Um dem weltweiten Bedarf an Beatmungsgeräten in Zeiten der Corona-Pandemie Rechnung zu tragen, rücken vermehrt Universitäten und Hochschulen mit kostengünstigen, effektiven Varianten in den Fokus. Auch die Technische Hochschule Mittelhessen hat ein solches Gerät entwickelt, welches aufgrund seiner besonderen Wirtschaftlichkeit in einkommensschwachen Regionen eingesetzt werden soll.
Das Team des Fachbereichs Gesundheit um Prof. Dr. Sohrabi ist für die Entwicklung des Prototyps verantwortlich. Der Arbeitsgruppe um Sohrabi gehört auch Manuel Stenger an, der im Rahmen seiner Masterabschlussarbeit die für das Gerät essentielle Elektronik entwickelt und besonders unter Bezugnahme auf gängige internationale Normen elektromagnetisch verträglich ausgelegt hat. Dies ist besonders für medizinische Geräte ein entscheidendes Kriterium, da sie sowohl störsicher als auch emissionsarm funktionieren müssen, um ihre eigene Funktion und die Funktion benachbarter (medizinischer) Geräte nicht zu gefährden.
Der Fachbereich Elektro- und Informationstechnik (EI) steht immer gerne für Kooperationen zur Verfügung. Im Rahmen der Arbeiten haben sich die Fachbereiche Gesundheit (GES) und Elektro- und Informationstechnik (EI) insofern vernetzt, als dass sog. Pre-Compliance EMV-Tests (EMV: Elektromagnetische Verträglichkeit) in den EI-eigenen EMV-Testanlagen, unter Leitung von Prof. Dr. Chris Volkmar und Prof. Dr. a. D. Rainer Thüringer, durchgeführt wurden.
Diese Tests haben ergeben, dass aus EMV-technischer Sicht das Gerät alle greifenden Normen erfüllt und somit - aus dieser Perspektive - einem weltweiten Einsatz nichts im Wege steht.