Sprachassistenzsysteme werden von Mitarbeitern der Technik-Konzerne, wie Google, Amazon, Apple und Microsoft stichpunktartig abgehört und analysiert. Angeblich sollen diese Gespräche der Verbesserung der Systeme und der Qualitätssicherung dienen. Das verstoße jedoch gegen die DSGVO so der hamburgische Datenschutzbeauftragte. Folgende Anforderungen müssen zunächst umgesetzt werden, damit die Sprachassistenzsysteme DSGVO-konform betrieben werden können:

  • So lange Transkriptionen und Auswertung der Audioaufnahmen durch Menschen nicht der DSGVO entsprechen, dürfen diese nicht durchgeführt werden.
  • Für die Speicherung der Aufnahmen ist eine Einwilligung der Nutzer einzuholen.
  • Nutzer müssen transparent über die Verfahren aufgeklärt werden, für den Fall, dass eine Aktivierung des Assistenten unbeabsichtigt erfolgt ist.
  • Die Auswertung der Aufnahmen durch Mitarbeiter oder Auftragnehmer erfordert eine zusätzliche informierte Zustimmung durch die Betroffenen.
  • Die Nutzer müssen darauf hingewiesen werden, dass der Einsatz der Sprachassistenten auch die Rechte anderer Personen beeinträchtigen kann.

Als einer der ersten Internetanbieter hat Google auf die Vorwürfe reagiert und erklärt mit den Sprachaufnahmen zu pausieren.