202012 PA Heitbrink Servolenkung1Seit 2018 ist Robin Heitbrink bereits Mitglied der Elektromobilitäts-AG. „Für mich stand fest, dass ich meine Projektarbeit gerne am E-Kart absolvieren möchte“, berichtet er. Nach einem Gespräch mit den zukünftigen Betreuern, war das zu bearbeitende Thema schnell abgestimmt.
Im Wintersemester 2020/21 realisierte Robin Heitbrink die Integration einer Servolenkung am E-Kart der Elektromobilitäts-AG der THM Gießen. Die Arbeit fand unter der Leitung von Prof. Schröder und Herrn Peter Weimar im Rahmen der Energietechnischen Projektarbeit statt, die Teil des Hauptstudiums des Studiengangs Elektrische Energietechnik für Regenerative Energiesysteme ist.

Bislang bestand die Lenksäule des E-Karts aus einer starren Eisenstange mit einer Aufnahmeplatte für das Lenkrad und mit Querlenkeranschlüssen, die in das Lenklager eingesteckt waren. Im Stand und bei niedrigen Geschwindigkeiten ließ sich das E-Kart daher nur sehr schwergängig manövrieren.
Die Schwierigkeit eine geeignete und kostengünstige elektrische Lenkstange zu finden, wurde durch den begrenzten Platz und die niedrige Einbauhöhe des E-Karts erhöht. Die ursprüngliche Idee, die Einheit komplett selbst zu bauen, gestaltete sich als zu kostenintensiv.

Heitbrink Servolenkung Herr Heitbrink entschied sich nach weitgehender Recherche und ersten Versuchen für die Verwendung einer elektrischen Lenksäule aus einem Unfallwagen. Diese wurde in Eigenregie an die benötigten Maße und nach gezielten Vorgaben für das E-Kart angepasst.
Die Aktivierung des Steuergeräts wurde per fertigem Taktgeber mit Potenziometer sowie durch Verwendung eines eigens programmierten Mikrocontrollers mit Folgeelektronik simuliert.
Eine Auswahl geeigneter Komponenten wurde nach verschiedenen Versuchsreihen zum Strombedarf vorgenommen. Weiterhin kam es zu zusätzlichen Optimierungen im Bereich der Spannungsversorgung und Querlenkung.

Nach rund drei Monaten Theorie und Praxis lässt sich das Ergebnis zeigen, beziehungsweise fahren.
„Man arbeitet sich in ein Thema ein. Nach der Theorie setzt man die Arbeit praktisch um und das macht dann richtig Spaß.“, erläutert Heitbrink. Doch nicht immer läuft alles nach Plan. „Es gibt auch Dämpfer, wenn etwas nicht klappt oder man nicht weiterkommt“, berichtet er weiter, „Doch nach einem Austausch mit den Betreuern öffnen sich wieder neue Wege und es geht weiter.“ Peter Weimar ergänzt dazu: „Ich freue mich immer, wenn ich meine Erfahrung weitergeben kann und Studenten somit unterstützen kann. Besonders wenn man merkt, dass die Studierenden interessiert sind, macht mir das großen Spaß.“

Nachdem nun das E-Kart mit einer funktionsfähigen Servolenkung ausgestattet ist, ist dessen Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen. „Wir freuen uns über die tolle Weiterentwicklung des Karts durch die Projektarbeit von Herrn Heitbrink und haben noch viele interessante Ideen für weitere Projektarbeiten“, so Prof. Schröder.
Bei Interesse melden Sie sich gerne bei Prof. Schröder oder Peter Weimar.