Bahnsysteme und Verkehrstechnik

Prof. Dr.-Ing. Frank Lademann

Alexander Warmbold, B.Eng.

Robin Barth


 

Exkursion nach Kassel

Die dreitägige Exkursion führte vom 15. bis 17. September 2015 zu den in Kassel ansässigen Bahnunternehmen. Besucht wurden die Firmen DB RegioNetz Kurhessenbahn, Kasseler Verkehrs-Gesellschaft KVG, Hessische Landesbahn HLB, cantus Verkehrsgesellschaft, Ingenieurbüro Vössing, Bombardier Transportation sowie DB Fahrzeuginstandhaltung.   

Die Anreise über die durch die Kurhessenbahn wieder eröffnete Bahnstrecke Frankenberg - Korbach vermittelte grundlegende Eindrücke der Gestaltung von Bahnanlagen einer reaktivierten Strecke des öffentlichen Personennahverkehrs. Die Verbindung von Regional- und Stadtverkehr veranschaulichte die Fahrt mit einem Diesel-Elektrohybridtriebwagen der RegioTram der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft, welcher sowohl auf nicht elektrifizierten Strecken mit Dieselantrieb als auch im Netz der Straßenbahn mit 600 Volt Gleichstrom fährt. Die KVG setzt ebenfalls Elektrohybridtriebwagen ein, welche aus dem Straßenbahnnetz auf mit 15000 Volt Wechselstrom elektrifizierte Linien fahren. Am Zielort, dem Kulturbahnhof Kassel Hbf, wurden die gewonnenen Eindrücke durch Fachvorträge von Referenten des Nordhessischen Verkehrsverbundes NVV sowie der DB Kurhessenbahn vertieft. Den ersten Reisetag rundete ein geselliges Beisammensein mit freundlicher Unterstützung des Kooperationspartners Schüssler-Plan Ingenieurgesellschaft, welches für das leibliche Wohl sorgte, ab.

 

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Neu gestalteter Bahnhofsvorplatz in Frankenberg (Eder)

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RegioTram im Kasseler Hauptbahnhof

 Zu Beginn des zweiten Reisetages wurde das Stellwerk der Kurhessenbahn im Kasseler Hauptbahnhof besichtigt. Danach ging es zur Werkstatt der HLB, in der die Radreifen der Züge reprofiliert werden.

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Triebzug der Baureihe "Flirt" von Stadler in der HLB-Werkstatt

Anschließend hörte die Gruppe beim Ingenieurbüro Vössing noch zwei Vorträge zum Thema Baubetriebsplanung und Bauüberwachung. Auf Einladung von Vössing ging es dann noch in ein benachbartes Restaurant, wo der Tag bei Getränken und einem leckeren Essen seinen Abschluss fand. 

Der dritte Exkursionstag begann mit einem sehr interessanten Durchgang durch die Lokomotivproduktion bei der Firma Bombardier. hat die Exkursionsgruppe ganz nah an die Giganten gebracht, sogar mit exklusiven Einblicken in eine fast fertige Lok.

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Exkursionsteilnehmer vor der Lok 202 002, eine der drei Versuchsloks, mit denen in den 70er Jahren neue Technologien im Bereich der Antriebstechnik getestet wurden.

