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Tag 2 war geprägt durch eine Besichtigung bei IMEC - einem belgischen Forschungszentrum für Nano-und Mikroelektronik mit ca. 3.500 Mitarbeitern/-innen aus über 70 Nationen. Besonders interessant war dort der Besuch eines 4.400m2 großen Reinraums - staubfrei, vibrationsfrei und konstant bei 22° Celsius. Via 45-minütiger Fahrt durch den Eurotunnel ging es dann rüber auf die Insel und in einem Hostel nördlich von London ließen manche den Abend im dörflichen Pub ausklingen. Andere ließen es sich nicht nehmen, das nahe London zu besichtigen.
Tag 3 begann mit einer Besichtigung von Bletchley Park in Milton Keynes, Großbritannien. Bletchley Park ist der Ort, an dem die Briten im Zweiten Weltkrieg den Code der Deutschen knackten. Die Maschine, die letztendlich die deutsche Enigma-Verschlüsselung knacken konnte, nennt sich "Bomba" und steht in diesem Museum als großer digitaler Nachbau. Der Nachmittag stand der Reisegruppe in der Universitäts-Stadt Cambridge zur freien Verfügung - bis es dann hieß, auf der Fähre einzuchecken, um die Insel wieder zu verlassen.
Tag 4 führte uns erneut zu einem Anbieter von Halbleiterchips. Im Vergleich zur kommerziellen Produktion im Forschungsinstitut IMEC findet bei der niederländischen Zweigstelle der Firma Raith B.V. Lithographie mit Elektronenstrahlen auf Einzelstückbasis statt. Im Jahr baut Raith zehn High-End-Geräte, die hauptsächlich an Universitäten und Halbleiter-Forschungseinrichtungen geliefert werden.
Am letzten Tag und wieder zurück in Deutschland lockte das UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein in Essen. Diese ehemalige Zeche mit angrenzender Kokerei im Ruhrpott hat vor ihrer Stilllegung täglich 24.000 Tonnen Steinkohle gefördert! Dabei herrschten dort unglaubliche Lautstärken (118 Dezibel) und Temperaturen beim Backen der Steinkohle.
Wie angekündigt erreichte ein müder Haufen den Campus der THM gegen 18 Uhr und konnte dann nach fünf informationsreichen Tagen ins Wochenende starten.