Das Problem: Lange URL

Manchmal ist der Link zu einem interessanten Artikel auf einer Website besonders lang.
Angenommen, Sie möchten die Website jemandem empfehlen und den nachfolgende Link per E-Mail versenden: http://www.thm.de/datenschutz/veroeffentlichungen/arbeitshilfen/26-arbeitshilfe-datenschutz-nr-1-datenschutzgerechter-umgang-mit-e-mails.html
Dabei kann es vorkommen, dass der Link mit Zeilenumbruch beim Empfänger dargestellt wird. Dies führt in einigen Fällen dazu, dass nur ein Teil des Links verlinkt wird und der Aufruf des unvollständigen Links dann zu einer Fehlerseite führt.

Die Lösung: Kurz-URL

Abhilfe schaffen hier sog. Link-Verkürzer, auch URL-Shortener genannt. Das sind Dienste im Internet, die eine lange URL in eine kurze umwandeln. Technisch wird also nichts anderes als eine kurze Weiterleitungsadresse erzeugt.

Für Werbung interessant

Diese kann jedoch nicht nur im obigen Beispiel des Versendens eines Links per E-Mail hilfreich sein. Eine kurze URL lässt sich auch leichter merken und z. B. aus einem Flyer abtippen und kann so bei der Werbung für eine Veranstaltung interessant sein.

Kritik aus Datenschutzsicht

Prominente Beispiele für Link-Verkürzer sind z. B. bit.ly, tinyurl.com, ow.ly, redir.ec, goo.gl etc.
Doch die genannten Beispiele richten nicht nur eine kurze URL ein, sondern bieten „nebenbei" auch noch eine Vielzahl an Nebendienstleistungen, die datenschutzrechtlich nicht nur gern gesehen sind. So werden Statistiken über die Anzahl der Klicks geführt, deren Herkunft ermittelt etc., ohne die Benutzer der Links darüber vorher zu informieren und deren Einwilligung einzuholen.
Auch stehen viele Link-Verkürzer in der Kritik, weil den verkürzten URLs nicht anzusehen ist, auf was für eine Seite sie verweisen. So kann ein Klick auf eine Kurz-URL auf eine virenverseuchte Website oder eine Seite mit anderem Schadcode führen und beim Benutzer Schaden anrichten.

Datenschutzgerechte Alternative: t1p.de

Dass es auch datenschutzkonform geht, zeigt der Dienst www.t1p.de
Der Dienst speichert keine persönlichen oder anderen Daten der Benutzer und überprüft die gespeicherten Links auf Malware. Findet der Dienst auf der Zielseite z. B. schadhaften Code, wird der Nutzer, der den Kurzlink aufrufen möchte, nicht einfach zur Seite weiter, sondern informiert diesen über das potenzielle Risiko. Der Nutzer kann dann immer noch entscheiden, ob er klicken will oder nicht. Zensiert wird nichts, nur gewarnt.
Weitere Funktionen sind Wunsch-URLs, Passwortsperren, die Angabe von Gültigkeitszeiträumen für einen Kurzlink etc.

Der oben beschrieben lange Link lässt sich demnach auf http://t1p.de/jui8 verkürzen.

Eigener Kurz-URL-Dienst der THM-Webredaktion

Besonders komfortabel für Beschäftigte der THM ist der eigene Dienst, den die Webredaktion für lange Links auf der THM-Website bereitstellt. Hier können Kurz-URLs für lange Links beantragt. Sogar Wunschnamen werden bei Verfügbarkeit ermöglicht.

z. B. http://go.thm.de/ahds1 für den Link zur Broschüre „Arbeitshilfe Datenschutz Nr. 1"

Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Seite Kurz-URL-Dienst der THM-Webredaktion.

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