Als letzter Punkt stand für die Exkursionsteilnehmer am Donnerstagnachmittag ein Besuch des DB-Werkes Kassel, am westlichen Rand des Kasseler Rangierbahnhofs im Stadtteil Harleshausen gelegen, auf dem Programm.
Das Werk Kassel ist eines der zentralen Ausbesserungswerke der DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH und hat im Wesentlichen die schwere Instandhaltung und die Bedarfs- bzw. Unfallinstandsetzung sowie die Aufbereitung von dazugehörenden Komponenten wie beispielsweise Drehgestellen, Radsätzen, Getrieben und Motoren von Dieseltriebwagen (VT) aller gängigen Baureihen – auch einiger Privatbahnen – zur Aufgabe. Der Bereich der schweren Instandhaltung umfasst neben Lackierarbeiten und Innenraumgestaltungen auch die Durchführung von Hauptuntersuchungen (Revisionen), die – vergleichbar mit der TÜV-Prüfung bei Straßenfahrzeugen – bei allen Schienenfahrzeugen nach Ablauf einer 6-, spätestens aber nach Ablauf einer 8-Jahres-Frist oder Erreichen einer Laufkilometerleistung von einer Million Kilometern gesetzlich vorgeschrieben sind. Nachdem die Gruppe von einem Mitarbeiter der Werksleitung freundlich in Empfang genommen wurde, folgte sodann ein Rundgang durch die um das Jahr 1900 errichteten Werkstatthallen. Zunächst wurden die auf die Arbeit an den Wagenkästen der VT spezialisierten Hallen besichtigt. Die Teilnehmer erhielten hier einen ersten Einblick in laufende Revisionsarbeiten, bei denen die Fahrzeuge in ihre Hauptbauteilgruppen zerlegt und die einzelnen Teile auf ihre weitere Betriebssicherheit hin überprüft werden. Im Fortgang besichtigte die Gruppe den auf die Unfallinstandsetzung spezialisierten Bereich der Halle. Besondere Beachtung fanden hierbei Gussformen für die GFK-Außenverkleidung von Führerständen. Diese wurden dem Werk von den Fahrzeugherstellern zu Verfügung gestellt, um ganze Frontpartien bestimmter Baureihen innerhalb von Stunden selbst gießen zu können.

 


Ulm

Am 13. Februar reisten an die zwanzig Studentinnen und Studenten nach Ulm. Dort warteten einige interessante Firmenvorträge und Großbaustellen, welche es zu besichtigen galt. Begleitet wurden Sie von Herrn Prof. Dr. Ing. Frank Lademann, Prof. Dr. Jörg Pfister, Prof. Dr. Manfred Merkel und Studiengangsmanager Robin Barth.

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Als erster Programmpunkt stand die Vorstellung des Ingenieurbüros „KMS Bauingenieure GmbH“ auf der Agenda. Geschäftsführer Dip. –Ing. Philipp Mitnacht stellte sein Unternehmen in einer gemütlichen Runde mit Snacks vor. Anschließend bekamen die angehenden Bahn- und Bauingenieure einen Einblick über das Großprojekt am Ulmer Hauptbahnhof. Das Highlight des Tages war die praxisnahe Baustellenbesichtigung. Hier konnten die Baumaßnahmen aus nächster Nähe betrachtet werden. Nach einem interessanten anstrengenden Tag wurden die Teilnehmer von KMS Bauingenieure GmbH zu einem netten Abendessen eingeladen. Hier konnte sich gemütlich ausgetauscht und Kontakte geknüpft werden. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an unseren Kooperationspartner KMS Bauingenieure
GmbH.

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Der Dienstagmorgen begann mit einer Führung durch den Ulmer Münster. Da es sich um eine technisch ausgerichtete Gruppe handelte, bekamen die Teilnehmer auch eine technische Führung, welche bei allen gut ankam. Zum frühen Nachmittag hin ging es per Bus zu der nächsten Großbaustelle, dem Albabstiegstunnel der Neubaustrecke Wendlingen - Ulm. Vor der Besichtigung wurde von Herrn Abele kurz die Grundlagen des Projektes vorgestellt. Bereits während der Präsentation konnten einige Absolventen eine Verbindung aus erlernter Theorie aus der Vorlesung und der Praxis erkennen und gewisse Schritte leichter nachvollziehen. Nach einem Snack ging es dann in den Tunnel der Neubaustrecke. An dieser Stelle schon einmal ein herzliches Dankeschön für die Möglichkeit an die ARGE der Firmen Züblin und Max Bögel und an Herrn Dr. RER. NAT. Joachim Michael für die Organisation. Auch wenn der Durchbruch der beiden Röhren schon erfolgt ist, so konnten die Teilnehmer interessante Abläufe wie den Ausbau der Innenbetonschale im Tunnel begutachten. An dieser Stelle zeigte sich auch, wie gut sich die Studierenden aus den zwei Studiengängen Bauingenieurwesen und Bahningenieurwesen ergänzen und gemeinsam gewisse Schritte diskutierten. Der ereignisreiche Tag ging bei einem gemütlichen Abendessen in der Barfüßer Hausbrauerei zu Ende. An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an den Sponsor Prof. Quick und Kollegen GmbH, vertreten durch Herrn Dr. RER. NAT. Joachim Michael.

