Adalbert (29) studiert Automatisierungstechnik (B.Eng.) im 6. Semester. Er hat vor dem Studium eine Ausbildung zum Industrieelektroniker und eine Fortbildung zum Staatl. gepr. Techniker gemacht. Dann hat er vier Jahre gearbeitet. Zu Beginn des Studiums hatte er große Schwierigkeiten mit Physik und Mathematik. 

kommasMit Mathe muss man sich intensiv befassen, da so ziemlich jedes weitere Modul darauf aufbauen wird.

AdalbertNeu

Das Problem bei der Mathematik waren die mangelnden Vorkenntnisse. Um mit dem Abschluss als Techniker auch die Fachhochschulreife zu erlangen, musste ich einen Zusatzkurs besuchen und eine zusätzliche Prüfung ablegen. Der Dozent in diesem Kurs war nicht sonderlich bemüht, das nötige Verständnis zu vermitteln und hielt den Unterricht relativ anspruchslos. Was mir zu der Zeit noch gefallen hat (da es weniger Arbeit bedeutete), wurde mir dann hier zum Verhängnis.

Bevor das Studium begonnen hat, habe ich erst noch an einem Mathe-Brückenkurs teilgenommen. Dort stellte ich dann auch die großen Defizite fest. Empfehlen würde ich die Brückenkurse deswegen auf jeden Fall, denn so kann man sehen, wo man steht. Es war zwar nicht mehr allzu viel Zeit nach dem Kurs bis zum Beginn des Studiums, dennoch konnte ich sie nutzen, um Themen, mit denen ich gar nicht mehr klar kam, zu wiederholen.

Leider habe ich das erste Semester dennoch etwas unterschätzt und es nicht geschafft, so fit in Mathe zu werden, dass es zum Bestehen der Prüfung gereicht hätte. Den Rest habe ich glücklicherweise bestanden :)

Ich denke, einer der Hauptgründe war, dass ich mir zu wenig Zeit für die Nachbereitung der Vorlesungen und Vorbereitung der Übungen genommen habe. In diesem Fach reicht es nicht, einfach anwesend zu sein, um sich dann kurz vor der Klausur das Skript nochmal anzusehen. Man muss sich intensiv damit befassen und es verstehen, da so ziemlich jedes weitere Modul darauf aufbauen wird.

Im nächsten Semester musste ich mich somit auf ein Fach mehr vorbereiten, um keine Module schieben zu müssen. Das führte allerdings dazu, dass Mathe 2 auf der Strecke blieb. Das gleiche Spiel wiederholte sich im 3. Semester mit Transformation ("Mathe 3"). Das Problem bei der ganzen Sache ist, dass man die Vorlesungen aus den vergangenen Semestern fast nicht besuchen kann, da es immer Überschneidungen gibt. Deswegen ist es wichtig, nicht nur Kontakte zu höheren, sondern auch zu niedrigeren Semestern zu knüpfen. So kann man sich in beide Richtungen austauschen und zum gemeinsamen Lernen verabreden.