Projektbeschreibung HeLB

Bedingt durch ihre Behinderung – vornehmlich Sehschwäche, aber auch Hörbehinderungen – können unsere Studierenden die Leistungsnachweise, wie Klausuren, ohne ihre Hilfsmittel nur mit erheblichen Schwierigkeiten erbringen.

Die Aufgabe des HeLB-Projekts ist es, ein „barrierearmes E-Learning-Portal" zu schaffen, das chronisch kranken und behinderten Studierenden eine bessere Integration in den Hochschulalltag ermöglicht.

Logo des HeLB-Projekts, neben dem Logo zeigt eine Abbildung eine junge Studentin im Krankenbett und arbeitet mit ihrem Laptop mit dem HeLB-Projekt

Hierfür ist die Versorgung mit Unterrichtsmaterialien (Skripte, Folien und Handouts) für Vorlesungen und Seminare eine wichtige Grundlage. HeLB bietet für die Versorgung der chronisch kranken und behinderten Studierenden mit bedürfnisgerecht aufbereiteten Unterrichtsmaterialien einen „virtuellen Campus (VC)". Dieser virtuelle Campus ermöglicht einen „barrierearmen" Zugriff auf Unterrichtsmaterialien.

Erläuterung: Virtueller Campus

Ein virtueller Campus (auch E-Learning-Portal genannt) soll Seminare und Vorlesungen sinnvoll ergänzen und organisatorische Abläufe vereinfachen.

Ein weiterer Bestandteil von HeLB ist die Bereitstellung einer rechtsicheren Infrastruktur zur Durchführung von an die Behinderung angepasste Online-Klausuren und E-Klausuren. E-Klausuren werden bereits seit mehreren Jahren im BliZ durchgeführt. Der dabei entstandene Erfahrungsschatz wird bei der Entwicklung von Online-Klausuren ständig erweitert.

Erläuterung: Online-Klausuren

Eine Online-Klausur ist eine Klausur, die von einem eigenen PC an einem beliebigen Ort außerhalb der Bildungseinrichtung absolviert werden kann. Online-Klausuren unterscheiden sich von E-Klausuren darin, dass sie über das Internet geschrieben werden. E-Klausuren werden zwar ebenfalls über ein Datennetz geschrieben, dabei handelt es sich allerdings um geschützte Netzwerke oder ein Intranet. Damit Täuschungen und Fälschungen bei der Datenübertragung verhindert werden können, ist eine elektronische Indentitätsprüfung oder Signatur erforderlich. Die rechtlichen Bedingungen für eine elektronische Signatur sind in Deutschland im Signaturgesetz (SigG) und in der Signaturverordnung (SigV) festgelegt.

Ein weiteres Puzzleteil für eine barrierearme Integration von chronisch kranken und behinderten Studierenden in den Hochschulalltag ist die E-Vorlesung.

Erläuterung: E-Vorlesung

Die elektronische Vorlesung ist eine Plattform zur Übertragung von Hochschulveranstaltungen in Echtzeit über das Internet. Jede Veranstaltung verfügt über einen speziellen Videostream und die Möglichkeit, gezeigte Folien zu übertragen. Ferner werden Möglichkeiten zur Rückmeldung der Teilnehmer an den Dozenten bereitgestellt, um die Kommunikationswege so nachzubilden, als sei der Student selbst im Hörsaal anwesend. Hierzu kann eine, von anderen Teilnehmern nicht einsehbare, Videoverbindung mit dem Dozenten im Hörsaal aufgebaut werden. Auch können Teilnehmer untereinander oder öffentlich mit dem Dozenten per Chatfunktion kommunizieren.

Die Hauptzielgruppe der E-Vorlesung sind Studenten mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen; die verwendete Oberfläche ist speziell an die Anforderungen einer barrierefreien Nutzung angepasst. Alle Funktionen, die für die Teilnahme an einer elektronischen Vorlesung nötig sind, können über Tastatureingaben erreicht werden. Die Folieninhalte werden in einem separaten Fenster dargestellt und sind über einen Screenreader vollständig auslesbar. Weiterhin sind alle Fenster auf der Oberfläche frei bewegbar und skalierbar.

E-Vorlesungen sind für uns mehr als nur aufgezeichnete Lehrveranstaltungen, die nach Beendigung auf einem E-Learning-Portal bereitgestellt werden. Für das Projekt HeLB liegt das Potenzial der E-Vorlesung in der Liveübertragung (Stream) mit der Möglichkeit der direkten Kommunikation von Dozenten und Studierenden (per Chat und VoIP).

Die Online-Klausur in Verbindung mit der E-Vorlesung, ergänzt durch die barrierefreien Unterrichtsmaterialien, machen E-Learning zu barrierefreien E-Learning.

Für diese und weitere technische Entwicklungen steht das HeLB-Projekt mit seinen Mitarbeitern und Kooperationspartnern. Getreu unserem Grundsatz „Barrieren mit uns minimieren" versuchen wir eine bestmögliche individuelle Aus-, Fort- und Weiterbildung zu ermöglichen, daher beschäftigt das HeLB-Projekt überwiegend schwerbehinderte Studierende und Absolventen. Für Fragen und Anregungen steht Ihnen unser Projektleiter Andreas Deitmer gerne zur Verfügung.

Partner und Förderer des HeLB Projekts

Abija Webanwendungen Logo der Firma Abija
Beauftragter der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderungen Logo des Landes Hessen
Zentrum für blinde und sehbehinderte Studierende der Technischen Hochschule Mittelhessen Logo des BliZ
Bundesagentur für Arbeit  Logo des Bundesagentur für Arbeit
Bundesministerium für Gesundheit Logo des Bundesministeriums für Gesundheit
Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig Logo der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig
dkd Internet Service GmbH  Logo der dkd Internet Service GmbH

Fachhochschule Dortmund

Fachbereich Informatik

Logo der Fachhochschule Dortmund
Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst Logo des Landes Hessen

Technische Hochschule Mittelhessen

Fachbereich Gesundheit | Studiengang Medizinische Informatik

Logo des Fachbereichs Gesundheit an der Technischen Hochschule Mittelhessen
Justus-Liebig-Universität Logo der Justus-Liebig-Universität Gießen
Landeswohlfahrtsverband Hessen  
F.H. Papenmeier GmbH  
Paul Ehrlich Institut  
QuinScape GmbH  
REINER Kartengeräte GmbH und Co. KG  
Sparkasse Gießen  
Deutscher Sparkassen Verlag GmbH  
S Trust  
VerbaVoice GmbH