202505 Eurobot 04An der Technischen Hochschule Mittelhessen haben die Studierenden die Möglichkeit, sich neben den regulären Modulen auch in verschiedenen Arbeitsgruppen zu engagieren. Eine davon ist die M.A.M.U.T.-AG, die sich mit der Konstruktion und Programmierung mobiler Roboter beschäftigt. Am ersten Wochenende im Mai 2025 hat sie erneut die THM beim deutschen Vorentscheid des Eurobot Wettbewerbs vertreten.

Der Eurobot ist ein jährlich stattfindender Wettbewerb, der von der französischen Organisation Planète Sciences organisiert wird. Bei diesem Wettbewerb treten jeweils zwei Teams gegeneinander an, die einen oder mehrere selbstgebaute Roboter einsetzen können. Diese Roboter müssen auf einem Spielfeld eigenständig verschiedene Aufgaben bewältigen, ohne dass menschliche Bediener eingreifen. Zusätzlich müssen die Roboter in der Lage sein, gegnerische Roboter zu erkennen und ihnen auszuweichen, da sonst Strafpunkte vergeben werden. Die Veranstaltung in diesem Jahr steht unter dem Motto „The Show Must Go On“. Neben dem Aufbau von Miniaturtribünen müssen die Roboter eine Team-Flagge auf dem 3x2 Meter großen Spielfeld aufhängen.

Nachdem das M.A.M.U.T.-Team im vergangenen Jahr die Ehre hatte, den Vorentscheid an der THM in Gießen ausrichten zu dürfen, waren sie dieses Jahr an der Technischen Hochschule Dresden zu Gast. Sechs Teams traten zum Wettbewerb an und kämpften um die drei begehrten Plätze zur Teilnahme an der Endrunde, welche einen Monat später im französischen La Roche-sur-Yon stattfinden wird.

So machte sich das Team der THM am Freitag, 02.05. auf den Weg in die sächsische Landeshauptstadt. Noch am Abend wurde mit dem Aufbau und der Inbetriebnahme des Roboters und des nötigen Equipments begonnen. Am Samstag wurden die Arbeiten dann fortgesetzt. Um am Wettbewerb teilnehmen zu können, stellt man sich zunächst einer statischen und dynamischen Homologation. Hierbei überprüfen Schiedsrichter, ob die im umfangreichen Regelwerk vorgegebenen Bedingungen und Anforderungen an die Roboter eingehalten wurden. Nach erfolgreicher Durchführung steht der Teilnahme an den Vorrundenbegegnungen nichts mehr im Weg.

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 Wie bereits in den letzten Jahren arbeiteten die Studierenden der Gruppe wieder mit großen Einsatz bis spät in die Abendstunden, um Verbesserungen an der Roboterperformance zu erzielen. Dabei sammeln Sie wertvolle praktische Erfahrungen für Ihre späteren Berufstätigkeiten, die eine gute Ergänzung zu dem Wissen und Fertigkeiten darstellen, die im Unterricht an der THM vermittelt werden. Zu nennen wäre beispielsweise der Entwurf und Aufbau eines technischen Systems nach vorgegebenen Spezifikationen und Regeln, die reale Inbetriebnahme, Fehlersuche und Entwicklung von Frustrationstoleranzen, wenn scheinbar immer neue Fehler auftauchen, bis sich dann nach harter Arbeit endlich auch Erfolgserlebnisse einstellen.

Nach einer spannenden Endrunde sicherte sich das Team der THM den vierten Platz und verpasste denkbar knapp die Qualifikation für die Endrunde. Dies nehmen die Studierenden jedoch nur als Ansporn, es im kommenden Jahr wieder zu versuchen. Bereits auf der vierstündigen Heimfahrt wurde über Verbesserungen diskutiert, um in 2026 wieder anzugreifen. Der Wettbewerb wird dann beim diesjährigen Sieger „Bodensee-RobotiX“ an der Hochschule Konstanz stattfinden.

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Neben dem eigentlichen Wettbewerb des Eurobots wurden von den Veranstaltern in Dresden weitere Programmpunkte umgesetzt, um eine größere Öffentlichkeitswirkung zu erzielen. Neben einer Session mit Teampräsentationen fand auch ein Scrap-Bot-Wettbewerb mit Schülerinnen und Schülern aus der Region statt, um auch junge Menschen für Tätigkeiten im MINT- Bereich zu begeistern. Hier bestand die Aufgabe darin, aus einer Sammlung gebrauchter Teile innerhalb von drei Stunden einen kleinen mobilen Roboter aufzubauen, der autonom eine kurze Fahrstecke zurücklegen konnte.