Kaum ein Tag vergeht in den Nachrichten, in dem nicht vor einer neuen Variante von Erpressungstrojanern gewarnt wird. Doch was genau tun diese Trojaner eigentlich? Und warum sollten Sie wissen, wie Sie sich davor schützen können?
Erpressungstrojaner verschlüsseln Ihre Dateien, Bilder und Videos.
Der Effekt: Sie können mit Ihren eigenen Daten nichts mehr anfangen. Nichts. Gar nichts. Unbrauchbar. Alles.
Zwar bieten einige Erpresser gegen anonyme Zahlung einer Geldsumme an, Ihnen den Code zur Entschlüsselung zu übersenden. Ob sie das allerdings tun, wenn die erpresste Summe gezahlt ist und ob hinterher alles wieder so funktioniert wie vorher, ist nicht sicher.

Nehmen Sie sich bitte jetzt kurz die Zeit, um zu überlegen, was Ihnen alles fehlen würde, wenn von jetzt auf gleich alle Ihre Daten „weg“ wären.

Mit den nachfolgenden Tipps können Sie das Risiko einer Infektion verringern:

Da Erpressungs-Trojaner überwiegend per E-Mail-Anhang verbreitet werden, lassen Sie hier besondere Sorgfalt walten.
Sollten Sie in einer E-Mail einen unerwarteten Anhang vorfinden, mit dem Sie nicht gerechnet haben - auch wenn er wie eine harmlose Excel-Tabelle oder sonstige Office-Datei aussieht - klicken Sie nicht darauf, sondern halten im Zweifel erst Rücksprache mit dem Absender, ob er Ihnen diese Datei wirklich gesendet hat. Noch mehr gilt dies natürlich für E-Mails mit Dateianhang von Ihnen völlig fremden Absendern.

Die meisten Trojaner werden erst beim Ausführen eines E-Mail-Anhangs aktiv. Das heißt, beim Empfang eines unerwarteten Anhangs müssen Sie noch nicht in Panik verfallen.

Office-Dokumente (Word, Excel, Powerpoint etc.) können Makros enthalten. Diese zu öffnen ist genauso gefährlich, wie das Ausführen einer .exe-Datei! Makros können beliebigen Code aus dem Internet nachladen und ausführen. Sollten Sie der Datei also nicht hundertprozentig vertrauen, erlauben Sie auf keinen Fall die Ausführung der enthaltenen Makros.

Dasselbe gilt für das Versenden von Office-Dokumenten. Wenn es sich vermeiden lässt, sollten Sie keine offenen Office-Dokumente versenden - schon aus dem Grund, dass jeder problemlos den Inhalt Ihres Dokuments verändern kann. PDF-Dokumente sind da die bessere Option.
Noch besser: Verschlüsseln Sie zumindest die angehängten Dokumente.
An dieser Stelle sei noch einmal an das Tool „Axcrypt“ erinnert, mit dem Sie Dateien vor dem Versenden verschlüsseln können.
Ein Erklärvideo zur Bedienung finden Beschäftigte der THM im Intranet unter https://videos.its.thm.de/

Erst denken, dann handeln.
Wenn Sie also mal wieder eine „Horrorrechnung“ der Telekom erhalten, überlegen Sie erst, ob Sie dort Kunde sind und bei der Nachricht, dass Sie einen Jackpot geknackt haben, fragen Sie sich bitte, ob Sie überhaupt an einem Gewinnspiel teilgenommen haben...