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Am dritten und letzten Tag der Exkursion hörten sich die Teilnehmer interessante Vorträge über den Regionalen ÖPNV an. Zu Beginn referierte Herr Oliver Dümmler über die Regio S-Bahn Donau-Iller. Im Zuge der Projektvorstellung wurde über mögliche Probleme sowie Vor- & Nachteile diskutiert. Zum Nachmittag präsentierte Herr Ralf Gummersbach von den Stadtwerken Ulm über den Neubau der Straßenbahn der Linie zwei in Ulm. Auch hier brachte sich die Gruppe mit interessanten Fragen ein und diskutierte diese gemeinsam. Abschließend wurde das SWU Werk in Ulm besichtigt, um sich ein Bild von den bevorstehenden Baumaßnahmen der Erweiterung zu machen. Gegen Zwanzig Uhr trat die Gruppe die Heimreise an. Alles in allem war es eine interessante Exkursion, wo für jeden etwas dabei war.


Wuppertal

Mitte Februar hatten nicht nur Studierende des Bahningenieurwesens, sondern auch Studierende der anderen beteiligten Fachbereiche die Möglichkeit mit nach Wuppertal zu fahren. Hier wurden die Wuppertaler Schwebebahn, das Weichenwerk Witten, das Signalwerk der DB in Wuppertal und die Großbaustelle zur Umgestaltung des Döppersbergs am Wuppertaler Hauptbahnhof besichtigt.

Als erster Programmpunkt stand das Weichenwerk in Witten an. Kurz nach Ankunft wurde den Studierenden von Herrn Thomas F Birkmann mithilfe einer Präsentation das Konzept des Weichenwerks erklärt und sie haben einen Einblick in den Ablauf der Produktion bekommen. Das Werk stellt jährlich unter anderem bis zu 1200 Weichen und 100 Kreuzungen und Kreuzungsweichen her. Im Anschluss wurden die Studierenden in Kleingruppen herumgeführt, um eine bessere Vorstellung von der Produktionsstätte zu bekommen und um auf gezielte Fragen einzugehen zu können.

Abschluss des ersten Tages war ein Abendessen nahe der Unterkunft, das vom Ingenieurbüro Schüßler-Plan gesponsert wurde.

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Der zweite Tag der Exkursion startete mit einer Besichtigung des Signalwerks in Wuppertal unter
fachkundiger Leitung von Herrn Michael Piehl . Das Signalwerk ist ein Unternehmen der DB Netz AG und versorgt seine Kunden mit 54.000 verschiedenen Artikeln zur Leit- und Sicherungstechnik. Alte Geräte werden hier vollständig auseinandergenommen und unter Verwendung von bis zu 90% der Teile wieder zusammen gebaut. Als Abschluss wurden die Studierenden zum Mittagessen in die eigene Kantine eingeladen.

