Gesetzgebung der Bundesrepublik Deutschland

§12 Absatz 1 des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) verpflichtet alle Behörden und Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zur barrierefreien Gestaltung Ihrer Web-Angebote. Die zu treffenden technischen Maßnahmen und Umsetzungsfristen sind in der Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik (BITV) nach dem Behindertengleichstellungsgesetz näher erläutert, und entsprechen im Wesentlichen den in den WCAG aufgeführten Anforderungen. Zusätzlich zu den in den WCAG geforderten Kriterien müssen nach BITV jedoch zentrale Einstiegspunkte des Webangebots auch in „Leichter Sprache“ verfügbar sein. Für Behörden und Einrichtungen der Bundesländer und Kommunen gilt die BITV nicht. Hier haben die einzelnen Bundesländer jedoch Verordnungen erlassen, welche die Barrierefreiheit auch für diese Webangebote sicherstellen sollen.

WCAG 2.0

Die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) wurden von der Web Accessibility Initiative (WAI) des World Wide Web Consortiums (W3C) erstellt und enthalten Richtlinien zur Erstellung barrierearmer Webangebote. Aktuell sind sie in der Version 2.0 von Dezember 2008 verfügbar. In den WCAG 2.0 werden den vier Prinzipien der Barrierefreiheit (wahrnehmbar, bedienbar, verständlich, robust) Maßnahmen zugeordnet. Für jede Maßnahme wiederum gibt es Testmöglichkeiten, mit denen sich überprüfen lässt, inwieweit das Ziel der Maßnahme erreicht wird.

Die zu treffenden Maßnahmen sind in drei Levels "must", (Level A) "should" (Level AA) und "may" (Level AAA) gegliedert.

PDF

Die DIN ISO 32000-1 beschreibt einen einheitlichen Standard zur Erstellung von PDF-Dokumenten.

Hierbei gibt die Norm zum einen Hinweise zur Erstellung von PDF-Dokumenten und richtet sich zum anderen an Entwickler von Software zur Verarbeitung von PDF.

Barrierefreie PDF-Dokumente sollten immer auch die Norm DIN ISO 32000-1 erfüllen, da nur so eine größtmögliche Zugänglichkeit für das entsprechende Dokument erreicht werden kann.