BDA Studienpreis 2020Jury

  • Claudia Moser, Architektin BDA
  • Eckehart Müller, Architekt BDA
  • Frank Dorbritz, Architekt BDA

"In Anbetracht der Vielzahl an hochqualitativen, aber letztendlich nicht vergleichbarer Arbeiten haben wir nach selbstgewählten Kriterien jeweils einen Preisträger ermittelt. Obwohl die qualitative Dichte der eingereichten Arbeiten sehr groß war und eine Verteilung des Preises auf mehrere Arbeiten möglich gemacht hat, haben wir uns bewusst für die Auszeichnung jeweils nur einer Arbeit aus dem Bachelor- und einer Arbeit aus dem Masterstudiengang entschieden."

Preisträger im Bachelor-Studiengang

Gewonnen hat die Arbeit „Treppenstudio in den Bergen“ von Frederik Mihr.

Aufgabe war es hier für ein Treppenverkaufsraum ein Gebäude zu entwickeln, das an den Wochenenden auch als Ferienhaus genutzt werden kann. Vorgegeben war ein schmaler, hoher Baukörper, bei dem alle Fassaden dem goldenen Schnitt folgen sollten. Im Gebäude mussten sechs unterschiedliche Treppenarten organisiert werden.

Indem der Verfasser diese abstrakte Aufgabe vollständig gelöst hat, entwickelt sein Entwurf darüber hinaus eine abwechslungsreiche Raumkomposition, die auch nach außen hin eine in sich schlüssige und interessante Baukörperskulptur darstellt. Über die unterschiedlichen Halbgeschosse werden Lufträume und Blickbeziehungen ermöglicht, die das Gebäude erfahrbar machen und abwechslungsreich gestalten.

Die gradlinige und eindeutige Darstellung entspricht der kraftvollen Entwurfssprache.

BDA Studienpreis 2020 Bachelor Architektur Frederik Mihr 01BDA Studienpreis 2020 Bachelor Architektur Frederik Mihr 02


Preisträger im Master-Studiengang

Gewonnen hat die Arbeit „FINA Parkhaus Gießen“ von Greta Romberger und Johanna Wagner.

Aufgabe war es hier, das bestehende FINA Parkhaus in innerstädtischer Lage, welches sich derzeit abweisend und unattraktiv darstellt, durch Umgestaltung und Überarbeitung seiner Wirkung auf den Stadtraum und architektonisch aufzuwerten. Den Verfasserinnen ist dies überzeugend gelungen.

Auch wenn die vorgesetzte Fassadenkonstruktion im Detail bewusst technische und konstruktive Elemente verwendet und damit den funktionalen Charakter des Gebäudes unterstreicht, wirkt sie in der Gesamtansicht als transparente, hochelegante Haut. Dabei gelingt gleichwohl die wohlproportionierte, horizontale Zonierung des Baukörpers. Auch in der Bearbeitungstiefe wird die, den Funktionen angemessene hohe Qualität in der Detailausbildung, durchgehalten.

Durch die dargestellte Fassadenaufwertung kann aus einem über Jahrzehnte vernachlässigten Ort ein markanter und positiv besetzter städtebaulicher Orientierungspunkt werden. Mit der gewählten Art der Darstellung gelingt es den Verfasserinnen, die Dynamik und die Entwurfsqualität überzeugend zu vermitteln.

BDA Studienpreis 2020 Master Architektur Romberger Wagner 01BDA Studienpreis 2020 Master Architektur Romberger Wagner 02

 

Pressemitteilung

Die offizielle Pressemitteilung des BDA vom 22. Oktober 2020 [PDF]