IlmenauMAMUTWarum Ilmenau?
Das M.A.M.U.T.-Robotics- Team beschloss nach Ilmenau zu fahren, um das Projekt des selbständigen Roboters, welcher pflanzen bzw. sähen soll voran zu bringen. Wichtig war es aus der Model- und Theoriephase heraus zu kommen und endlich eine Fahrbasis zu haben, mit der wir Praxiserfahrung sammeln können. Aus diesem Grund schlug uns unser betreuender Professor Glotzbach vor, einen seiner alten Arbeitsplätze, das Institutsteil Angewandte Systemtechnik (AST) in Ilmenau des Fraunhofer IOSB, zu besuchen.

Was ist die Fraunhofer-Gesellschaft?
Fraunhofer ist die größte Organisation für angewandte Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen in Europa. Die Gesellschaft betreibt derzeit mehr als 74 Institute an mehr als 40 Standorten in ganz Deutschland. Die Forschungsfelder richten sich nach den Bedürfnissen der Menschen: Gesundheit, Sicherheit, Kommunikation, Mobilität, Energie und Umwelt. Und deswegen hat die Arbeit der Forscher und Entwickler großen Einfluss auf das zukünftige Leben der Menschen. Sie sind kreativ, sie gestalten Technik, sie entwerfen Produkte, sie verbessern Verfahren, sie eröffnen neue Wege. Sie erfinden Zukunft. Das Fraunhofer AST in Ilmenau ist Teil des Fraunhofer-Instituts für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB mit Hauptsitz in Karlsruhe.

Ilmenau1Ankunft
Am 6. Januar 2020 machten sich sechs Mitglieder des M.A.M.U.T.- Teams zusammen mit Prof. Glotzbach in einem Kleinbus der THM auf den Weg nach Thüringen. In Ilmenau empfing uns Professor Andreas Wenzel, der die Arbeitsgruppe „Eingebettete Systeme“ leitet. In einer einführenden Präsentation berichtete er über die Tätigkeiten seiner Gruppe und teilte wertvolle Erfahrungen mit autonom agierenden Maschinen mit uns. So wurde in seiner Gruppe unter anderem ein kleiner Bagger mit einem Traktor ohne menschliches Eingreifen zum autonomen Agieren befähigt. Es wurden ausführlich die dort verwendeten Komponenten, Sensoren, GPS-Empfänger usw. besprochen. Desweiten gab er uns einige Tipps für die allgemeine Vorgehensweise bei einem solchen autonomen Projekt.

Ilmenau2Als nächste Station besuchten wir einen Mitarbeiter, der die Simulation eines selbst agierenden Vehikels entwickelt. Danach kamen wir zu einer Halle, in der eine Art Gabelstapler stand. Dieser kann über verschiedene Sensoren seine Umgebung wahrnehmen. Alleinig der Mast, also die vertikale Verschiebung des Auslegers, muss ferngesteuert werden. Besonders interessant war für uns die Geländegängigkeit bei gleichzeitig kompakter Bauweise. Außerdem besichtigten wir zwei Fahrbasen. Eine ist eigentlich von einem elektrischen Rollstuhl, und die andere ist von einem speziellen geländegängigen Rollstuhl, den man sich eher als Quad vorstellen muss. Gerade dieses hat etwa die Größe, die unser Mamut-Agrarroboter haben soll, sodass wir hier einen genauen Blick auf das Fahrzeug und seine Ausstattung mit Rechnerhardware und Sensoren warfen.

Ilmenau3Nachdem wir uns von Prof. Wenzel verabschiedet hatten, fuhren wir anschließend zur Technischen Universität Ilmenau; ein weiterer ehemaliger Arbeitsplatz von Prof. Glotzbach. Der Hauptcampus der Uni ist ein weitläufiges Gelände mit alten und neuen Gebäuden. Wir hatten dort einen Termin mit dem Laboringenieur Dipl.-Ing. Axel Fink vom Institut für Automatisierungs- und Systemtechnik der Fakultät für Informatik und Automatisierung. Dieser führte uns durch die große Laborhalle des Instituts mit verschiedenen technischen Geräten. Unter anderem ein Automobil in der Größe eines ferngesteuerten Autos, mit dem Unterschied, dass es autonom einen gewissen Parkour abfahren kann. Auch eine wesentlich größere Version unseres Portalkranes stand dort. Einen sehr interessanten Einblick gewannen wir, als wir die beiden Medusen zu Gesicht bekamen; kleine maritime Roboter. Jetzt fragt man sich, was das mit M.A.M.U.T Robotics zu tun hat; nun, sie agieren unter Wasser autonom. Den Tag ließen wir in einem wunderbaren griechischen Restaurant ausklingen.