Mit der Genehmigung eines neuen Forschungsprojekts ist die AG Raumfahrtelektronik des Fachbereichs Elektro- und Informationstechnik weiterhin in der Lage, an der Entwicklung von Experimenten für die Internationale Raumstation ISS mitzuwirken.
Bereits seit September 2021 ist die AG an einem Plasma-Experiment auf der ISS im Rahmen des Projektes COPLAMA beteiligt. Die neuen Forschungsgelder ermöglichen dem Team nun zum einen die Fortführung des laufenden Experiments, zum anderen soll für das Nachfolgeprojekt COMPACT auf der Raumstation eine Elektronik für die Plasma-Kammer Zyflex entwickelt werden, die speziell auf die Erforschung komplexer/staubiger Plasmen zugeschnitten ist. Die neue Elektronik der THM soll eine verbesserte Steuerung der Parameter und Volumina bei der Plasmaerzeugung und die flexible Einstellung beweglicher Elektrodensysteme ermöglichen.
Im Rahmen dieses Projekts entsteht die Elektronik für die Zyflex-Kammer als erweiterbares Gesamtsystem. Durch programmierbare, leistungsfähige Einheiten sollen künftig Radiofrequenz- (RFG) und Funktionsgeneratoren (AFG) gesteuert und die Messkanäle ausgewertet werden. Die Einheiten werden für unterschiedlichste Experimentierabläufe eingesetzt und können variabel angepasst werden. Besondere Herausforderungen werden bei diesem System die Qualität der vom RFG erzeugten Ausgangsspannung sowie die Synchronisation der verschiedenen Kanäle zueinander sein. Diesen Aufgaben stellt sich die Arbeitsgruppe Raumfahrtelektronik und kooperiert dabei unter anderem mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), den Universitäten Greifswald und Auburn (Alabama) sowie dem Raumfahrtunternehmen OHB aus Bremen.