Als Highlight der Exkursion konnten die Studierenden einen Einblick in die Werkstatt der Wuppertaler Schwebebahn in Vohwinkel bekommen, laut Prof. Dr.-Ing. Frank Lademann ein „unkonventionelles Nahverkehrsmittel.“ Hierbei wurde durch den Betriebsleiter der Schwebebahn, Herr Thomas Kaulfuss, nicht nur das Konzept erläutert, sondern auch eine Führung durch das Depot und die Betriebs- und Reparaturwerkstatt angeboten. Jedes Fahrzeug muss hier regelmäßig zur Inspektion und Instandhaltung. Auch der bekannte Kaiserwagen, mit dem bereits Kaiser Wilhelm II. mit seiner Frau Auguste Viktoria gefahren ist, konnte von den Studierenden begutachtet werden.

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Anschließend wurde die komplette Strecke der Schwebebahn von Vohwinkel nach Oberbarmen
befahren. Von dort aus erfolgte noch eine Besichtigung der Nordbahntrasse, einer ehemaligen Eisenbahnstrecke, die in einen Radweg umgebaut wurde. Um den ereignisreichen Tag ausklingen zu lassen, lud Sebastian Belz, Geschäftsführer der econex Verkehrsconsult GmbH, alle Teilnehmer der Exkursion in das Wuppertaler Brauhaus ein.

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Als Abschluss der Exkursion fand am dritten und somit letzten Tag noch eine Führung über die Baustelle Döppersberg (Bahnhofsvorplatz Wuppertal Hbf) statt. Herr Andreas Klein zeigte den Studierenden nicht nur die gesamte Baustelle, sondern auch Pläne und Grafiken, wie das Gelände nach Fertigstellung aussehen soll. Neben der Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes beinhaltet die Maßnahme den Bau einer neuen Tiefgarage, eines neuen Busbahnhofs und einen Umbau der Bundesstraße B7.

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Wir danken allen Kooperationspartnern des Studiengangs Bahningenieurwesen, die uns die
Exkursionen und Einblicke in ihre Unternehmen und Ihre Projekte ermöglichten.

 

Karlsruhe, Straßburg, Stuttgart und Nürnberg

Zu einer Reihe von Bauprojekten in Süddeutschland führte eine viertägige Exkursion der Technischen Hochschule Mittelhessen. Die Studentinnen und Studenten des Bahningenieurwesens und des Bauingenieurwesens wurden von den Professoren Dr. Frank Lademann und Dr. Manfred Merkel begleitet.

Erster Programmpunkt war die „Kombilösung Karlsruhe“, ein Straßenbahnprojekt, zu dem unter
anderem ein 2,4 Kilometer langer innerstädtischer Tunnel mit vier Haltestellen und ein weiterer ein Kilometer langer Tunnel mit drei weiteren Haltestellen gehört. Die vorherige Trassenführung führte direkt durch die Fußgängerzone. Durch die Verlegung der Stadtbahn in den Untergrund entsteht eine reine Fußgängerzone. Zudem wird das Straßenbahnnetz entlastet, wodurch die Wartezeiten verkürzt werden. Des Weiteren soll ein 1,4 Kilometer langer Autotunnel entstehen. Durch ihn wird das oberirdische Straßennetz entlastet und gleichzeitig sicherer. Franz Kaffenberger, Projektleiter vom Ingenieurbüro Schüßler-Plan, stellte den Gästen aus Gießen und Friedberg das Vorhaben vor und begleitete sie bei der Besichtigung der Baustelle. Das knapp 900 Millionen Euro teure Projekt wurde 2010 begonnen. Der Regelbetrieb des Stadtbahntunnels soll Ende 2018 beginnen. Der Autotunnel soll 2019 eröffnet werden.

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Weitere Stationen der 17-köpfigen Exkursionsgruppe am ersten Tag der Exkursion war das
deutsch-französische Straßenbahnprojekt, das Straßburg mit dem baden-württembergischen Kehl verbindet. Wolfgang Schmidt, Projektleiter bei den Straßburger Verkehrsbetrieben (CTS), stellte den Studierenden den bereits im Bau befindlichen Streckenabschnitt vor. Der Abschnitt führte von der französischen Seite ab Port du Rhin bis auf die deutsche Seite zum Bahnhof Kehl und beinhaltete die Trambrücke, welche über den Rhein führt und gleichzeitig auch als Fußgängerbrücke fungiert. Anschließend fuhren die Exkursionsteilnehmer in das Hotel Le Cerf und ließen den Tag bei einem gemeinsamen Abendessen im Restaurant Au Tonneau ausklingen. Das Hotel wie auch das Restaurant wurden durch eine Spende von Schüßler-Plan finanziert.

