Stadt Gießen

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Für die Stadt Gießen stand nach dem Abzug der US-Army aus Gießen die am östlichen Innenstadtrand gelegene Pendleton Barracks zur Umstrukturierung und Integration in das städtebauliche Gefüge zur Verfügung. Nach der planungsrechtlichen Entwicklung einzelner Abschnitte verbleiben ca. 7,9 ha (Motorpool-Areal), die nun als letzter Teilbereich des Konversionsstandortes durch die Stadt entwickelt und vermarktet wurden bzw. werden.

Der Standort des ehemaligen Motorpool-Geländes ist umgeben von Wohnbebauung, die durch unterschiedliche Bautypologien und Sozialstrukturen der Bewohner geprägt ist. Die günstige Lage zwischen den Naherholungsbereichen Philosophenwald, Wieseckaue und Stadtwald trägt zu einer hohen Steigerung der Wohn- und Freizeitqualität bei. Diese Standortbedingungen sowie die gute Verkehrsanbindung an die Innenstadt und das übrige Stadtgebiet qualifizieren das Plangebiet für eine Stärkung und Weiterentwicklung als Wohnstandort.

Zentrales Ziel ist es, ein qualitativ hochwertiges Quartier mit einer Mischung aus Reihenhäusern und Geschosswohnungsbau sowie den zugehörigen sozialen Infrastruktureinrichtungen inmitten hochwertiger Grün- und Freiräume zu entwickeln. Als wohnungspolitisches Planungsziel ist die Schaffung von Wohnraum für Familien, von Sozialwohnungen sowie der Bereitstellung eines Bereichs für gemeinschaftliche Wohninitiativen formuliert. 

Die Anbindung des neuen Stadtquartiers an den bestehenden Stadtkörper ist durch eine möglichst flächensparende Verkehrserschließung und den Ausbau eines qualitätsvollen Fuß- und Radwegenetzes zu gewährleisten. Im Osten des Plangebietes ist die Entwicklung eines wohnverträglichen und immissionsarmen Gewerbegebietes vorgesehen.

Durch die Mitwirkung im Projekt sollen für die Stadt Gießen wichtige Erkenntnisse gewonnen werden,

  • welche Umsetzungsprobleme in diesem Projekt allgemein entstehen,
  • welche rechtssicheren Formulierungen in künftigen Grundstücksexposés und
    Kaufverträgen zur Festlegung von Solaranlagen möglich sind,
  • welche politischen und finanziellen Gegebenheiten und Bedingungen für künftige
    Baugebiete entstehen können,
  • wie die Akteursvernetzung im Quartier und die Mitwirkungsbereitschaft der Eigentümer
    und Nutzer verbessert werden kann,
  • eine Bauherrnberatung hinsichtlich klimaverbessernder und energetischer Ziele
    implementiert werden kann,
  • wie die Übertragbarkeit auf künftige Baugebiete in der Stadt möglich wird.