDV-Programms „ECO-Region“ erstellt. Darüber hinaus wurden im Rahmen der Klimaschutzaktivitäten verschiedene Bürgerhäuser ausgewählt, um ihr energetisches Einsparpotential zu analysieren. Auch der Ausbau der Elektromobilität in der Stadt Friedberg als Baustein der nachhaltigen Stadtentwicklung steht im Vordergrund des Energiekonzeptes 2020.

Die Stadt Friedberg möchte durch die Erstellung des Klimaschutzkonzeptes kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen zur Erzeugung regenerativer Energien und Energieeffizienz deutlich ausbauen und fördern. Das Klimaschutzkonzept soll zudem als Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für zukünftige Klimaschutzanstrengungen dienen und technische und wirtschaftliche Potentiale zur Minderung von Treibhausgasen aufzeigen.

Das Klimaschutzkonzept enthält zudem lokale Empfehlungen für Aktivitäten zur Begrenzung des Klimawandels zu folgenden Schwerpunkten:

-          Energieerzeugung

-          Energieeinsparung / Energieeffizienz

-          Entsorgungsinfrastruktur

-          Stadtentwicklung

-          Bauleitplanung

-          Wohnungswesen

-          Verkehr

-          Öffentlichkeistarbeit

Eine wichtige Rolle spielen zudem die Sichtbarkeit der Aktivitäten und der Einbezug der Bevölkerung in zukünftige Klimaschutzanstrengungen. Die Erstellung des Klimaschutzkonzeptes soll eine Multiplikatorwirkung sowie durch die gesellschaftliche Vorbildfunktion der Stadt Friedberg eine breite Öffentlichkeitswirkung entfalten.