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Am zweiten Tag wurde den Studierenden das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm von dem Projektleiter S21 Hans-Günter Weiler des Ingenieurbüros Schüßler- Plan vorgestellt, mit Hauptaugenmerk auf das Teilprojekt „Stuttgart 21“. Hier besichtigten die angehenden Ingenieure den Baufortschritt des 3,8 Kilometer langen „Tunnels Bad Cannstatt“ und die zugehörige Baulogistikfläche inklusive des 26 Meter tiefen Transportschachts. Nach Beendigung des Programmpunktes nutzten viele der Studierenden die Möglichkeit, eine Ausstellung im Turm des Stuttgarter Hauptbahnhofs zu besuchen, welche das Projekt Stuttgart 21 vorstellt. Als Abschluss des zweiten Tages saßen die Studierenden und Begleite bei einem gemeinsamen Abendessen im Brauhaus Schönbach zusammen.

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Am dritten Tag führte die Reise weiter nach Großheirath. Dort wurden die Studierenden von Ralf
Hickethier, Geschäftsführer der SPL Powerlines Germany GmbH, Cathleen Hickethier, Teamassistentin von SPL Powerlines Germany und Ulf Neumanowski, Projektleiter von SPL Powerlines Germany in Empfang genommen. Anschließend führten sie die Studierenden über eine Baustelle der Neubaustrecke Ebensfeld-Coburg. Diese Neubaustrecke soll 2017 in Betrieb gehen und ist Teil der Verbindung zwischen Nürnberg und Erfurt. Dabei läuft sie fast zur Hälfte auf Brücken und durch Tunnel. Insbesondere die Oberleitungen wurden während der Besichtigung der Strecke erläutert. Im Anschluss wurden alle Teilnehmer der Exkursion von SPL Powerlines Germany zu einem Kurzvortrag über Oberleitungsanlagen und einem gemeinsamen Abendessen im Löwenbräu Keller in Buxenheim eingeladen.

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Als Abschluss der Exkursion stand am letzten Tag die Besichtigung von Deutschlands erster vollautomatischer U-Bahn auf dem Programm. Andreas May, Leiter der VAG-Leitstelle begrüßte die Studierenden mit einem Vortrag über die einzigartige U-Bahn ohne Fahrpersonal und begeisterte die Exkursionsgruppe anschließend durch eine Fahrt mit selbiger. Seit 2008 verkehrt die vollautomatische U-Bahn auf den Linien U2 und U3. Dabei teilweise im Mischbetrieb mit konventionellen Zügen. Seit 2010 wurde komplett auf den automatischen Betrieb umgestellt. Der automatische Betrieb ermöglicht einen sehr hohen Takt, wodurch die Wartezeiten der Fahrgäste verkürzt werden. Außerdem können die Zuglängen an den Bedarf der Fahrgastanzahl angepasst werden, indem eine automatische Kupplung die zweiteiligen Grundeinheiten aneinander koppelt oder voneinander trennt. Laut einem Vertreter der Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg biete die vollautomatische U-Bahn „höchste Sicherheit, dichte Takte und hohe technische Zuverlässigkeit“

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Wir danken allen Kooperationspartnern des Studiengangs Bahningenieurwesen, die uns die
Exkursionen und Einblicke in ihre Unternehmen und Ihre Projekte ermöglichten.

