Am 27. und 28. März 2019 veranstaltete die Deutsche Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung (DGZfP e.V.) ihr 22. Kolloquium Schallemission und 3. Anwenderseminar Zustandsüberwachung mit geführten Wellen in Karlsruhe.

Die Veranstaltung bietet Wissenschaftlern, Praktikern und Geräteherstellern eine Plattform, um sich über aktuelle Arbeitsergebnisse und neueste Entwicklungen auszutauschen. Die Schallemissionsanalyse ist ein zerstörungsfreies Prüfverfahren. Dabei lässt die Messung der Schallemission Rückschlüsse auf Schäden oder sonstige Veränderungen eines Werkstoffs zu.

Themenschwerpunkte des zweitägigen Kolloquiums waren die Entwicklung von Sensorsystemen, die methodische Weiterentwicklung sowie die Anwendung der Verfahren auf Baustoffe, Metalle und Verbundwerkstoffe. Außerdem wurden praktische Anwendungen zur Überwachung von Bauwerken und Anlagen präsentiert.

Unter den Forschern, die ihre Arbeitsergebnisse auf der Tagung vorstellten, waren auch Hochschullehrer der TH Mittelhessen. Die Professoren Dr. Gerd Manthei, Dr. Jörg Subke, Dr. Burkhard Ziegler und der Wissenschaftliche Mitarbeiter Marcel Walther hielten dort Vorträge, leiteten Sitzungen und nahmen an Workshops teil.

Prof. Dr. Gerd Manthei und Marcel Walther vom Institut für Konstruktion und Tragwerk (IKT) konnte ihre Forschungsergebnisse in der Anwendung der Schallemissionsprüfung im Bauwesen dem Fachpublikum vorstellen. Dabei ging es hauptsächlich um die Ortung von Mikrorissbildung während eines Ausziehversuchs an einer scheibenförmigen Stahlbetonprobe und während eines Dreipunkt-Biegeversuchs an einer vorgespannten Eisenbahnschwelle.

Ausrichter der Tagung war die Deutsche Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung. Ziel des technisch-wissenschaftlichen Vereins ist die Erforschung, Entwicklung, Anwendung und Verbreitung entsprechender Prüfverfahren.