 

Berlin (InnoTrans)

Ende September lockte die InnoTrans knapp 60 Teilnehmer der Technischen Hochschule Mittelhessen nach Berlin. Die InnoTrans gilt als größte und bedeutendste Fachmesse in der Schienenverkehrstechnik. 2016 waren fast 3500 Aussteller aus über 60 verschiedenen Ländern vertreten. Unter diesen Ausstellern waren auch einige Kooperationspartner, die die Studierenden zu Vorträgen und interessanten Gesprächen an ihre Messestände einluden. Bevor es am zweiten Exkursionstag auf die InnoTrans ging, besichtigten die Studierenden am ersten Tag die Großbaustelle am Berliner Ostkreuz. Zuerst gab es im Informations-Container einen Infomationsvortrag der Baustelle. Hier wurde deutlich gemacht, dass sehr viel Wert auf das Erscheinungsbild und die Nachstellung des ehemaligen Ostkreuzes gelegt wird. So wird unter anderem die Fußgängerbrücke von Richard Brademann wieder nachgebaut. Das Besondere am Umbau des Ostkreuzes ist der laufende Betrieb während der Baumaßnahmen, der die Umbaumaßnahmen erschwert. Der Abend wurde gemütlich im Hofbräuhaus mit leckerem Essen und guten Gesprächen abgeschlossen.

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Am Morgen des zweiten Exkursionstages wurden alle Teilnehmer zu einem Business Breakfast der Deutschen Bahn im Berliner Hauptbahnhof eingeladen. Alle Anwesenden wurden hier nicht nur mit einem ausgiebigen Frühstück versorgt, sondern bekamen auch noch einen Einblick in das Unternehmen. Mitarbeiter der DB verteilten sich außerdem noch unter den Studierenden und waren für alle Fragen offen und ansprechbar. Am Mittag ging es dann auf die InnoTrans. Hier hatten die Studierenden Temine bei verschiedenen Kooperationspartnern, unter anderem bei den Firmen Hering-Bau, IVV, Obermeyer und Allianz pro Schiene/VDEI. Die restliche Zeit stand den Studierenden zur freien Verfügung.

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Den dritten Exkursionstag verbrachten alle Anwesenden erneut auf der InnoTrans. Am Morgen konnten sich die Studierenden jedoch zwischen zwei Programmpunkten entscheiden. Eine Möglichkeit war es, am S-Bahnhof Ostkreuz eine Bahnstromausstellung zu besichtigen. Die andere Möglichkeit war ein Vortrag der Allianz pro Schiene/VDEI über das Thema „Technik, die Frauen begeistert“. Hier gab es eine Podiumsdiskussion mit verschiedenen Frauen, die in der Bahnbranche bereits einiges erreicht haben. Außerdem gab es eine Broschüre über das Frauennetzwerk, in der Interviews von zwei Studentinnen der Technischen Hochschule Mittelhessen abgedruckt wurden. Den restlichen Tag erwarteten die Kooperationspartner Powerlines und PINTSCH TIEFENBACH die Studierenden, um ihnen ihr Unternehmen und aktuelle Projekte vorzustellen. Am Abend stand der Ausstellerabend der InnoTrans auf dem Programm. Hier gab es bei einigen Ständen neben Essen und Trinken auch Live Musik, die den Abend besonders machte.

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Am letzten Tag der viertägigen Exkursion in Berlin war es den Studierenden freigestellt, sich
auf der InnoTrans aufzuhalten oder die Stadt zu erkunden. Für diejenigen, die sich für die Innotrans entschieden, standen am Vormittag die Kooperationspartner Leonard Weiss, Thales und voestalpine BWG und nachmittags die Kooperationspartner NETINERA, Plasser&Theurer und SPITZKE auf dem Programm. Am Abend ging dann der Zug zurück nach Frankfurt. Die Studierenden konnten während der vier Tage einen großen Einblick in die gesamte Bahnbranche bekommen und bei Fachgesprächen spezielle Fragen klären. Ein besonderer Dank geht auch an alle Kooperationspartner, die uns dies ermöglichten und uns auch vor Ort begrüßten.


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